
Ein Teil des Gesteinskreislauf - Alpengeröll
Hier an den Koordinaten könnt ihr am Nord - Westhang einen Teil des Kreislaufs der Gesteine näher kennenlernen. Hier findet ihr einen Talus,auch Schuttkegel, Schutthalde oder Geröllhalde genannt. Diesen zu definieren werdet ihr dabei auch lernen können.

Schutt
ist eine größere, nicht verfestigte Anhäufung von kantigen Gesteinsbruchstücken. Schutt entsteht durch physikalische Verwitterung und Erosion, wobei der Transport oft rein durch Schwerkraft, immer aber über sehr kurze Distanzen erfolgt. Ein einzelnes Schuttfragment ist nach DIN 4022 größer als 63 mm, allgemein zumindest größer als 2 mm.
Derartiges Gesteinsmaterial häuft sich vor allem im Hochgebirge, am Fuß von Steilhängen oder Felswänden, zu Schutthalden (Talus) bzw. Blockhalden an. Da periglaziales Klima, wie es im Hochgebirge herrscht, physikalischer Verwitterung Vorschub leistet, existieren heute auch in weiten Teilen der Mittelgebirge der Nordhalbkugel ausgedehnte Blockhalden, die im deutschen Sprachraum auch als „Blockmeere“ bezeichnet werden.
Lockermaterial, das überwiegend aus gerundeten Gesteinsbruchstücken (Geröll) besteht wird als Schotter bezeichnet, wobei „Schotter“ im Bauwesen für kantiges aber künstlich gebrochenes Material steht.
Geröll
(zu rollen) besteht aus Steinen, also Gesteinstrümmern, die beim Transport durch Wasser, Erdrutsche, Muren oder sonstige Bodenbewegungen zu Tal bewegt werden und deren Bruchkanten dabei mehr oder weniger abgerundet wurden.
Die Größe der Steine liegt überwiegend zwischen 2 und 20 Zentimetern, nach DIN 4022 ist Geröll größer als 63 mm, allgemein zumindest größer als 2 mm (Psephite), Blockgeröll größenmäßig darüber bis Hausgröße. Kleinere Korngrößen nennt man Kies.
Prinzipiell unterscheidet man
- fluviatiles Geröll (Flussgeröll)
Kleingeröll in einem Flussbett wird als Kies bezeichnet; nahe am Wasser ist seine Bewegung als leises Rieseln oder Singen zu hören. Es bildet oft große Kies- bzw. Schotterbänke, die wegen ihrer gleichmäßigen Zusammensetzung der Korngrößen als wichtige Rohstoffe für das Bauwesen dienen. Einzelne Großblöcke nennt man dort Schroppen. Kleinere Rollsteine bezeichnet man in Süddeutschland und darüber hinaus als Wacken.
- marines Geröll (Brandungsgeröll)
- glaziales Geröll: Moränen, Findlinge und Geschiebe
- Schuttgeröll, die Mischform aus Schutt und Geröll, die sich als Fuß (Talus) rund um Felstürmen, entlang der Felswände und in Karen und Steiltälern anlagert – diese liegen am Schuttgrenzwinkel, frischer Steinbruch kann nicht liegen bleiben und rollt als Steinschlag zu Tal. In sich wird der Talus durch Frostarbeit langsam weiterbewegt.
- Rieselfluh, durch lockere Erde verbundenes Geröll
- pyroklastische Gerölle.
Talus - Schutthalde oder Schuttkegel
Ein Talus entsteht durch chemische wie auch physikalische Verwitterung. Doch wie unterscheidet sich die Schutthalde vom Schuttkegel? Wenn die Gesteine aus den festen Wänden gelöst wurden und von der Felswand herabgestürtzt sind bildet sich ein Schuttkörper am Fuss des Hanges. Die Geometrie dieses Schuttkörpers wird durch die jeweilge Förderung des Schuttes bestimmt. Bei flächiger Förderung sowie linearer Speisung über eine Traufkante kommt es zur Ausbildung einer Schutthalde. Wird hingegen bei linearer Förderung nur punktuell oder in Steinschlagrinnen der Schutt gespeist kommt es zur Ausbildung eines Schuttkegels. Dies gibt euch schon einmal einen wertvollen Hinweis zur Unterscheidung und zur Definition des Schuttkörpers vor Ort.

