Das Museum
Das Leopold Figl-Museum wurde 1984 eröffnet und 1992 nach einer Neugestaltung wiedereröffnet. Es zeigt in sechs Räumen das Leben und Wirken eines großen österreichischen Politikers. Geboren am 2. Oktober 1902 in Rust im Tullnerfeld besuchte er hier die Volksschule mit anschließendem Besuch des Gymnasiums in St. Pölten. Nach Abschluss der Hochschule für Bodenkultur wurde er Direktor des Niederösterreichischen Bauernbundes.
Während Österreich im 2. Weltkrieg dem Deutschen Reich eingegliedert war, verbrachte er über 5 Jahre in den Konzentrationslagern Dachau und Flossenbürg.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde Leopold Figl Bundeskanzler. Als späterer Außenminister war er entscheidend am Zustandekommen des österreichischen Staatsvertrages beteiligt und durfte am 15 Mai 1955 im Schloss Belvedere in Wien dieses wichtige Dokument unterschreiben.
Seine bewegenden Worte im Marmorsaal " Österreich ist frei" und das präsentieren des Dokuments am Balkon des Schlosses an die jubelnde Menschenmenge sind unvergesslich und beendeten die Besetzung Österreichs durch die Siegermächte. Später wurde er Präsident des Nationalrates, zuletzt wirkte er als niederösterreichischer Landeshauptmann.
Leopold Figl verstirbt am 09.05 1965 nach kurzer schwerer Krankheit.
Die Marktgemeinde Michelhausen hat im Geburtsort Rust ihrem Sohn ein Museum eingerichtet, welches nach telefonischer Voranmeldung besichtigt werden kann. Nähere Informationen dazu sind auf der HP der Marktgemeinde Michelhausen zu finden.