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alles Geschichte Multi-Cache

This cache has been archived.

John_Koenig: Hallo Planipedes,

da sich hier scheinbar nichts weiter tut und leider keine weitere Reaktion auf Reviewer-Notes kamen, archiviere ich diesen Cache.

Falls Du diese Cacheidee nicht weiterverfolgen möchtest, denke bitte daran eventuellen Geomüll (Cachebehälter, Zwischenstationen) wieder einzusammeln. Solltest Du nochmals Interesse an einem Cache hier haben, so musst Du nun leider ein neues Listing dazu anlegen.

Mit freundlichem Gruß

John_Koenig

Volunteer Geocaching.com Reviewer

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Hidden : 9/27/2016
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Ein Cache in unmittelbarer Nachbarschaft zur archäologischen Grabungsstätte "Russenhütte", in der zahlreiche Brandgräber aus der späten Bronze- und frühen Eisenzeit (ca. 1.000 v. Chr.) gefunden wurden. Die Fragen sind vor Ort nicht schwer zu beantworten, der Schwierigkeitsgrad steigert sich leicht, je näher Du dem Final kommst. Aber, keine Angst: alles machbar ;-)

An verschiedenen Stationen des Geschichtspfades werden die wichtigsten Ereignisse (?) in der Geschichte des Ortes dargestellt und mit kurzen Informationstexten erläutert. (vollständiger Text visit link). Leider ist der Pfad in den letzten Jahren von der Stadt Dietzenbach etwas vernachlässigt worden und verkommt langsam zum "lost place". Aber das soll uns ja nicht stören... 
 
Balancier-Meile
Stage 1 (N 50° 00.542 E 008° 47.809)
Es geht los - zum warm werden - mit einer Rechenaufgabe vom Typ "trivial". Lediglich zwei Zahlen sind zu ermitteln. Sieh' Dich um und finde heraus, wie weit es wäre, wenn Du vom S-Bahnhof Dietzenbach hier her läufst und dann weiter zum Schlosspark mach Heusenstamm. Wie viel Kilometer sind das zusammen gerechnet (=A) und welche Zahl erhältst Du, wenn Du die Entfernung zur S-Bahn von der Strecke zum Aussichtsturm am Wingertsberg abziehst (=B)? Hier fehlt der Wegweiser :-( ich verrate Euch einfach die Ergebnisse: A=9, B=1 - bis das Schild wieder da ist.
 
Stage 2 (N 50° 00.537 E 008° 47.958)
Ich hoffe, Du hattest Spaß auf der "Balancier-Meile". Allerdings ist sie, wie irgendwie alles hier, nicht mehr in der "Blüte ihrer Tage" (um es mal poetisch auszudrücken). Was denkst Du? Wann wurde sie und der nun folgende Geschichtspfad geschaffen (nur die letzte beiden Ziffern, =C)? Nun ist es Deine Aufgabe, den Geschichtspfad entlang zu schreiten. Nimm den langen Weg und Du findest verschiedene Dinge oder Kunstobjekte vor. In der Nähe der Objekte befinden sich Schilder, auf denen mehr oder weniger interessante Tatsachen aus der Geschichte Dietzenbachs zu lesen sind.
 
das ist ein Gliedermaßstab
Stage 3 Zum Beispiel steht da geschrieben, dass "Dietzenbach Teil einer alten Kulturlandschaft ist. Schon vor 8000 Jahren siedelten Menschen in dem Gebiet. Der Geschichtspfad informiert über die Geschichte dieser Landschaft und der Stadt Dietzenbach. Er führt von der Jahrtausendschwelle durch den Zeittunnel über wichtige Stationen der Stadtgeschichte zur sog. Russenhütte als Fundort vorgeschichtlicher Gräber." Also, ich finde ja, dass hier einiges zusammen verwürfelt wird - wie so oft in der Serie von Hinweistafeln der Regionalpark Rhein-Main Serie. Deshalb sei es hier wenigstens mal ganz klar gesagt: Dietzenbach ist nicht 8000 Jahre alt und - wie wir im Verlauf des Geschichtspfades noch lernen werden, es gab sogar eine Zeit (1634), zu der es fast ganz von der Landkarte verschwunden wäre, so wie die Nachbar-Dörfer Ippingshausen, Hartcheshofen und Richolfshausen (um nur einige von ihnen zu nennen).
 
