Kochelseezufluß Loisach
Der Kochelsee hat mehrere Zuflüsse. Die beiden größten Zuflüsse hiervon sind einmal die Loisach und als zweites der Zufluss aus dem Walchensee über das Walchenseekraftwerk. Somit indirekt aus der Isar, da ein Teil des Isarwassers in den Walchensee umgeleitet wird. Dann wären da noch etliche kleinere Zuflüsse wie der Kochler Lainbach (tolle Wasserfälle!), die Haselrieslaine bei Schlehdorf und etliche kleinere Bäche.
Hier geht es aber um die Loisach, die gleichzeitig der einzige Ablauf des Kochelsees ist (Nordwestlich des Triminis).
Die Loisach entspringt in Österreich, im Bundesland Tirol zwischen den Lechtaler Alpen und dem Mieminger Gebirge. Nach ein paar Kilometern fließt sie rüber nach Deutschland. Weiter über Garmisch-Partenkirchen, Eschenlohe und Großweil um endlich nach circa 60 km bei Schlehdorf in den Kochelsee zu münden. Womit ihr nun in etwa beim Cache seid. Nein, ihr sollt nicht die ganze Strecke abfahren ... ein paar hundert Meter reichen
Da der Kochelsee fast mein Standardrevier beim SUPen ist war ich vermutlich schon an jedem Punkt am Kochelseeufer. Allerdings fragte ich mich dabei, ob man denn gegen die Strömung der Loisach mit dem paddeln ankommt. Ja, es geht
Und irgendwie gehört aus meiner Sicht auch die Loisach zu den inzwischen doch etlichen Kochelseecaches hinzu. Also muss hier auch ein Doserl her!
Von der Mündung der Loisach in den Kochelsee sind es etwa 400 Meter bis zum Cache. Man kommt mit einem SUP gegen die Strömung rauf. Ideal wäre auch ein Schlauchboot mit Elektromotor, oder aber ein Elektroboot aus dem Bootsverleih in Kochel (dort haben sie Ruder-, Tret- und auch Elektroboote).
Aber wer sagt denn, dass man den Cache vom Kochelsee aus erreichen muss? Wo doch etwa 500 Meter Flussaufwärts die Brücke der Staatsstraße 2062 mit einem kleinem Parkplatz liegt? Also von oben in Angriff nehmen? Da wird es dann aber mit dem zurückkommen wohl etwas schwerer, da man dann entweder die 500 Meter Flussauf vor sich hat oder aber rüber nach Schlehdorf bzw. zum Trimini. Und von dort dann wieder sein Wasserfahrzeug zum Parklplatz des Cachemobils verbringen muss.
Wie auch immer ihr ans Doserl kommt. Bei Flußbefahrungen gibt es stets ein paar Dinge zu beachten, auch wenn es wie hier nur ein kurzes Stück ist!
- Den Wasserstand beachten und einschätzen (Hochwasser?), ob es ohne Gefahr für Leib und Leben möglich ist.
- Immer geeignete Wasserfahrzeuge verwenden. Mit einer billigen Luftmatratze kommt man zwar eventuell auch runter. Allerdings kann hier schon ein kleiner Ast die PVC-Hülle beschädigen und dann schwimmt man im glücklichen Fall noch neben dem Plastikmüll. Luftmatratzen aus meiner Kindheit aus gummiertem Gewebe mit mehreren Kammern habe ich schon Jahrelang keine mehr gesehen. Bei denen wäre die Gefahr eines Defektes einer Kammer schon sehr gering, und Komplettzerstörung wohl fast ausgeschlossen.
- Man sollte auch die Strömung "lesen". Es gibt Stellen im Fluß, bei denen eine Seite ruhiger ist als die andere. Bietet sich dann zum raufpaddeln an. Eventuell dann queren, wenn nach einiger Zeit die andere Seite günstiger ist.
- Hin und wieder gibt es Kehrwasser. Ist dann der Fall, wenn z.B. ein Bauwerk in den Fluß ragt. Im Kehrwasser fließt dann das Wasser sogar Flußauf! Auch hier sind ein paar dieser Verbauungen vorhanden, aber erst Flußaufwärts des Caches.
- Hindernisse am Ufer / in den Fluß hängend (vorwiegend Bäume / Äste / Büsche) können tückisch sein. Bis man sich versieht verheddert man sich und wird dabei eventuell unter Wasser gedrückt.
- Treibgut im Fluß. Kommt gerne während oder nach Hochwasser vor und kann sehr gefährlich werden! Denn meistens sieht man nur einen Teil davon.
- Speziell beim Loisacheinlauf: Dort gibt es ein Kieswerk, das per Schleppschaufel Kies aus der Loisach entnimmt. Also immer wieder zum Bagger schauen, ob er gerade besetzt ist und was er mit seiner Schaufel anstellt.
Nein, keine Sorge, gefährlich ist das Doserl nicht
Sind einfach ein paar Dinge, die man beachten sollte. Und noch etwas. Der Cache ist nicht von Land aus zu erreichen!; Sind etliche Meter vom Ostufer entfernt. Und dort befindet sich das "Wiesenbrüterschutzgebiet Loisach-Kochelsee-Moore", das nur auf den Wegen betreten werden darf. Und der Weg endet ein gutes Stück vom Ufer entfernt in einer Wiese (Bodenbrüter). In diesem Schutzgebiet lebt ein Sechstel der bedrohten Vogelart "Schwarzkehlchen". Es ist das größte Brutgebiet Landesweit. Aus diesem Grund dürfen dort die Wege nur innerhalb eines bestimmten Zeitraumes verlassen werden. Und in einem großem Bereich hiervon, der sogenannten Kernzone, dürfen nicht einmal die Wege innerhalb des Brutzeitraumes (20.03. - 15.07.) betreten werden! Auch wenn ihr diesen Angriffsweg verbotenerweise wählen solltet, beißt ihr auf Granit. Außer ihr habt einen gut trainierten Affen dabei, der über dünne Äste zum Doserl balanciert, es öffnet, das Logbuch entnimmt und es euch auf dem gleichen Weg zurückbringt
Vom Westufer müsst ihr fast über die komplette Loisach.
D4? Ja, denn das Doserl sehen und dann rankommen ... in der Strömung ... könnte problematisch werden. Müsst halt kreativ werden
Der PETling ist mit einer Schlaufe fixiert. Zum abnehmen einfach den PETling durch die Schlaufe stecken und im ruhigem Gewässer loggen. Danach bitte wieder am ursprünglichem Ort platzieren (mit schwarzem Panzertape markiert).
So, nun aber viel Spaß und Happy Hunting!
Hochwassernachrichtendienst Bayern, Pegel Loisach Schlehdorf: hier klicken