Leider ist der PETling-Halter schon wieder weg! Hat dieses Mal nur 10 Funde ausgehalten. Da er sich nicht in Luft auflösen oder weglaufen kann, muss ich leider davon ausgehen, dass er geklaut wurde. Außerdem kann er nur mit größerer Kraft vom PETling getrennt werden. Der Cache ist noch da, aber aktuell leider nicht so einfach zu heben. Ich werde die nächsten Tage entscheiden was ich mache!
"Zur letzten Ruhe" - Stadtfriedhof Seelhorst
Der Cache liegt nicht auf dem Friedhof, dieser muss somit NICHT betreten werden! Es handelt sich um ein PETling mit Logbuch und Bleistift, für mehr ist leider kein Platz.
Ein kurzer Besuch des Friedhofs lohnt sich aber. Bitte verhaltet euch der Würde des Ortes angemessen!
Der Friedhof Seelhorst entstand als dritter Stadtfriedhof Hannovers ab 1919.
Er ist symmetrisch gegliedert, alle Wege sind rechtwinklig angeordnet. Auch die einzelnen Friedhofsabteilungen sind streng geometrisch gestaltet.
Bei der Planung der Friedhofsanlage übernahm Stadtgartendirektor Hermann Kube die Prinzipien der beiden großen Vorgängerfriedhöfe Engesohde und Stöcken. Es war der Stil eines architektonisch gestalteten Parkfriedhofs mit einer axialen Gestaltung. Dabei entspricht die über den Friedhof führende Lindenallee in den Abmessungen einer Allee im Berggarten in Herrenhausen.
Seinem Gesamtcharakter nach repräsentiert er als Paradebeispiel zeitgenössischer Planung einen typischen Reformfriedhof in Deutschland.
Der Haupteingang mit zwei Torgebäuden und einem Durchlass lag ursprünglich am Hohen Weg. Von hier aus führt eine 400 m lange, vierreihige Lindenallee in den Friedhof hinein. Daran liegen die vom Architekten Konrad Wittmann entworfenen Bauten (zwei Kapellen, Krematorium, Betriebsgebäude), die er im expressionistischen Klinkerstil (Backsteinexpressionismus) der 1920er Jahre anlegte. Diesem Baustil entsprechen das Anzeigerhochhaus in Hannover und das Chilehaus in Hamburg. Der Friedhof erhielt ein Krematorium, da wegen veränderter Bestattungsbräuche bereits damals die Zahl der Feuerbestattungen stieg. Die erste Bestattung erfolgte bereits ein Jahr nach Baubeginn 1920. Der erste Bauabschnitt mit den Hauptgebäuden des Friedhofs war 1924 fertiggestellt. Beeindruckend an der Friedhofsgestaltung sind die Alleen mit Kastanien, Buchen und Eichen, die den formalen Charakter der Anlage unterstützen. Auffallend sind auch die vielen auf 1,5 m Höhe geschnittenen Hecken zur Abgrenzung der Gräberfelder.