Humannplatz
Der 118 mal 152 Meter große Platz wurde nach dem Ingenieur und Altertumsforscher Carl Humann benannt. Erste Entwürfe zur gärtnerischen Ausgestaltung folgten 1909.
Die Gestaltung des Platzes ist geradlinig und symmetrisch. Baumreihen sind um die freie - inzwischen durch einen Spielplatz genutzte - Mittelfläche gruppiert. Den Abschluss zu den Straßen bilden ebenfalls Baumreihen. Die Eingangsbereiche zum Platz sind jeweils an den halbkreisförmig eingefassten Ecken zu finden, die später durch je eine Platane markiert wurden. Der Platz ist in seiner ursprünglichen Gestaltungsform weitgehend erhalten geblieben, es kam im Laufe der Jahre lediglich zu kleinen Ergänzungen.
In der Nachkriegszeit wurde der Platz zwischen Wichert-, Stahlheimer-, Erich-Weinert- (damals Carmen-Sylva-Straße) und Gudvanger Straße umgenutzt. Aufgrund von Lebensmittelknappheit durften im Rahmen der Brachlandaktion des Magistrats Grünanlagen parzelliert und für die Landwirtschaft genutzt werden. Der Humannplatz wurde für die nächsten Jahre zum Gemüseanbau genutzt.
Die großzügige Gestaltung des Platzes lässt unterschiedlichste Aktivitäten nebeneinander stattfinden und ist ein beliebter Treffpunkt bei den Bewohnern des Quartiers. Auf dem Platz aufgestellte Plastiken verschiedener Künstler lassen die Besucher Kunst im öffentlichen Raum erleben. Durch das Engagement einer Elterninitiative konnten 2004 im Kleinkinderbereich neue Spielgeräte aufgestellt und Straßenmöbel erneuert werden.
Drehscheibe Matrose Paulik, 2010
Skulptur "Bär" von Birgit Horota, 2010
Fotos: Steinbrecher & Partner
Ein qualifizierteres Angebot an Grün- und Freiflächen ist für die Wohn- und Lebensqualität im Quartier unerlässlich und trägt zu einem positiven Image des Stadtteils bei. Als einziger Stadtplatz im Quartier ist der Humannplatz somit von besonderer Bedeutung. Mit den im Juni 2011 beginnenden Maßnahmen zur Umgestaltung und Verschönerung des Platzes mit Mitteln des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz wird das Angebot an wohnungsnahen Grünflächen gesichert und zu einer Aufwertung des Quartiers beigetragen. Zudem verhilft er mit seinem Angebot an Spiel- und Freizeitflächen für alle Altersstufen zu einer familienfreundlichen und generationsübergreifenden Quartiersentwicklung.
Quelle: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/denkmalschutz/de/foerdervorhaben/humannplatz/humannplatz.shtml
Auf dem naheliegenden Humannspielplatz könnt ihr den Nachwuch parken wärend ihr euch auf die Suche macht. Aber Vorsicht: an sonnigen Tagen wimmelt es hier von Mini-Muggels & in letzter Zeit auch von Leuten die auf der Jagt nach Pokemons sind!