Wo sollte dieser beginnen, wenn nicht an dem „Guten Ort“ am Hoheloh.
Station 1 „Guter Ort“
Der Friedhof ist für die Juden von zentraler Bedeutung. Es ist der so genannte „Gute Ort“.
Schaut euch ein bisschen um. Das kleine Gebetshaus (Leichenhalle) und die Wasserentnahmestelle entstanden Mitte der dreißiger Jahre.
Auf diesem Friedhof suchen wir Blumen vergeblich. Blumen sind vergänglich und gehörten lange Zeit nicht auf einen jüdischen Friedhof. Die Toten werden durch kleine Steine, die auf die Gräber gelegt werden, geehrt. Manchmal liegen unter den Steinen kleine Zettelchen mit Wünschen oder Gebeten.
Frage: In welchem Jahr wurde das Eingangstor des Friedhof´s erneuert? Die Antwort ist A.
Station 2 Haus Levi in der Riemenschneiderstraße 7, Stolperstein/e
Abraham Levi übernahm in der Suhler Gemeinde eine besondere Rolle, er wurde jüdischer Lehrer und Prediger. Er verstarb am 28. 9. 1940 durch einen Herzschlag. Seine Frau Deborah und seine Tochter Jenni wurden mit dem letzten „Umsiedlungstransport“ von Suhl nach Theresienstadt deportiert. Theresienstadt war ein Ghetto in der ehemaligen Tschechischen Republik, dem damaligen Protektorat Böhmen und Mähren. Die Bedingungen glichen denen eines Konzentrationslagers. 1942 kamen Transporte aus ganz Europa dort an und das Ghetto war mit über 53.000 Menschen überfüllt, die Folgen waren Seuchen. Deborah verstarb dort, vielleicht an einer Seuche. Die Tochter Jenni wurde von Theresienstadt nach Auschwitz oder Treblinka deportiert. Dort starb sie in einer Gaskammer. Max Levi konnte noch rechtzeitig nach Amerika emigrieren, ebenso wie Jennis Tochter Ruth.
Frage: Wie viele zugemauerte Kellerfenster sind zu sehen? Die Antwort ist B.
Achtung! Bitte ab hier die Frage zu Antwort M beachten!
Station 3 Haus Brylewski in der Kellerstraße 4, Stolperstein/e
Aron Brylewski übernahm das im 19. Jahrhundert entstandene Warenhaus am Markt von Herrn Leschziner. Das Sortiment bestand aus Herren- und Knabenkleidung. Das Kaufhaus besaß einen großen und treuen Kundenstamm.
Ab Sommer 1939 wurde jüdischen Bürgern befohlen, in „Judenhäuser“ zu ziehen. In Suhl war das die Kellerstraße 4. Jede Familie hatte ein Zimmer bekommen.
In der Pogromnacht wurde Aron Brylewski so brutal zusammengeschlagen, dass seine Schreie weit zu hören waren. Er wurde eingesperrt. Am nächsten Tag wurde er wieder frei gelassen. Die Schikanen nahmen kein Ende. Am 9. 5. 1942 schließlich wurden auf Befehl Himmlers Aron Brylewski und seine Ehefrau Emma verhaftet. Einen Tag später wurden Aron und Emma Brylewski zusammen mit anderen Suhler Juden nach Belzec bei Lublin in Polen deportiert und dort ermordet.
Frage: Welche Buchstaben verzieren die Tür? Die Summe der Buchstabenwerte ergibt Antwort C.
Station 4 Judithstraße
Hier befand sich das jüdische Viertel von Suhl, die Judengasse, heute Judithstraße.
Frage: Welche Zahl steht auf dem Stein in der Mitte des Lilliplatzes? Die Antwort ist D.
Station 5 Wohnung der Familie Mühlfelder in der Rimbachstraße 4, Stolperstein/e
Julius Mühlfelder hatten die Nazis auf einer Dienstreise in seinem Hotel verhaftet und ins Konzentrationslager nach Buchenwald gebracht. Im Dezember 1938 wurde er entlassen und konnte im Januar 1939 in die USA emigrieren.