Wahrscheinlich lag es nur am weltbesten Döner, den Du unweit der Parking-Lokation kaufen kannst, dass die Leute damals wieder in ihre alte Heimat zurück gekommen sind (1641) ist nur so eine Vermutung von mir. An der Station mit dem Gliedermaßstab steht jedenfalls genau geschrieben, in welchem Jahr Dietzenbach rund 13.000 Einwohner zählte und unter anderem deshalb die Stadtrechte erhalten hat. Nimm diese Zahl, nur die Zehnerstelle (=D). Wenn Du willst, pfeife ein Stück aus Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" und gehe weiter.
 
Stage 4 An der Station mit der "Enter-Teste" geht es um die Zeit des National-Sozialismus, vielmehr um sein Ende. Ich finde, das hätte man besser machen können. Im zweiten Weltkrieg ist so viel passiert, was hier hätte Verwendung finden können und stehen sollte. Das einfach zu überspringen und den Neuanfang in den Vordergrund zu stellen ist für eine Station des Geschichtspfades zu einfach. Immerhin finden die damaligen Dietzenbacher Bürger jüdischen Glaubens ihre Erwähnung, wenn auch ihr Schicksal nur unpräzise wieder gegeben wird.
 
Tatsächlich wurde zu Anfang der Nazi-Zeit auch in Dietzenbach ein national-sozialistischer Bürgermeister eingesetzt. Dieser schikanierte die jüdischen Familien zunehmend und entzog ihnen Schritt für Schritt ihre Existenzgrundlagen. Die Familien flohen bereits 1936 - 1937 in die Städte Frankfurt und Offenbach, von wo aus sie wenige Jahre danach (1941) weiter nach USA und Palästina emigrieren mussten. Wer das nicht schaffte, wurde deportiert und in Konzentrationslagern ermordet (beachte gelegentlich mal die Stolpersteine in der Babenhäuser Straße visit link). Auch nach dem Ende des National-Sozialismus kehrte keiner der vertriebenen Juden nach Dietzenbach zurück. Wie viele Juden wurden aus Dietzenbach vertrieben oder deportiert und ermordet? Du brauchst nur die Einerstelle (=E)

Stage 5 Wir gehen weiter zurück in die Vergangenheit und bekommen ein Stück Schiene präsentiert. Tatsächlich hat Dietzenbach schon 1898 einen eigenen Eisenbahnanschluss gekriegt. Die Strecke war 9,6 km lang und reichte bis nach Offenbach-Bieber. Sie führte über Heusenstamm und eröffnete für zahlreiche Dietzenbacher Bürger eine ganz neue Art, ihr Leben zu gestalten. War man vorher auf den Broterwerb innerhalb des Dorfes angewiesen, konnten die Leute nun in die großen Städte fahren, um dort zu arbeiten oder die Bauern konnten leichter und schneller ihre Produkte auf die Märkte nach Frankfurt und Offenbach bringen. Allerdings fand man diese Vorteile im Jahr 1982 auf einmal nicht mehr so gut und legte die Bahnlinie wieder still. Jetzt die Fangfrage: wann wurde in Dietzenbach das Kreishaus eröffnet? Haha, kleiner Scherz meinerseits. Jedenfalls dauerte es nur ein Jahr, bis die Damen und Herren der Kreisverwaltung ihre S-Bahn bis fast ins Büro gelegt bekommen haben, die alte Strecke von Bieber nach Dietzenbach wurde wieder eröffnet.

Zurück in die Vergangenheit, immer weiter zurück. Wir schreiben das Jahr 1648, der 30-jährige Krieg ist zu Ende. Dietzenbachs Bevölkerung schwand und wurde durch Krieg, Hunger, Seuchen und mordende Söldnerhaufen stark dezimiert. Als ob das noch nicht gereicht hätte, wurden die restlichen Bewohner Dietzenbachs im Jahr 1634 ausgerechnet von den Schweden vertrieben. Das kleine Dorf brannte zum größten Teil ab und blieb viele Jahre unbewohnt.

