Wie sah es um die tägliche Verpflegung der Häftlinge aus? Hunger, Kälte und sehr harte körperliche Arbeit standen für die Inhaftierten im „Großen Fürstenholz“ auf der Tagesordnung. Der Tod war im Lager allgegenwärtig. Die Panzerfaust musste für die Wehrmacht produziert werden, um den von Goebbels herbeigesehnten „Endsieg“ noch zu erreichen. Die Fronten rückten immer näher, der Kriegsschauplatz verlagerte sich nach der Schlacht von Stalingrad zusehends nach Deutschland.
Trotzdem erzählte Charles Kotkowsky, ein bereits verstorbener Überlebender des Lagers in Flößberg, über die Verpflegung Folgendes: „Wir bekamen schwarzen „Ersatz-Kaffee“ zum Frühstück, mit dem sich manche auch wuschen. Wegen seines ekligen Geschmackes war es unmöglich ihn zu trinken. Wir gingen zur Arbeit und bekamen den ganzen Tag kein Essen. Sechs Uhr am Abend wurden wir in unsere Baracken zurück gebracht und wir bekamen Suppe und ein kleines Stück Brot.“
Wie gering die Rationen waren, entnimmt man dem nächsten Satz: „Einmal stahl einer von uns vier Laib Brot. Vierzig Menschen mussten an diesem Abend ohne ihre Portion auskommen.“Ein Laib Brot (zu Kriegszeiten!) durch 10 erwachsene Männer geteilt, als Ration, erschwerte das tägliche Überleben unmissverständlich.
„Wie hart und schwer und lang auch die Arbeit ist, so armselig ist die Nahrung: 450g trockenes Brot, etwas „Kaffee“ und eine wässrige Krautsuppe, Tag für Tags sollen den Hungertod gerade noch abhalten.“
Eine kleine Fußnote zu der Serie im Flößberger Wald. Ich als Owner und langjähriger Geocacher weiß, dass die Dosen und ihre Verstecke keine weltbewegenden oder besonderen sind. Die Route wurde entwickelt um mit Jugendgruppen und Schulklassen, die das erste mal Geocaching betreiben, die Geschichte des KZ-Außenlagers in einer etwas unkonventionellen, also nicht-klassischen Frontal-Führung, zu entdecken. Daher sind die Verstecke nicht zu schwierig und nicht zu abwechslungsreich gestaltet. Dies bitte ich nachzusehen. Für die komplette Runde benötigt man rund 2 ruhige Stunden.