Die Familie Mühlfelder wurde im Sommer 1939 befohlen, in „Judenhäuser“ zu ziehen. In Suhl war das die Kellerstraße 4.
Am 12. 9. 1939 erhielten Minna, Ellen und Ludwig Mühlfelder die Visa zur Ausreise in die USA. Am 21. 11. 1939 konnten die drei endlich Deutschland verlassen, und am 24. 11. 1939 von Rotterdam nach New York übersetzen. Am 5. 12. 1939 lag sich die Familie in New York in den Armen.
Frage: Wie viele Klingeltaster befinden sich an der Sprechanlage? Die Antwort ist E.
Station 6 Wohnung Käthe Sander im Steinweg 20, Stolperstein/e
Frage: Wann wurde das Gebäude errichtet? Die Antwort ist F.
Station 7 Haus Sander im Steinweg 26 (Rokokohaus), Stolperstein/e
Das Geschäft der Sanders befand sich im Erdgeschoss des Hauses. Die Familie Sander selbst wohnte im ersten Stock und im zweiten Stock wohnte Familie Rehfeldt (keine jüdische Familie).
Frage: Wann wurde das Gebäude umgebaut? Die Antwort ist G.
Station 8 Wohnung der Flora Sander/ Siegfried Goldmann im Steinweg 33, Stolperstein/e
Frage: Wann wurde das Gebäude errichtet? Die Antwort ist H.
Station 9 Wohnung der Familie Sander in der Bahnhofstraße 9, Stolperstein/e
Frage: Mit wie vielen blauen Gläsern ist die Tür verziert? Die Antwort ist I.
Station 10 Haus Dr. Marcus in der Bahnhofstraße 17a, Stolperstein/e
Seine Zahnarztpraxis betrieb er in der Bahnhofstraße 17a, dem Haus, das heute noch unter derselben Adresse existiert. Die Praxisräume befanden sich im Untergeschoss und seine Wohnung in den oberen Stockwerken. Viele Suhler kamen über Jahre gerne zu ihm.
Mitte 1939 emigrierte die Familie Marcus nach Bussum, einer kleinen Stadt in den Niederlanden. Dort überstand sie den Zweiten Weltkrieg. 1946 stellte Dr. Marcus in Suhl den Antrag auf Rückerstattung aller zwangsverkauften Besitztümer, was sofort genehmigt wurde. Nach Suhl kehrte Dr. Marcus trotz eines Antrages auf Wiederaufnahme nicht zurück und verbrachte seinen Lebensabend bis in die 50er Jahre wohl in Bussum.
Frage: Wie viele Stufen führen zum Eingang? Die Antwort ist J.
Station 11 Haus Goldmannn in der Friedensstraße 6, Stolperstein/e
1938 wurde Adele Goldmann von den Nationalsozialisten um ihr Hab und Gut gebracht. Das Haus in der Kaleyßstraße wurde arisiert. Adele zog mit ihrer Ziehtochter Clothilde zu den Sanders in die Herrenstraße. Hier ereilte Clothilde im Mai 1942 die Aufforderung, sich an der Sammelstelle in der Hohelohstraße/Ecke Lilistraße einzufinden. Am 10. 5. 1942 wurde Clothilde nach Belzec deportiert und fand dort den Tod. Der letzte Transport Suhler Juden in Vernichtungslager fand im September 1942 statt. Fast 80-jährig war nun auch Adele Goldmann unter den Deportierten. Am 20. 9. 1942 wurde sie unter der Transportnummer XVIII 856 nach Theresienstadt gebracht und verstarb dort am 30. 9. 1942.
Frage: In welchem Jahr erhielt das Gebäude den Denkmalpreis der Stadt Suhl? Die Antwort ist K.
Gang durch den Stadtpark
Station 12 Haus der Deportation, Straße der Opfer des Faschismus
Von diesem Ort erfolgte 1942 die Deportation jüdischer Bürger aus dem Raum Suhl in die NS-Vernichtungslager Belzec und Theresienstadt.
Frage: Vor Ort findet ihr eine Gedenktafel. Mit wie vielen Schrauben ist das Schild befestigt? Die Antwort ist L.
