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Geologisches Fenster Steinbruch Schmittshöhe EarthCache

Hidden : 8/1/2016
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Hier in Walldürn kann man im Biotop "ehemaliger Steinbruch Schmittshöhe" eine vielzahl ungewöhlicher Eindrücke der Natur gewinnen. Neben rekonstruiertem Kalkbrennerofen und ungewönlichen Aufbauten für Pflanzen und Tierwelt bietet sich hier ein geologisches Fenster, das Einblicke in Gesteinsschichten bietet.


In den Jahrmillionen der Muschelkalkzeit, mit mehrfach wechselnden klimatischen Verhältnissen entstanden die verschiedenen geologischen Schichten, die, da sie im Raum Walldürn durch Verwerfung der Erdkruste schräg nach Südosten hin einfallend gelagert sind, nicht übereinander sodern gleichsam nebeneinander zu Tage treten.

Aus diesem Umstand ergaben sich die Standorte der ehemals zahlreichen Kalksteinbrüche: Sie lagen alle etwa zwei Kilometer östlich von Walldürn. Die Geislingenformation, aus der der Abbau erfolgte, ist bis zu 15m mächtig und damit nur ein kleiner Bereich der instgesamt 120 bis 270 m mächtigen Muschelkalke in Süddeutschland.

Durch den Abbau des Muschelkalks der Kalkbrennerfamilie Hauck "auf der Schmittshöhe" entstand über die Jahre eine fast senkrechte, über 6m hohe Steinbruchwand, die uns heute einen Blick auf die Gesteine im Untergrund ermöglicht.

Was wir auf diese Weise sehen können, sind die Gesteinsschichten, die im Erdmittelalter, während der so genannten "Mittleren Trias", also vor 246 bis 238 Millionen Jahren entstanden sind.

Damals gerieten große Teile des heutigen Mitteleuropa unter den Meeresspiegel, darunter auch das Gebiet des heutigen Odenwalds und des Baulands. Durch das Eindringen des Weltmeeres entstand hier ein flaches, subtropisches Randmeer. Dabei wurde im Laufe der Jahrmillionen die Verbindung zum Ozean über große Epochen unterbrochen. Vom flachen tropischen Meer, zur Flußlandlandschaft bis hin zu trockenen Dünen einer Wüste änderten sich die Verhältnisse der Region mehrfach. Die Ausmaße des verbliebenen Binnenmeeres änderten sich dabei häufig. In den Randgebieten wurden Kalkablagerungen durch Muschelschalen dabei immer wieder mit Ton zersetzt, der aus den Flüssen mitgeführt wurde. Auch auch andere Bestandteile wie z.B. Pflanzen wurden dabei eingetragen, die heute in solchen Schichten als Verfärbungen bis hin als Fossilien zu finden sind. Die Ablagerungen verfestigten sich über die Erdzeitalter und bildeten nun die Sedimentgesteine.

Im "geologischen Fenster", der Wand des Steinbruchs Schmittshöhe, werden mehrere Bänke von Schaumkalk und dazwischen Kalkmergel sichtbar. Dabei entspricht ein Zentimeter Gestein den Ablagerungen von etwa 400 Jahren.

Deutlich zu erkennen ist der wenig widerständige, brüchige Kalkmergel, bestehend aus einer Mischung der Ablagerungen aus Kalk und Ton. Er wirkt unregelmäßig und lässt sich leicht in feine Platten zerbrechen. Kalkmergel enthält Anteile von bis zu 35% Ton. Die Schaumkalkbänke wurden in Zeiten geringeren Eintrags vom fremden Sedimenten gebildet. Sie fallen durch ihre kompakte, weniger brüchige Erscheinung ins Auge, dadurch entstehen sehr reine Anteile, die besser bekannt sind als Kalkstein. Zum Brennen in den benachbarten Kalköfen ist eben dieser nötig, und wurde hier gezielt abgebaut.
Die tonhaltigen Kalkmergel dagegen sind dazu weniger geignet. In anderen Gebieten wird dieser hingegen als einer der Hauptbestandteile von Zement abgebaut.

Log-Voraussetzungen


Bitte sendet mir per Kontaktaufnahme über das owner-Profil die Antwort auf folgende Fragen. Der Log kann sofort erfolgen, wenn Antworten fehlerhaft oder unvollständig sind, schicke ich Anmerkungen dazu.

1. Welche Muschelkalkablagerung befindet sich am Aufschnitt oberhalb der Geislingen-Formation? (Grafik links oben auf der Tafel)
2. Siehe Dir die Gesteinsschichten genauer an. Wie viele Ablagerungsbänke Mergel und Schaumkalk kannst Du hier erkennen?
3. Am Boden findest Du Teile von Kalkmergel die an den Bruchkanten Verfärbungen zeigen, woher denkst Du kommen diese?

Optional sind natürlich schöne Bilder mit oder ohne Euch wünschenswert!

Quellen:

UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Additional Hints (No hints available.)