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Grimma in den Kriegswirren der Völkerschlacht Mystery Cache

Hidden : 10/10/2016
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Dieser Cache soll etwas Heimatgeschichte vermitteln. Unsere Chronik umfasst dazu 50 Seiten in altdeutscher Schrift, aus denen das Wichtigste hier zusammengetragen wurde. Um das Rätsel zu lösen, muss man den geschichtlichen Hintergrund nicht zwingend lesen – es könnte aber helfen.


Bereits im Jahr 1808 waren die Lasten des Krieges so erdrückend, dass auch Beamte, Geistliche, Advokaten, Ärzte, Kapitalisten, Kaufleute und Prozessionisten entsprechende Beiträge auferlegt wurden.

1813 hatte unsere Stadt fast ununterbrochen Einquartierung russischer, sächsischer, französischer und preußischer Truppen - Originalzitat: „Die Lage unserer Stadt an einer Hauptstraße machte dieselbe in diesem und den folgenden Kriegsjahren zu einem Etappen - und Lazarett -Ort.“
*März 1813 - 500 Mann Kavallerie kaiserlich-französisches erstes polnisches Garderegiment Chevaux-l`egers –Lanciers und ein Teiles Davout'schen Korps mit dem Generalstab
*31.03.1813 - Avantgarde des unter General Baron von Winzigerodes Kommando stehenden russischen Korps
*01.04.1813 - Kosaken und kurz darauf ein russisches Regiment roter Husaren - hier gab es auf Grund derer eigenmächtigen Einquartierung und unmäßigen Forderungen nach Victualien ernst zu nehmende Probleme - doch zeigten sie sich gutmütig, da sie das Verlangte bekamen
*04.04.1813 - gesamtes Regiment des russischen General Baron von Winzigerodes mit 7 weiteren Generälen (darunter der Prinz von Württemberg und der Fürst Naristu) mit gesamter Infanterie, Kavallerie und starkem Artillerietrain (3 Batterien an 36 Kanonen nebst Munitionswagen) - die Anzahl der Truppen war so stark, dass alle Häuser der Stadt bequartiert werden mussten
*16.04.1813 - unter Führung des preußischen Majors von Lützow ein Bataillon des von ihm gebildeten Korps Freiwilliger
*17.04.1813 - russisches Jägerregiment - es wurde sehr stark gegessen und getrunken, vor allem über das nationale Osterfest hinweg - in den größeren Häusern der Stadt lagen je 10, in den kleineren 2-4 Mann
*28.04.1813 - zweites Bataillon des Lützow'schen Korps - darunter befand sich auch der Sohn des hiesigen Buchbinders Göschen, - Georg Göschen, welcher gemeinsam mit dem mit ihm befreundeten Theodor Körner in Breslau in dieses Korps eingetreten war. Theodor Körner hatte sein Quartier in Grimma beim Apotheker Gerboth, einem Freunde der Göschen'schen Familie.
*03.05.1813 - russische und preußische Truppen aus der Schlacht mit Verwundeten, u.a. der verletzte General Hünerbein. Der preußische Rittmeister von Pöllnitz eröffnet dem Rath, dass das hölzerne Hängewerk unserer Muldenbrücke abgebrannt werden müsse und requirierte dazu Pech und Stroh, am 5.5.1813 wurde die Brücke nach Abzug der besetzenden russischen, blauen Husaren und preußischen Kavallerie in Brand gesetzt.
*05.05.1813 - Dieser Tag war für unsere Stadt ein Angstvoller, man fürchtete, dass die feindlichen Parteien, die nicht weit voneinander entfernt waren, hier zusammentreffen würden. Und so gab es einen Schusswechsel der in der Stadt befindlichen Kosaken-Patrouillen mit einer Französischen, die von Grethen her durchs Leipziger Tor in die Lange Gasse wollten. Die Franzosen sprengten darauf hin unter General Goudain das Brückentor, worauf erneut das Feuer von den dort stehenden Kosaken eröffnet wurde.
*nach Anweisung General Goudain sollte sich die Stadt auf eine Einquartierung von 20.000 Mann vorbereiten - eine unvorstellbare Menge – es kam zum Glück jedoch nicht dazu
