Einleitung:
Licht in der Wohnung bedeutet Sonne im Herzen.
Unter dieser Prämisse baute die Stadt Wien ab den 1920er Jahren Ihre Gemeindebauten.
Jedem Arbeitendem Menschen muß es möglich und leistbar sein, in einem lebenswerten Umgebung zu Wohnen und seiner Familie ein ebensolches Umfeld zu schaffen. Der Anschluss und der folgende Krieg beendete diese Form der Wohnraumgestalltung.
In der Zeit des Wiederaufbaues war kein Geld für neue Wohnbauten da und so hat es lange Zeit und eines besonderen Menschen bedurft, um Wohnungen wieder für Menschen und nicht nur für den Profit zu bauen.
Wo in anderen Metropolen, Plattenbauten aus dem Boden gestampft wurden, hat es Harry Glück geschafft mit den möglichen Finanziellen Mitteln Lebensoasen am Stadtrand oder in Baulücken der Stadt zu schaffen. Durch geschickt Planung wurden Gelder frei, die es ermöglichten, Grünoasen, Gemeimschaftsräume oder gar Saunen und Schwimmbäder in die Anlagen einzubinden.
Freilich, nicht alle Vorhaben sind gelungen, wie wir im Nachhinein feststellen können, aber im gesamten betrachtet, überwiegt das Genie dieses Architekten.
Diese Chachereihe soll Euch diese Bauten näher bringen und Euch einladen auch abseits des Chaches die Gestalltung der Anlage zu erleben.
Der Bau:
Flachbausiedlung Carabelligasse
Geförderte Eigentumswohnsiedlung, 188 Wohneinheiten, Fertigstellung 1979
Verdichteter Flachbau aus industriell vorgefertigten Stahlskelettbauten, die als Prototypen entwickelt wurden und von der GESIBA nach dem Willen der Stadt Wien als Alternative zur Zersiedelung des Stadtrands tausendfach in Wien sowie von der VÖEST in Lienz u.a. auch im Nahen Osten gebaut werden hätten sollen; zwei komplett möblierte Musterhäuser samt gestalteter Gärten wurden 1976 am Wiener Rathausplatz drei Wochen lang präsentiert. Schlussendliche Umsetzung auf einem langgezogenen Grundstück inmitten eines Einfamilienhausgebiets am nördlichen Stadtrand Wiens: zwei Bauteile, getrennt durch die Schwanngasse, mit 87 und 101 Wohneinheiten; ebenerdige Doppelhäuser auf durchschnittlich 375m² großen Parzellen, ebenerdige Atriumhäuser bzw. L-Typen auf rund 240m² sowie zweigeschoßige Reihenhäuser auf rund 200m² großen Grundstücken; alle mit Gärten, vielfach auch mit Vorgärten; jeweils 125 bis 130m² Wohnfläche. In jedem Bauteil ein Schwimmbad samt Sauna, im größeren Bauteil auch eine gemeinschaftliche Grünfläche. Garagen und Stellplätze außerhalb des Grundstückes; die Siedlung selbst ist verkehrsfrei; ihr westlicher Teil ist durch die Straßenbahn Linie 31 und 33 erschlossen.
Kindergarten Schwanngasse
Kindergarten, 6 Gruppen, Fertigstellung 1980
Stätischer Kindergarten, im Zusammenhang mit der Flachbausiedlung errichtet. X-Förmiges Gebäude mit zwei Geschoßen; sechs Gruppenräume um ein Glasgedecktes Atrium herum; ein Mehrzweckraum, drei Terrassen im 1. Obergeschoß, großer Garten.
Es ist nicht notwendig den Bereich des Kindergarten zu betreten!
Erstausstattung:
Logbuch mit Bleistift, kleiner Beutel Silikagel (bitte nicht entfernen)
2 Schlüsselanhänger, Feuerzeug, Isolierbandrolle, Haarspange, Erstfinderurkunde