Stolpersteine
Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in 1099 Orten Deutschlands und in zwanzig Ländern Europas.
'Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist', zitiert Gunter Demnig den Talmud. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch.
Frage: Wie viele Stolpersteine hast Du auf dem Rundgang gefunden? Bitte nur die, an den angegebenen Stationen zählen. Die Antwort ist M.
FINAL N 50° 3 (A+C+E+G+I+K+M+421)
E 010° 4 (B+D+F+H+J+L-2.223)
Die Länge der Runde beträgt ca. 2,5 km. Alle Fragen sind vor Ort lösbar. Das aufmerksame Lesen des Listings kann Euch einen 2. Rundgang ersparen. 
Die Koordinaten gelten nur zur Orientierung. Im Listing haben wir immer die Straßen und Hausnummern angegeben. Es ist immer das Gebäude gemeint, vor dessen Eingang sich die Stolpersteine befinden.
Wir hoffen ihr habt viel Spaß auf dieser Reise durch die Vergangenheit und gegen das Vergessen!
Quellen: „Kleinen Suhler Reihe“ (25) Jüdisches Leben in Suhl
http://www.stolpersteine.eu/
Englische Übersetzung von SchwarzerHollunder (Vielen Dank für die Mühe)
We would like to invite you to a small walk through Suhl to some places of Jewish life in Suhl.
Where should this walk start if not at the “good place” at the Hoheloh.
Stage 1: “Good place”
The cemetery is crucial to Jews, it’s the so called “good place”.
Take a look! The small house of prayer (mortuary) and the water intake point were built in the mid 30s of the 20th century.
We are looking for flowers at this cemetery in vain. Flowers are transitory and were commonly not found on a Jewish cemetery. You pay tribute to the passed by laying small stones on the graves. Sometimes, small pieces of paper with wishes or prayers can be found under these stones.
Question: In which year was the gate of the cemetery (“Eingangstor”) renewed? The answer is A.
Stage 2: House Levi, Riemenschneiderstraße 7, “Stolperstein/e”
Abraham Levi was very important to the Jewish community in Suhl, he was a teacher and a rabbi. He died on Sept. 28th 1940 of a heart attack. His wife Deborah and his daughter Jenni were deported with the last train to Theresienstadt. This was a ghetto in the former Czech Republic and the formerly so called “Protectorate of Bohemia and Moravia”. The conditions can be compared to those in a concentration camp. In 1942, transports from all of Europe arrived there and with 53,000 people living there it was overcrowded. In consequence, epidemics were rampant. Deborah died there, maybe of a disease. Jenni was deported to Auschwitz or Treblinka. There she was murdered in a gas chamber. Max Levi as well as Jenni’s daughter Ruth were able to emigrate to the U.S.
Question: How many bricked cellar windows can be found in this house? The answer is B.
Stage 3: House Brylewski Kellerstraße 4, Stolperstein/e
Aron Bryleswki took over the department store at the market from Mr. Leschziner. This was founded in the 19th century. The range of products was men’s and boy’s clothing. The store had a large and loyal client base.
From summer 1939 on, Jewish people were told to live in Jewish houses (“Judenhäuser”). In Suhl, this was Kellerstraße 4. Each family only got one room.
In the night of Nov. 9th 1938 during the night of the pogroms Aron Brylewski was beaten up so brutally that his cries could be heard over a large distance. He was imprisoned and set free the following day. The harassment did not stop. Finally Aron Brylewski and his wife Emma were imprisoned on Sept. 9th 1942 on orders of Heinrich Himmler. One day later both – together with other Jews from Suhl - were deported to Belzec near Lublin in Poland and murdered there.
Question: Which letters can be found on the door? The sum of the character values is C.
Stage 4: Judithstraße
In former times the Jewish quarter of Suhl was here. The street was called „Judengasse“ (Jewish lane), today Judithstraße.
Question: Which number can be found on the stone in the middle of the Lilliplatz? The answer is D.
Stage 5: Flat of the Mühlfelder family, Rimbachstraße 4, Stolperstein/e
Julius Mühlfelder was imprisoned by Nazis in a hotel room during a business trip and directly brought to the concentration camp of Buchenwald. In December 1938 he was set free and he could emigrate to the U.S. in January 1939.
