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Magnesit Hohentauern EarthCache

Hidden : 8/12/2016
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Das Bergwerk befindet sich in der Nähe von Hohen Tauern, etwa zwei Kilometer nordwestlich des Triebensteins auf einer Höhe von etwa 1150 Metern.


Es liegt zwischen den nördlichen Kalkalpen und den südlich gelegenen ostalpinen Zentralalpen. Der Bereich wird auch als "Steirische Grauwacken Zone" bezeichnet.

Sie befindet sich im Karbon der Veitscher Teildecke innerhalb der nördlichen Zone. Dies ist ein maximal 25 Kilometer breiter Streifen der sich vom Vorarlberg im Westen über rund 450 Kilometer bis in die Nähe von Ternitz im Osten erstreckt. Hier verschwindet er unter der jungteritären Bedeckung des Wiener Beckens.

Von den Bewohnern wurde der Bergbau hier "Bruch im Sunk" genannt.

Als Schmuckstein wird Magnesit als relativ weiches Material normalerweise nicht verwendet. Jedoch ist es in diversen Stützen als Baumaterial eingesetzt und auch bekannte Altäre wurden damit errichtet.

Der genaue Beginn der bergbaulichen Tätigkeit ist wie in anderen Gebieten geschichtlich nicht eindeutig belegt, jedoch existieren Dokumente das bereits 1641 mit dem Bildhauer M.J. Pock ein Vertrag zur Lieferung von "schwarz und weiß" gespäntem Steirisch- oder Klagenfurtischem Märbel Stein geschlossen wurde. Der offensichtlich hier aus diesem Steinbruch stammte und für die Seitenpfeiler des Hochaltars im St. Stephans Domes in Wien verwendet wurde. Weiterhin wurde das Gestein für die Stadtpfarrkirche St. Nikolai in Rottenmann, in der Kirche St. Lorenzen im Palten Tal und natürlich in der Bergkirche von Hohen Tauern eingesetzt.

Am bekanntesten ist die Verwendung des Pinolitmagnesit's im Stift Admont nach dem verheerenden Brand von 1865. Doch bereits vorher wurde der Pinolit für Fenster und Türen im Stift Admont eingesetzt.

Hier in der Lagerstätte wurden auch während der Abbauarbeiten diverse Mineralfunde gemacht.

Erst durch den erhöhten Bedarf für feuerfestes Material zur Stahlerzeugung in der Mitte des 19. - Jahrhunderts wurde auch der Bergbau hier forciert.

Der Abtransport gestaltete sich wegen der Lage als sehr schwierig. Anfänglich existierte nicht einmal eine Straßenverbindung nach Hohen Tauern bzw. zur Passstraße. Das Abbruchmaterial wurde mit Seilbahnen und an sogenannten Bremsbergen bis zur Weiterverarbeitung ins Tal nach Trieben befördert. Im Tagebau wurde hier auf bis zu 14 Etagen Magnesit abgebaut. Untertage ging der Abbau im Bereich der Sohle (derzeitiger Eingang) ebenfalls auf mehreren Etagen weiter. Die letzten Jahre erfolgte der Abbau, auch wegen der Probleme mit der Lagerung vom Abraum größtenteils nur noch im Tiefbau.

Da hier aus der Region fast niemand im Bergbau arbeiten wollte, wurden bereits damals schon vor dem 1. Weltkrieg Fremdarbeiter aus Italien, Böhmen, Slowenien und dem Sudetenland hier eingesetzt. Nur knapp 1/3-tel der Belegschaft kam aus der Region.

Auch mit Zwangsarbeitern in den beiden Weltkriegen konnten keine guten Erfahrungen gesammelt werden. Mitte der 50-er Jahre wird durch die Elektroversorgung eine deutliche Mechanisierung der Arbeiten vorgenommen. Dies war auch damals schon, bzw. wieder dem Arbeitskräftemangel geschuldet insbesondre beim Bergbau. Hierdurch konnte die Fördermenge deutlich erhöht werden. In den 60-er Jahren zählte der Magnesit Abbau und die angeschlossenen Produktionsstätten zu den modernsten in Europa.Anfang der 90-er Jahre musste jedoch der Bergbau hier in diesem Steinbruch bei Hohen Tauern eingestellt werden. Durch niedrige Produktionskosten in Billiglohnländern und geringeren Auflagen beim Abbau war es nicht mehr wirtschaftlich hier in diesem Bergwerk Magnesit zu fördern.

