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Der Geusenweg
Vom 16. bis 18. Jahrhundert waren Protestanten in dem - unter dem Einfluß der spanischen Krone stehenden - stark katholisch geprägten Gebiet der Aachener Grenzregion ständiger Unterdrückung ausgesetzt. Adelige und hochrangige Bürger reichten Bittschriften ein, um Religionsfreiheit zu erreichen. Von nun an mussten sie sich auch noch als Geusen (vom Französischen "Gueux" = Bettler) beschimpfen lassen.
Im Achtzigjährigen Krieg (1568-1648) befreiten sich die Niederländer von der spanischen Herrschaft und erlaubten protestantischen Religionsgemeinschaften die freie Religionsausübung. Jeden Sonntag strömten protestantische Gläubige aus Aachen, Burtscheid und Eupen zur Messe nach Vaals, das im Jahr 1750 zwar nur 12 Häuser (mit überwiegend katholischer Bevölkerung), aber 4 protestantische Kirchen zählte.
Auf dem "Geusenweg" lässt sich nachvollziehen, welchen Weg die französisch-wallonische Gemeinde von Eupen auf ihrem Kirchweg auf sich nahm, um über versteckte, unwirtliche Pfade über Kelmis durch den Preuswald zur "Franse keresch" in Vaals zu gelangen.
Die Kaffeegasse
Nach dem 2. Weltkrieg wurde dieser schmale, fast unsichtbare Hohlweg von Schmugglern genutzt, um Kaffee aus den Niederlanden (Vaals) nach Deutschland zu schmuggeln und war daher unter dem Namen Kaffeegasse bekannt.