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Die Geschichte der Sportanlage hat ihren Ursprung im Jahr 1909, als der BTuFC Britannia 1892 neben dem damaligen Berliner Gaswerk V an der Forckenbeckstraße den Britannia-Sportplatz anlegte. Der BTuFC Britannia wurde 1914 in „Berliner SV 92“ umbenannt. Nachdem das Gaswerk bis 1934 stillgelegt und abgerissen worden war, ließ die Wilmersdorfer Bezirksverwaltung auf dem freigewordenen Gelände eine ausgedehnte Sportanlage errichten, unter anderem mit dem Stadion am Lochowdamm. Hier fanden während der Olympischen Spiele 1936 Feldhandballspiele statt.
Die gesamte Anlage wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. 1945 wurde das Areal in Schrebergärten aufgeteilt und die Pächter konnten die Ernährung mit eigenem Gemüse und Obst aufbessern. Die Gärten wurden 1947 geräumt, um dort Trümmerschutt aus dem Bezirk Wilmersdorf ablagern zu können. Mittels einer Trümmerbahn und dem Einsatz von Fuhrwerken sorgten bis zu 300 Menschen im Rahmen der in der Nachkriegszeit üblichen Notstandsarbeiten für die geordnete Deponierung von insgesamt 1,1 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt, die Herrichtung einer kleinen Tribüne und die anschließende Bepflanzung der Aufschüttungen. Bei der offiziellen Einweihung des neuen Sportgeländes am 5. Mai 1951 durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Ernst Reuter, erhielt es den Namen Stadion Wilmersdorf, bezugnehmend auf den ehemaligen Berliner Bezirk Wilmersdorf, in dem das Stadion lag. Das damalige Fassungsvermögen betrug 50.000 Zuschauer.
Seine sportlich bedeutendste Zeit erlebte das Stadion in der Saison 1953/1954, als der Berliner SV 92 Meister der Vertragsliga Berlin wurde und bei seinen Heimspielen im Schnitt mehr als 6000 Zuschauer anzog. Seit 1974 ist das Stadion vom Ortsteil Wilmersdorf aus über die Fußgängerbrücke Hoher Bogen erreichbar, die sowohl die Ringbahn als auch die Stadtautobahn überbrückt und Euch beim Suchen Schutz vor den Autos bietet :-)