In dem an den Koordinaten liegenden ehemaligen Bergwerk wurde von etwa 1900 bis kurz vor der Jahrtausendwende Magnesit abgebaut.

Über die Hälfte der weltweit vorkommenden Magnesit Vorräte lagern in China. Dies ist neben der strengeren Auflagen beim Abbau in Europa auch der Grund für die Einstellung der bergbaulichen Tätigkeit hier an dieser Stelle. Bis in die 50-er Jahre hatte Österreich eine Art Magnesit Monopol.

Hinter dem Bergwerk erstreckt sich der rund 1800 Meter hohe Triebenstein. Dieser entstand im Zeitalter des Karbon vor etwa 360 bis 299 Millionen Jahren. Aufgrung des meist weichen Gesteins in dieser Region sind die Berge hier meist rundlich mit sanften Kuppen und mit geringer Bewaldung. Dieser Umstand macht sie für das alpine Skifahren sehr interessant.

Die hier vorhandene Lagerstätte liegt in einem Gebiet das aus Trümmern anderer Gesteine entstand (klastisch). Sie ist aus den überall in der Natur vorkommenden und in dem früher hier vorhandenem Meer bzw. Gletscher entstanden. Es sind so genannte Carbonate, diese kommen überall in der Natur vor. Die Gefügemerkmale der von kleiner Schieferung überdeckten Magnesitstöckesind metasomatisch- Die Veitscher Decke ist hier in drei Typusprofile unterteilt, die Steilbachgraben Formation, die von Kalken des Triebensteins überlagert wird, die Triebenstein Formation mit einer liegenden Abfolge von gebankten und teilweise fossilführenden Kalkmarmoren (insbesondere östlich) und der Sunk Formation mit Graphiten. Die Triebenstein Fomation ist eine karbonatische Schelfentwicklung, in der die linsenförmigen, massigen Karbonatkörper als vereinzelte Biotherme angesehen werden.

Geologisch haben sich aus dem Ur - Mittelmeer dem Tethys vor rund 400 bis 250 Millionen Jahren aus dem Meeresboden durch die Auffaltung der Alpen die hiesigen Grauwackenzonen gebildet. Sie bildeten mit den abgelagerten Kalken und Stöcken die so genannten Kalkalpen und gehören zur ostalpinen Decke. Diese Einheit erfuhr während der alpidischen Orognese während der Kreidezeit ihre tektonische und metamorphe Überprägung in Grünschieferfazies. Im Tertiär folgte eine intensive Bruchtektonik. In der Lagerstätte ist Spatmagnesit meist Pinolithmagnesit in drei Lagern, Liegend-, Mittel- und Hangendbank gebunden. Der Ursprung die so genannten Wirtssteine sind Flachwasserorganismen (Brachiopoden und Korallen) führende marine Karbonatgesteine (Dolomite und Kalke), die von Lagern graphitischer klastischer Gesteine getrennt sind. Die einzelnen Magnesitlager scheinen in die alpidische Tektonik eingebunden zu sein. In der Tiefe lösen sich die oberflächlich mir etwa 30 bis 40° nach Nordwest abtauchenden Lager in zylindrische und linsenartige Körper auf deren Einfallen sich in der Tiefe mit Annäherung an die Basisüberschiebung des Oberostalpins (nach Wien zu) zunehmend verflacht. Die Grauwacken Zone besteht aus grauen bis grau-grünen Steinen, die einen hohen Anteil an Feldspat haben.

Magnesit ist in der Natur weit weniger verbreitet als Calcit, es kommt jedoch in größeren dichten und Massen vor. Magnesit Vorkommen sind normalerweise an silikatische Dolomite oder Magnesite bzw. ultramafische Gesteine gebunden. Die Silikat Gesteine sind die in der Erdkruste am häufigsten vorkommenden Gesteine.

Die weltweit größten Magnesit Lagerstätten sind schichtgebundene, zumeist Linsen- Stock bis Schichtförmige Erzkörper in marine (früher zum Meer gehörend) Plattformsedimenten wie beispielsweise Veitsch in der Steiermark.

Magnesit ist ein häufig vorkommendes Mineral der Klasse "Carbonate und Nitrate". Wegen seiner hohen Temperaturbeständigkeit ist es ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von feuerfesten Sintermagnesitziegeln für Hochöfen. Sinter bildet sich durch Abscheren von im Wasser gelösten Mineralien. Hierdurch wurde die Stahlerzeugung in den letzten Jahrhunderten erst wirtschaftlich und industriell möglich.