Kreislauf der Gesteine
Unter dem Kreislauf der Gesteine oder manchmal auch nur als Recycling bezeichnet, versteht man in der Geologie jenen Zyklus, in dem Gesteine von der Erdoberfläche überschoben werden und in tiefere Niveaus geraten um anschließend wieder an die Erdoberfläche zurückzugelangen. Dieser Zyklus dauert häufig in etwa 200 Millionen Jahre, allerdings sind hiervon auch stark abweichende Daten bekannt. Hier vor Ort handelt es sich um den Teil, einen Teil, des Transports der Gesteine von der Erdoberfläche zurück in tiefere Niveaus anhand der Steilwand und des sich bildenden Schuttkörpers. Hier können wir somit einen der ersten Schritte vom Fels zum Sandkorn oder von den Alpen ans Meer beobachten und besser verstehen lernen.
So nun aber genug der Theorie, jetzt wird es Zeit diese geologische Besonderheit zu erkunden und etwas über den Talus, seine Entstehung und diesen Teil des Gesteinskreislaufes zu erfahren.
Mit den Informationen des Listings und euren eigenen Überlegungen könnt ihr vor Ort alle Fragen beantworten.
Ihr werdet vor Ort keine Informationstafel finden was aber zur Beantwortung der Fragen auch nicht nötig ist.
Bilder von eurer Tour sind sehr gerne gesehen, aber keine Pflicht.
Wichtig ist nur, dass die Antworten VOR dem Loggen an mich gesendet werden, dass im Log keine Antworten enthalten sind, dass der Name des Earth Caches für den ihr die Antworten an mich sendet irgendwo in der Mail steht und dass, z.B. bei Gruppen, jedes Teammitglied in der Mail mit den Antworten ( nick- ) namentlich genannt wird. Wenn ihr das beachtet könnt ihr nach dem Absenden der Antworten sofort euren online Log tätigen.
Auf Logfreigabe muss ausdrücklich NICHT gewartet werden, ich melde mich falls etwas nicht stimmen sollte.
Je nach Wetter und Zustand des Talus ist nicht jede angegebene Koordinate zu erreichen, was aber auch nicht nötig ist. Ihr könnt alle gestellten Fragen aus sicherer Entfernung beantworten. Es ist nie nötig, sich oder andere in Gefahr zu bringen.
Nun zu den Aufgaben welche ihr vor Ort lösen könnt:
Frage 1: Handelt es sich hier, eurer Meinung nach, um einen Schuttkegel oder eine Schutthalde? Begründet eure Antwort aufgrund eurer Beobachtungen und den Informationen im Listing.
Frage 2: Welche Grösse hat der Schutt hier am Fuss des Schuttkörpers?
Frage 3: Welche Formen hat das von euch hier am Fuss vorgefundene Gestein? Ist es eher abgerundet oder scharfkantig und warum ist das eurer Meinung nach so?
Frage 4: Sind die Geröllgrössen im unteren Bereich abweichend zu denen weiter oben? Warum ist das eurer Meinung nach so? Hierzu könnt ihr gerne ein Fernglas nutzen oder ihr steigt ein paar Meter auf dem Schutt auf - aber Vorsicht beim Aufstieg. Einfacher und ungefährlicher ist hier klar das Fernglas.
Frage 5: Wie wird sich, eurer Meinung nach, der Schuttkörper weiterentwickeln und warum? Ist der Talus überhaupt noch aktiv und woran könnt ihr das, vor Ort, erkennen?
Alle gestellten Fragen können an den jeweils angegebenen Koordinaten, oder während der Wanderung, durch eure Eindrücke, Messungen und Beobachtungen beantwortet werden.
Bitte verhaltet euch entsprechend so dass Besucher auch nach euch noch den gleichen Spass haben können und einen unberührten Ort vorfinden.
Viel Spass beim Erkunden und Kennen - Lernen dieser geologischen Besonderheit unserer Region wünscht Azra3l
Fotos: Privat Quelle: Wikipedia, eigene Recherchen
