Robinie, Falsche Akazie (Robinia pseudoacacia)
Gestalt: Die sommergrüne Robinie ist ein bis zu 30m hoher Baum mit einer rundlichen, lichten Krone. Ihr Stamm gabelt sich oft bereits in Bodennähe in große Äste. Die graubraune Rinde ist dick und tief durchfurcht.
Blätter: An einer 20-30 cm langen Mittelrippe sitzen zahlreiche ovale Teilblättchen mit glattem Rand. Meist sind am Ansatz des Blattstiel deutlich zwei Dornen zu erkennen. Im Herbst verfärbt sich das Laub gelb.
Blüten: Im Mai und Juni erscheinen zahlreiche weiße Blüten in 10-15 cm langen Trauben, die einen angenehmen Duft verströmen.
Früchte: Die braunen, flachen Hülsen werden im September und Oktober ausgebildet, bleiben aber bis in den Winter hinein am Baum.
Vorkommen: Atlantisches Nordamerika; in Mitteleuropa als Park- oder Forstbaum angepflanzt.
Besonderes: Die Robinie ist kein einheimischer Baum. Trotzdem nehmen Bienen das Nektarangebot seiner zahlreichen Blüten gerne an (>Akazienhonig<). Die Robinie ist ein besonders schnellwüchsiger Baum. Da in seinen Wurzeln Bakterien leben, die den Stickstoff der Luft in Pflanzennährstoffe umwandeln, kann er als Pionier auch nährstoffarme Böden besiedeln. Robinienholz ist hart und äußerst wetterfest.
Bestimmungstipp: Neben den Blüten und den charakteristischen Blättern zeichnet sich die Robinie durch Dornen an der Basis des Blattstiels aus. Die lang herabhängenden Blütentrauben (im späten Frühjahr und frühen Sommer) und Früchtetrauben (im Herbst und Winter) sind schon aus der Ferne ein typisches Kennzeichen der Robinie.