Entsprechend der Entstehung bzw. der Lagerstätten unterscheidet man Kristallin körnigen Magnesit nach seinem Fundort. Unter extremen Bedingungen und im Labor nicht nachzubildender Zustände entstanden die Gesteine damals hier in den Lagerstätten. Sie bezeichnet man auch als Gänge oder nach ihrer Entstehung hydrothermale Gänge. In dieser hydrothermalen Phase entstand unter Ausscheidung aller gesteinsbildenden Materialien aus den Restschmelzen die heißen mineralgesättigten Lösungen, auch hydrothermale Sole genannt. Diese Lösungen sind in Klüfte und Spalten eingedrungen und haben sich hierbei schnell abgekühlt. Durch die aufsteigenden Magmenintrusion – Lösungen kam es zur beschleunigten Abscheidung der Minerale, diese Kanäle waren das Transportmittel. In Österreich wird er auch als "Typus Veitsch" bezeichnet, als hydrothermale aus verdünnten Lösungen ausgeschiedene (hydrothermal)  Dolomit und dolomitischen Gestein. Als Dolomit bezeichnet man Gesteine die zu 90% aus dem Material Dolomit bestehen. Die Ablagerung erfolgt Schichtgebunden und Schichtförmig in linien- und stockförmigen Zonen in Carbonaten z.B. Eisenspat das in der Natur häufig vorkommt. Weiterhin auch in Sandstein und aus den Trümmern anderer Steine stammenden  (klastischen) Sedimenten.

Die Grauwacken Zone ist die Grenzlinie zwischen den Zentralalpen und den nördlichen Kalkalpen. Als Grauwacke bezeichnet man Gesteine die grau bis graugrün aussehen und einen hohen Anteil an Feldspat und Matix haben, unter UV – Licht fluressziert Magnesit bläulich bis grünlich. Die meist dunklen Gesteine wurden vorwiegend bei der Variszischen Gebirgsbildung aufgefaltet. Im Bereich der Lagerstätte ist die "Veitscher Decke" im Nordosten von der nordischen Decke überschoben Lithologisch (Die räumliche und strukturelle Gliederung von Gesteinseinheiten ausschließlich nach ihren Eigenschaften) besteht diese aus mehrfach deformierten altpaläozoischen Phylliten und plattigen Grünschiefern. Bekannt ist die Lagerstätte durch das häufige Auftreten von Pinolit mit einem grob kristallinen Magnesit - Wachstumsgefüge mit "Eisblumentextur". Dies entstand, da bei der Kristallsprossung Pigment und tonige Verunreinigungen zwischen den oft cm großen Pinienkern (Pignolinen) förmigen hellen Magnesitkristallen ein dunkles Intergranulatnetz formten. Große Pinolitkristalle können graphitische Bestandteile, Quarzkörner, Kiesflitter und Reste von Dolomit umwachsen. Die Pinolitttextur ist ein Hinweis auf Magnesitbildung in Zeiten relativer tektonischer Ruhe, die bei Belebung der Tektonik in eine Talkbildung umschlug. Hier fiel auf das die Magnesitkörper in den klastisch stark beeinflussten Liegendabschnitten der Karbonfolge (Steilbachgraben Formation) und unter der eigentlich karbonatisch ausgebildeten Triebenstein Formation liegen, die frei von jeglichen Magnesitbildungen sind. Im Fall von epigenetischer Mineralisation haben die dafür verantwortlichen Fluide die Triebenstein Formation nicht betroffen.

Die Mineralisation fand im Proterozoikum bzw. Paläozoikum statt. Das alpine Paläozoikum enthält zahlreiche Lagerstätten unterschiedlicher Genese. Im Proterozoikum erstanden die ersten Lebewesen die auch Sauerstoff in die Atmosphäre Abgaben. Im Paläozoikum dem so genannten Erdaltertum entwickelten sich die hartschaligen Fossilien. Die Lagerstätte liegt in Klastisch beeinflussten marinen Karbonatgestein (Steilbachgraben Formation, Vise) der Vietscher Decke der Grauwackenzone. Die Metamorphosebedingungen für die Veitscher Decke werden im Bereich der Grünschieferfazies bei 450°C und 3 bis 4 kbar angegeben. Die penetrative Deformation erfolgte bei der letzten globalen Gebirgsbildungsphase (alpidischen Orognese) in der Kreidezeit. Sie führte zu Krustenverkürzung bis zu 60% senkrecht zum Streichen sowie nach zuerst Nordwest und anschließend Nordost gerichteten Translationen.

