Over the Rainbow (Jenseits des Regenbogens, Musik Harold Arlen, Text E. Y. Harburg), manchmal auch Somewhere over the Rainbow genannt, ist eines der bekanntesten Lieder der späten 1930er Jahre. Es ist Teil der Filmmusik zum Musicalfilm Der Zauberer von Oz.
Der Titel wurde zwar ursprünglich für die Verfilmung des Romans Der Zauberer von Oz von 1939 geschrieben und dort von der jungen Judy Garland gesungen. Aber bereits wenige Tage nach der Filmpremiere (15. beziehungsweise 17. August 1939) waren vier Versionen des Liedes auf dem Markt, die alle innerhalb eines Monats in die Top Ten kamen:
- Glenn Miller and His Orchestra
- Larry Clinton and His Orchestra
- Bob Crosby and His Orchestra
- Judy Garland
Da der Text neutral formuliert war, konnte er unverändert sowohl von Männern als auch von Frauen interpretiert werden.
1940 wurde er mit dem Oscar ausgezeichnet.
Zusammen mit Irving Berlins White Christmas wurde das Lied durch die US-amerikanischen Truppen im Zweiten Weltkrieg zum Symbol der Sehnsucht nach der Heimat adaptiert.
Anmerkungen zur Version von Israel Kamakawiwo'ole
Seine schlichte Version (in C-Dur) wird nur mit einer Ukulele im double time feeling begleitet und ist durch seine Stimme mit sehr zurückhaltendem Volumen geprägt. Er singt nicht den Oktavsprung (auf „somewhere“), sondern nur eine Prim (zweimal das gleiche obere C). Beim B-Teil weicht er ebenfalls von der Original-Melodie ab, die da eine Terzenfolge verlangt hätte.
Harmonisch beschränkt sich Israel auf die Grundakkorde, allerdings hat er einige Erweiterungen vorgenommen: Eine Einleitung, die er mit der Kadenz C-Am-F beginnt. Und am Ende jedes A-Teiles geht er nicht auf C-Dur (die Tonika), sondern auf Am-F (keine Quinte). Dadurch werden für den Zuhörer die Strophen nicht wirklich abgeschlossen, was eine eigene Spannung erzeugt.
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DieBaerenbrüder