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1000 Jahre Wolfurt #3 Kapelle Rickenbach Traditional Cache

This cache has been archived.

Bergspatz: Nach fast 7 Jahren braucht es wieder mal Platz für neues. Sollte jemand die Betreuung der Serie übernehmen wollen, kann man sich gern bei mir per PM melden.
Danke fürs suchen.

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Hidden : 9/10/2016
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


1000 Jahre Wolfurt:
“1000 Jahre Wolfurt” ist eine einfach zu findende Serie bestehend aus zwölf Traditional-Caches, die hauptsächlich als "Petlinge" versteckt sind.

Ziel dieser Serie ist es, euch die Geschichte von Wolfurt und Vorarlberg an historischen Orten näher zu bringen. Geschichten zu den jeweiligen Orten werden mit wertvollen historischen Bildern des Gemeindearchivs ergänzt.

Die Gesamtlänge der Runde beträgt 4,5 Kilometer entlang der historischen Römerstraße, heute die verkehrsberuhigte und fahrradfreundliche Hofsteigstraße “Obere Straße”. Mit dem Fahrrad ist die Runde in etwa 90 Minuten zu schaffen, zu Fuß sollten zweieinhalb Stunden eingeplant werden (Ohne Bonus).

Vergesst nicht, euch an allen Stationen die jeweiligen Bonuszahlen zu notieren, sodass ihr am Schluss den wohlverdienten Bonuscache heben könnt.

Viel Spaß beim Suchen und Lernen über die Geschichte von Wolfurt wünschen Bergspatz & Bauken77.


Zum Cache: 1000 Jahre Wolfurt #3 Kapelle Rickenbach:

Kapelle Rickenbach 1914
Die Kapelle Rickenbach im Jahr 1914, Blickrichtung vom heutigen Kiosk in Richtung der Kapelle. Damals gab es fast keine Autos – auf der heute stark befahrenen Straße spielten Kinder.

Kennst du dich mit Bau-Stilen aus? Wenn nicht, kannst du hier Einiges lernen. Diese Kapelle ist im Baustil Neo-Gotik ("neue" Gotik) erbaut. Typisch für gotische Gebäude ist unter anderem, dass sich die Fenster in einem Spitzbogen nach oben wölben.

Im Mittelalter (also um das Jahr 1200 herum) wurden Kirchen im Stil der „Gotik“ erbaut. Also müsste diese Kapelle rund 1000 Jahre alt sein…

Sie wurde aber 1886 erbaut und ist somit nur rund 130 Jahre alt. Die Erklärung: So wie in der Bekleidung alte Mode nach einigen Jahren wieder modern wird, wurde auch bei den Baustilen die „alte“ Gotik vor 130 Jahren wieder modern. Deshalb wird der Baustil dieser Kapelle als NEO-Gotik (als „neue“) Gotik bezeichnet. Kennst du die Schwarzacher Kirche? Auch sie ist in Neo-Gotik erbaut.

Schwarzacher Kirche
Die Schwarzacher Kirche ist (ebenso wie die Kapelle Rickenbach) in Neo-Gotik erbaut. (Foto: Friedrich Böhringer)

Wenden wir uns beim Thema Baustile zurück zum Mittelalter, das mit der Entdeckung von Amerika durch Kolumbus (1492) zu Ende ging. Nach der mittelalterlichen Gotik wurden um das Jahr 1500 die alten Baustile der Römer und Griechen wieder modern, die Bezeichnung dafür ist Renaissance, das heißt „Wiedergeburt“ des Römischen Baustils.

Als die Renaissance den Menschen nicht mehr gefiel, entstand der Baustil des Barock mit gelben Fassaden und den goldenen Barock-Engeln. Die Kirche in Bildstein ist im Barock erbaut.

Bildsteiner Kirche
Bildstein: Eine Kirche im Baustil „Barock“. (Foto: Friedrich Böhringer)

Um das Jahr 1800 fanden viele Menschen den Barock kitschig und überladen. Wieder einmal wurde der Stil der alten Römer und Griechen modern, die Bezeichnung für den Baustil: Klassizismus. Wenn du die Kirche am Dornbirner Marktplatz kennst, und dich wunderst, dass dort ein Griechischer Tempel steht: Die Kirche wurde 1840 erbaut, als griechische Tempel im Baustil des Klassizismus gerade angesagt waren.

Kirche St. Martin Dornbirn
Touristen wundern sich oft, warum am Dornbirner Marktplatz eine Kirche im Stil antiker griechischer Tempel steht. Die Erklärung: Als die St. Martin-Kirche in Dornbirn um 1840 gebaut wurde, war der Baustil der alten Griechen („Klassizismus“) wieder einmal modern.

Nach dem Klassizismus wurde die Gotik des Mittealters wieder modern, und zwar genau zu jener Zeit, als die Kapelle Rickenbach 1886 erbaut wurde.

Wenn die Kapelle offen ist, kannst du dir das Bild der „Heiligen Philomena“ mit der knienden Frau und den zwei Engeln anschauen. Möglicherweise gefällt dir das Bild nicht – und da bist du nicht der einzige. Schon vor 120 Jahren war dieser Mal-Stil (bezeichnet als Nazarener-Stil) mit den „braven, entrückten“ Heiligen nicht mehr zeitgemäß. Doch um das Jahr 1850 war der Nazarener-Stil top modern. Der Maler des Bildes heißt Gebhard Flatz und ist in Rickenbach geboren. Zu seiner Zeit war er sehr berühmt und seine Bilder waren beliebt.

Warum hat die kniende Frau eine Kette an der Hand? Sie war eine Christin und hieß Philomena von Rom. Philomena wurde im Jahr 302 enthauptet, weil die herrschenden Römer damals alle Christen verfolgten. Philomena ist heilig und gilt als Beschützerin der Kinder, der Schwangeren und auch der Gefangenen – deshalb hat sie eine Kette an der Hand. Gebhard Flatz hat zwei Engel neben Philomena gemalt, ihr Blick richtet sich zur Gottesmutter Maria mit Jesus auf der Wolke. Die Christen haben geglaubt, dass Philomena nach ihrer Hinrichtung direkt in den Himmel gekommen ist, weil sie für ihr Christentum als „Märtyrerin“ gestorben ist.

Bonus: 
C: Bild über Hautportal: Name des Künstlers? (Anzahl der Buchstaben)

Quellen: 

Additional Hints (Decrypt)

Frgm qvpu va qra Füqra.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)