In den Zwanziger Jahren bemühten sich Cottaer Arbeiter, vor allem Mitglieder der SPD, um den Erwerb einer eigenen Versammlungsstätte. Nachdem der ursprünglich geplante Ankauf der Tanzgaststätte “Constantia” gescheitert war, entschloss man sich 1923 zum Bau eines “Volkshauses” auf der Hebbelstraße 35. Der ausschließlich mit Spendenmitteln und freiwilligen Arbeitsstunden finanzierte Bau konnte 1926 eingeweiht werden (Foto). Architekt war Kurt Bärbig, als Bauherr trat das Ortskartell der freien Organisationen von Cotta e. V. auf. 1928 wurde das Gebäude nochmals erweitert und besaß neben Tagungs- und Versammlungsräumen auch eine öffentliche Gaststätte mit Saal, Kegelbahn und Jugendzimmer. Nach 1945 übernahm die Stadt Dresden das Arbeiterheim und richtete hier 1964 das Kulturhaus “Richard Gärtner” ein. Gärtner war aktives Mitglied der SPD und maßgeblich am Bau des Volkshauses beteiligt. Noch nach 1990 fanden im Kulturhaus verschiedene Veranstaltungen statt. Außerdem ist das Volkshaus Sitz der Verwaltung und der Werkstätten des städtischen Puppentheaters. Im August 2001 wurde mit “Hebbel`s Schank- und Gartenwirtschaft” wieder eine Gaststätte eingerichtet, deren Räumlichkeiten derzeit jedoch nur noch für private Feiern vermietet werden.
Quelle: http://www.dresdner-stadtteile.de/West/Cotta/Strassen_Cotta/Hebbelstrasse/hebbelstrasse.html
Aktuell ist die Zukunft des Gebäudes ungeklärt. Wünschenswert wäre eine erneute kulturelle Verwendung. Aber ob dafür Geld zur Verfügung stehen wird, steht in den Sternen.