Der Magnesit der Ostalpen ist einer der wichtigsten bergbaulichen Rohstoffe in Österreich. Man unterscheidet die nachfolgenden genetisch unterschiedlichen Magnesittypen, Spatmagnesite vom Typus Veitsch dies sind grobkristalline Magnesite meist stockförmig in Karbonatserien, den Typus Kraubath dies sind feinkörnige Magnesite als Gänge in Ultramafiten, den Typus Bela Stena das sind massige oder laminierte Magnesite in limnischen Sedimenten (Sinterkörper), den Typus Greiner dies ist Magnesit metamorpher Entstehung in und an Rändern von Serpentiniten und den Typus Hall ein salinarer Typ von Magnesit. Wegen seiner hohen Qualität ist es weltweit sehr begehrt. Hier in dem Bergwerk wurde von 1907 bis 1991 industriell Magnesit abgebaut.

 

Zum Lösen der Aufgaben ist es am besten nach dem Eingang rechts den langen Gang durch das Bergwerk zu gehen und die an beiden Seiten angebrachten Infotafeln aufmerksam zu lesen.

Im Bergwerk kann man an diversen Stellen die damalige Arbeit der Bergleute sehen und in verschiedene Stollen schauen. Es folgt ein ehemaliges Abbaugebiet und eine Verladestation die noch bis in die 90-er Jahre genutzt wurde. Danach gelangt man auf einen großen freien Platz an dem früher der Tagebau abgewickelt wurde. Hiernach kann man in weiteren Stollen auch eine Besonderheit dieses Bergwerkes bestaunen, hier im Bergwerk gab es mal ein Kino. Heute wird dieser Bereich noch für Veranstaltungen und Feiern genutzt.

In den Hütten im Freien befinden sich noch weitere Infos rund um das Thema Bergbau in der Region. Hier findet man noch diverse Darstellungen und auch Werkzeuge wie Bohrhämmer der damaligen Zeit.

Weiterhin besteht die Möglichkeit über einen Klettersteig die weiteren Tagebaustätten im oberen Bereich zu besichtigen.

Von hier oben kann man auch auf einen Adlerhorst blicken.

Als Highlight für Kinder und jung gebliebene besteht dann die Möglichkeit über eine lange Rutsche wieder herunter ins Tal zu gelangen.

Parallel zur Rutsche führt jedoch auch ein kleiner Wanderweg wieder herunter.

 

Um die Fragen zu beantworten ist es sinnvoll das Bergwerk zu betreten. Mit der Murtal-Card ist der Eintritt frei.

 

Zum Loggen sende bitte E-Mail oder Nachricht mit den beantworteten Fragen an mich.

Die Logerlaubnis braucht ihr nicht abzuwarten - sollten die Antworten falsch sein melde ich mich.

 

 

A - Vor wie viel Millionen Jahren entstand hier das Magnesit?

 

B - Welche geologischen Besonderheiten wurden außer Magnesit noch hier im Bergwerk gefunden? Nenne mir bitte mindestens drei (Nicht Graphit)

 

C - Wodurch unterscheidet sich der Magnesit hier Besonders vom Aussehen zu anderen Fundorten, wie entstand diese Besonderheit und wie nennt Mann diese Art?

 

D - Wie kann man auf einfache Weise die Sichtbarkeit der Struktur an polierten oder geschnittenem Magnesit verbessern? Das Material ist in der Nähe vorhanden.

 

E - Wieso wird Magnesit gewöhnlich nicht als Schmuckstein verwendest, welche Mohshärte hat es?

 

 

 

Optional macht ein schönes Foto von Euch vor dem Ort, oder auch im Bergwerk.

 

 

Quellen;

Steiermark - http://steiermark.orf.at/news/stories/2593025/

Mineralablagerung - https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/%D6sterreich/Steiermark/Murtal%2C%20Bezirk/Hohentauern/Magnesitbergbau%20Sunk

Magnesit Abbau Hohen Tauern - http://www.unterirdisch-forum.de/forum/showthread.php?t=10570

Styromag - http://www.styromag.at/de/Produktion/

Wikipedia - https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

Google - https://www.google.de/?gws_rd=ssl

Additional Hints (Decrypt)

Orv "O" avpug qre Tencuvg

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)