*08.08.1813 - franz. Brigade unter Oberst Defargues –unserer damaliger Bürgermeister Füllkruß wurde mit der Ausrichtung der Geburtstagsfeier Napoleons beauftragt, welche wegen dem Ende des Waffenstillstandes vom 15. Auf den 10. August vorverlegt wurde. Es wurde ein Festmahl und ein Ball im Salon vor dem Schießhaus zu seinen Ehren abgehalten, die Bürger hatten das Tischzeug und die Geräte dazu zu geben.
*im September ging ein Großteil der 16 – 20 Tsd. Gefangenen (darunter 320 Offiziere) durch Grimma, die in der Schlacht in Dresden am 27.08.1813 von den Franzosen gemacht wurden und Richtung Frankreich gebracht wurden, für die Weiterreise wurden Wagen requiriert
*11. und 13.09.1813 - Husaren der Regimente Hessen-Homburg unter Oberst Graf von Wensdorf und mit dem Prinzen von Hessen Homburg (einquartiert im Hennig’schen Vorwerk) und Erzherzog Ferdinand und über tausend Mann Kosaken unter Oberst Dawidow (einquartiert in Oberstube der Malzmühle) – die Kosaken requirierten Tuch, Leder, Stiefel, Kattun, Leinwand
*16.09.1813 - die französischen Generäle Lefebvre, Krasinski und Castex mit berittenen Chasseurs (Jägern), Mameluken, berittenen Grenadieren und der sämtlicher Kavallerie und noch 2.000 Gemeinen, dazu zwei Tage später die Generäle Lorge, Oschée (heute unter Shea bekannt) und Merlin mit nochmal 4.700 Mann Kavallerie und ein Regiment Infanterie mit 1.100 Artillerie an – sie biwakierten rund um die Stadt, die Verpflegung erfolgte zum Großteil durch die Stadt
*13.10.1813 - nachmittags hörte man von der Leipziger Gegend her den Donner der Kanonen
*14.10.1813 - die Kampfhandlungen werden von hier mit Angst verfolgt, von dem Gefecht gegen Mittag bei Liebertwolkwitz, in welchem 14.000 Reiter gegeneinander kämpfen bis Fürst Schwarzenberg gegen Abend das Gefecht abbricht, nimmt man Kenntnis
*15.10.1813  - es herrscht die berühmte Ruhe vor dem Sturm
*16.10.1813 - der Kampf begann kurz nach 8 Uhr am Morgen an mehreren Punkten zugleich: 1. Kriegsentscheidende Schlacht bei Wachau, 2. Bei Connewitz, 3. Bei Lindenau, 4. Bei Möckern - „Die Kanonade war an diesem Tage so stark, dass die Fenster in unserer Stadt von dieser Seite ohne Aufhören klirrten, und dauerte ununterbrochen als ein beständig rollender Donner bis zum Abend fort. Des Nachmittags gegen 3 Uhr fing sogar einmal die Kanonade an, sich näher zu ziehen, so dass auch die Fenster auf der entgegengesetzten Seite klirrten: was, wie man nachher erfuhr, daher kam, dass die Russen auf einer Seite eine kurze Zeit bis an den Naunhofer Graben sich hatten zurückziehen müssen“ Es war auch in unserer Stadt ein sehr unruhiger Tag  - es ging ein russisches Infanterie und  Kavallerieregiment durch, nachmittags kamen 3.000 Mann russische und österreichische Infanterie und je eine Abteilung Ulanen und Kosaken. Am Abend kam die gesamte russische Reservearmee unter General Graf Bennigsen hier an, welcher hier mit seinem Generalstab übernachtete, ein Teil der 26 Tsd. Mann starken Armee rückte aber sofort auf den hier empfangenen Befehl des Kaiser Alexander in Richtung Schlachtfeld wieder ab.
*17.10.1813 - verlief relativ ruhig, da sich die Kriegshandlungen auf ein Gefecht der Schlesischen Armee unter Blücher bei Eutritzsch/Gohlis beschränkten – in Grimma standen noch die Kosaken und viele einzelne Trupps zogen durch
*Montag - 18.10.1813 - Kampf bei Leipzig begann früh 8 Uhr auf allen Seiten und dauerte hörbar bis abends nach 18 Uhr - die französischen Truppen waren geschlagen und kämpften nur noch um einen ehrenvollen Rückzug