Stage 6 Unsere Geocache-Zeitmaschine dreht die Zeit weiter zurück und wir landen im Jahr 1220. Ein alter Pfarrer mit Namen Dominus Luphridus von Preungesheim vermachte dem Kloster Patershausen (visit link) all seine Güter, darunter ein Gut in Eckenheim und einen Hof im Dorf "Dicenbah". Nicht schlecht, wie ich meine. Jedenfalls ist das urkundlich festgehalten und so kann gesagt werden, dass Dietzenbach zu dem Zeitpunkt anno domini 1215 bestimmt schon existiert hat. Die "Schriftgelehrten" behaupten sogar, man könne an der Endung des Namens "...bah" ablesen, dass die Gründung wohl in der 2. merowingischen Siedlungsperiode um 700 n.Chr. gelegen haben muss. Finde den lateinischen Schreibfehler auf dem Regionalpark-Schild, ermittle die Stelle des falschen Buchstabens im Alphabeth (a=1, b=2, ..., z=26) und ziehe 'A' davon ab und rechne 'B' dazu (=F).

TontopfStage 7 Nur ein kurzer Weg führt zur Station mit der ältesten Geschichte des Ortes. Durch archäologische Grabungen im neuen Stadtzentrum von Dietzenbach im Jahr 1990 weiß man, dass es auch damals schon Besiedlung in diesem Gebiet gab. Auf dem Regionalpark-Schild wird aber von einer "Dietzenbacher Gemarkung" gesprochen. Also, nochmal ganz langsam (das kann so nicht stehen bleiben): Dicenbah, um 700 von den Merowingern "erfunden", im Jahr 1215 vom Pfarrer Luphridus schriftlich erwähnt und gehörte zur Röder Mark. Während der Reformationszeit um 1520 löste sich das Kloster Patershausen mitsamt seinen Besitztümern langsam auf und Dietzenbach fiel 1527 den Herren und Grafen von Hanau zu.

Anno 1754

Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen Johann-Reinhard III. im Jahr 1736 erbte Landgraf Friedrich I. von Hessen-Kassel die Grafschaft Hanau-Münzenberg. Der andere Teil des Erbes, die Grafschaft Hanau-Lichtenberg, fiel dem Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt zu. Es kam fast zu einem kleinen Krieg, weil man sich der Zugehörigkeit des Amtes Babenhausen und damit auch Dietzenbachs und einiger anderer Dörfer tatsächlich nicht einig war. Soldaten des Landgrafen von Hessen-Kassel hatten sogar schon das Amt Babenhausen besetzt. Erst über 30 Jahre später mit dem Partifikationsrezess von 1771 einigten sich Kassel und Darmstadt in einem Vergleich vor dem höchsten Reichsgericht und Dietzenbach wurde unter die Verwaltung von Hessen-Darmstadt gestellt.

Im Jahr 1818 wurde die Röder Mark endgültig aufgeteilt und 1821 musste Langen die Verwaltung Dietzenbachs übernehmen. Erst ab hier könnte man von einer "Dietzenbacher Gemarkung" sprechen, denn der Ort erhielt seinen eigenen Gemeindewald. Außerdem enthält das Regionalpark-Schild bei den "Tontöpfen" noch einen wirklich delikaten vorgeschichtlichen Klops. Finde das falsche Wort heraus und ermittle die Zahlenwerte seines dritten (=G) und seines letzten Buchstabens (=H).

Mauer

Wenn Du noch ein Stück weiter gehst, kommst Du an die Grabungsstätte "Russenhütte". In früheren Zeiten wurden hier im offenen Feld Brandziegel hergestellt, die im Volksmund wegen ihrer schlechten Qualität als „Russen" bezeichnet wurden. Seit 1960 wurden in unmittelbarer Nähe bedeutende archäologische Funde aus verschiedenen vorgeschichtlichen Epochen gemacht. Die "Feldholzinsel" und der "Dünenrücken" sind heute als geschützter Landschaftsbestandteil "Russenhütte" ausgewiesen. Hier wurde eine große Zahl von Brandgräbern aus der späten Bronze- und frühen Eisenzeit (ca. 1.000 v. Chr.) ausgegraben. Die damaligen Bewohner bestatteten die Asche ihrer Toten in tönernen Urnen und überdeckten sie mit schweren Steinplatten. Bilde aus G x H - B = I und mach Dich auf zum Final.

Final (N 50° C.I E 008° 4D.AFE) 

Happy Caching, Planipedes! 

Additional Hints (Decrypt)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)