In summer 1939 the Mühlfelders were told to move to a “Jewish house”. In Suhl, this was Kellerstraße 4.
On Sept. 12th 1939 Minna, Ellen and Ludwig Mühlfelder got visa allowing them to emigrate to the U.S. On Nov. 21st 1939 they finally left Germany and travelled to New York (the ship left Rotterdam on Nov. 24th 1939). On Dec. 5th 1939 the family met again in New York.
Question: How many doorbell pushbuttons can be found? The answer is E.
Stage 6: Flat Käthe Sander Steinweg 20, Stolperstein/e
Question: When was the house built? The answer is F.
Stage 7: House Sander, Steinweg 26 (Rokoko-House), Stolperstein/e
Sander’s shop was on the ground floor of this house. The family lived in the first floor and above the family Rehfeldt (non-jewish).
Question: When was the building reconstructed (“Umbau”)? The answer is G.
Stage 8: Flat of Flora Sander / Siegfried Goldmann, Steinweg 33, Stolperstein/e
Question: When was the house built? The answer is H.
Stage 9: Flat of family Sander, Bahnhofstraße 9, Stolperstein/e
Question: The door is decorated with blue glasses. How many can you see? The answer is I.
Stage 10: House of Dr. Marcus, Bahnhofstraße 17a, Stolperstein/e
Dr. Marcus had his dental surgery in this house, today still the same address. The rooms of the surgery were in the basement and the flat in the upper floors. Many citizens of Suhl were his patients.
In the mid of 1939, the family Marcus emigrated to Bussum, a small town in the Netherlands. There they endured WW II. In 1946 Dr. Marcus applied for refund of his property (it was auctioneered forcefully). This request was immediately approved. Dr. Marcus did not get back and is supposed to have stayed in Bussum until his death in the mid 50s.
Question: How many steps lead to the entrance? The answer is J.
Stage 11: House Goldmann Friedenstraße 56, Stolperstein/e
In 1938, Adele Goldmann was deprived of her possessions by the Nazi Regime. The house Kaleyßstraße was “arianised” (this means: given to non-jewish white Caucasians). She moved together with her foster daughter Clothide to Herrenstraße in the house of family Sander. In May 1942, Clothilde got the order to report at the collection point Hohelohstraße/ corner Judithstraße. On May 10th 1942 Clothilde was deported to Belzec und murdered there. The last transport of Jews from Suhl to an extermination camp took place in Sept. 1942. With nearly 80 years, also Adele Goldmann was among these Jews. On Sept. 20th 1942 she was brought to Theresienstadt (No. XVIII 856) and died there ten days later.
Question: In which year did the City Council of Suhl award the “Denkmalpreis” (award for exemplary restoration) to this building? The answer is K.
Stage 12: Deportation house, Straße der Opfer des Faschismus
The deportation of the Jewish citizens from the Suhl region to the extermination camps of Theresienstadt and Belzec started here.
Question: You can find a plaque for the memory of these events. With how many bolts is the plaque fixed? The answer is L.
Stolpersteine
The artist Gunter Demnig commemorates the victims of the Nazi Regime by laying plaques out of brass into the pavement in front of their last residence. Meanwhile you can find STOLPERSTEINE in 1099 cities in Germany and in 20 European countries.
“A human being is not forgotten until his name is forgotten”, Demnig quotes the Talmud. With the plaques in front of their former residences the memory of the people who lived there in former times comes alive again. On the plaques you can read: HIER WOHNTE (“HERE LIVED”) … A stone. A name. A person.
Question: How many “Stolpersteine” did you find on your walk? Only the plaques directly at the stages are to be counted. The answer is M.
FINAL N 50° 3 (A+C+E+G+I+K+M+421)
E 010° 4 (B+D+F+H+J+L-2.223)
Additional tips:
Try to log without attracting attention and beware of muggles. TOTALLY ON TOP IN THE MIDDLE RIGHTSIDE. This information is not enough. Then read the listing. You know what is meant when you are at the final. Please put the cache at exactly the same place.
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