*19.10.1813 - es kamen sehr viele russische und österreichische verwundete (Offiziere und Gemeine) nach Grimma – die leichter verwundeten wurden in Bürgerhäuser einquartiert, die schwer Verwundeten brachte man in eines der Lazarette*Originalzitat: „Vom 20.10. bis 31.12.1813 hatten wir täglich Truppen in ziemlicher Menge zu verpflegen. Bald kamen von Leipzig zurückmarschierende Abteilungen bald Gefangene, bald Verwundete, bald mit Typhus behaftete hier an“*Der tapfere Oberst und Kommandant des Österreichischen 49. Linieninfanterieregiments Kerpen, Baron O’Brien, welcher am 18.10. vormittags in dem Kampfe bei Holzhausen von einer Flintenkugel getroffen und mit mehreren anderen zur Verpflegung nach Grimma gebracht wurde, sprach in der Leipziger Volkszeitung einen öffentlichen Dank für die vorzügliche Verpflegung aus, welche ihm und einem großen Teile der verwundeten Offiziere und Gemeinen in Grimma zu Teil geworden sei. Darin heißt es (Originalzitat der Zeitung vom 28.10.1813): „ Es ward mir, einem großen Teile der Offiziere und Gemeinen – das Glück, verwundet nach Grimma gebracht zu werden. Unvergesslich wird uns die Aufnahme der guten Bewohner dieser Stadt bleiben, wie sie mit gänzlicher Hingebung und Aufopferung uns pflegten. Jeder von uns glaubte im Schoße seiner Familie zu sein…“
*in dieser Zeit hatten wir in unsere Stadt 12 eingerichtete Lazarette, die sich, einzeln in der Chronik benannt, über die ganze Stadt verteilten
*der Ende Oktober mit der Organisation und dem Kommando über die sächsische Armee betraute Generalleutnant von Thielmann erteilte die Anordnung, das Heer wieder auf 20.000 Mann zu bringen und eine Landwehr zu errichten. Dazu wurde unser damaliger Bürgermeister Füllkruß im Leipziger Kreis zum Commissar erhoben. Für Grimma wurde 319 Mann (zwischen 18 - 45 Jahre) verpflichtet und feierlich in der Klosterkirche vereidigt
*zudem hatte Grimma 48 Mann mit Schippen und Spaten versehen für die Beerdigung der auf dem Schlachtfelde bei Güldengossa gebliebenen Soldaten und Pferde und 64 Mann für das Schlachtfeld bei Liebertwolkwitz zu stellen
Der Gesamtaufwand der Stadt Grimma für die Napoleonischen Kriege/Völkerschlacht betrug 106.057 Thaler 2 gl. 8 pf., das entspricht nach heutiger Kaufkraft ca. 3,66 Mio. Euro. Doch wie auch nach den beiden Hochwassern geschehen brachte dieser Krieg, der auch  Menschen aus Grimma das Leben kostete (sei es im Kampf oder durch die sich in den Lazaretten ausbreitenden Krankheiten), viele Grimmaer an den finanziellen Ruin brachte und Angst und Schrecken verbreitete einen unglaublichen Zusammenhalt über Konventionen und Stände hinweg. Etwas, das wir auch in relativ friedlichen Zeiten nicht vergessen sollten.

 

Quelle: Chronik der Stadt Grimma „Die Stadt Grimma im Königreiche Sachsen - historisch beschrieben von M. Christian Gottlob Lorenz“, Verlag Gustav Gensel, 1871

 

Doch nun zum Cache: an den angegeben Koordinaten wirst Du natürlich nicht fündig.

Gesucht ist bei dieser historischen Rätselei ein Wort, welches in Zusammenhang mit dem oben stehenden Text zu sehen ist und von welchem folgendes bekannt ist:

 

Anzahl der Buchstaben:  7

Anzahl der Ziffern der Buchstabenwerte:  11

Quersumme der einzelnen Ziffern:  41

Quersumme der Zahlen:  86

 

Die einzelnen Buchstabenwerte des Wortes laut Stellung im Alphabet seien A B C D E F G

 

Den Cache findest Du bei:

 

N   51° (C - E) (A - F) . (D + A) (A - F) ((A - F) *3)

E 012 ° (A : 2) (A - F) . D (E - G - D) (D * 3)

Additional Hints (Decrypt)

avzz qra Ynhoonhz haq fhpur hanhssäyyvt (Npughat -frue zhttryvt!) na qra Jhemrya

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)