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Es war einmal die Friesenbrücke - Ein Jahr danach! Event Cache

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Hidden : Saturday, December 3, 2016
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Es war einmal die Friesenbrücke - Ein Jahr danach!

Am 3. Dezember 2015 manövrierte der russische 100-Meter-Frachter Emsmoon aus noch immer ungeklärten Umständen direkt in die geschlossene Friesenbrücke und zerstörte die längste Eisenbahnklappbrücke Deutschlands dabei weitestgehendst.

Dieses Unglück hat sich nun genau vor einem Jahr ereignet. Ein passender Zeitpunkt um an dieses Ereignis zu erinnern, wie wir finden! Darum laden wir Euch herzlichst ein, am 3. Dezember 2016 von 18 Uhr bis 19 Uhr, mit uns gemeinsam ein wenig über das Geocachen zu diskutieren und wie einfach es doch vorher war, die Caches auf der gegenüberliegende Seite der Ems zu erreichen, bevor das "Grand Malheur" passierte . Da es in dieser Jahreszeit durchaus ein wenig kühler und ungemütlicher sein kann, stellen wir ein paar wärmende Getränke und Gebäck zur Verfügung. Das Event findet oben am Brückenhaus vor der Friesenbrücke statt, Parkplätze findet Ihr an den angegebenen Parkkoordinaten.

 

 

Geschichte

Die erste Brücke über die Ems bei Weener wurde im Jahr 1876 im Zuge der Eröffnung der Eisenbahnstrecke Ihrhove-Neuschanz eröffnet. Doch schon in den 90er Jahren des 19.Jahrhunderts zeigte sich das die Brücke den immer schwerer werdenden Lokomotiven und Zügen nicht dauerhaft standhalten konnte. Sie wurde mehrmals, zuletzt 1903, verstärkt, was jedoch nur eine kurzfristige Lösung darstellte. Nach der Eröffnung der Schnellzuglinie Amsterdam-Berlin war klar das ein Neubau der Brücke die einzige Lösung darstellte um auch mit den neusten und schwersten Lokomotiven die Ems überqueren zu können.
Im Gegensatz zur bestehenden Drehbrücke wurde die neue als Klappbrücke mit einer Spannweite von 30 Metern konstruiert. Nach Baubeginn im August 1924 konnte die Brücke im Mai 1926, nach nicht einmal zweijähriger Bauzeit, für den Zug- und Personenverkehr freigegeben werden.

Kurz vor Ende des zweiten Weltkriegs für die Friesenbrücke am 16.4.1945 von Soldaten der Wehrmacht gesprengt um die alliierten Soldaten an der Überquerung hindern zu können. Nach Kriegsende wurde sie ab 1950 an gleicher Stelle und in gleicher Form wieder aufgebaut und war am 1951 wieder befahrbar.

Ein besonderes Nadelöhr stellt die Brücke für die immer weiter wachsenden Schiffe der Meyer-Werft in Papenburg dar die schon lange nicht mehr durch die 25 Meter breite Durchfahrt passen. Zu diesem Zweck wurde ein eigentlich fester Teil der Bücke so umgebaut, dass er mit Hilfe eines Schwimmkrans ausgehängt werden konnte um so eine etwa 46 Meter breite Durchfahrt zu schaffen.

Neben der Gleisanlage besitzt die Friesenbrücke einen Rad- und Fußweg der die einzige Möglichkeit der Emsquerung zwischen Leer und Papenburg darstellt. Über die Brücke verlaufen sowohl die Dortmund-Ems-Kanal Route, die Deutsche Fehnroute und der Emsradweg und dient auch dem Pendelverkehr zwischen dem Rheiderland und der Gemeinde Westoverledingen.

Am 3.12.2015 rammte die Emsmoon, ein 4536 BRZ Frachtschiff, die Friesenbrücke und zerstörte das Klappsegment der geschlossenen Brücke. Nach Bergung der in der Fahrrinne liegenden Trümmerteile konnten Binnenschiffe die Brücke ab dem 4.12.2015, Seeschiffe ab dem 10.12. wieder passieren, allerdings ist ein Zugverkehr oder die Überquerung per Rad oder zu Fuß seitdem nicht mehr möglich. Zwischen Leer und Bad Neuschanz gibt es seitdem einen Schienenersatzverkehr mit Bussen um die Verbindungen der niederländischen Arriva zu ersetzen. Seid November 2016 ist es wieder möglich von niederländischer Seite aus mit der Bahn bis nach Weener zu fahren.

Die Unfallursache ist bis heute nicht abschließend geklärt, man geht von einem Kommunikationsfehler zwischen Kapitän und Lotsen der Emsmoon und dem Brückenwärter der Friesenbrücke aus, auch ist noch nicht klar ob die Brücke repariert werden soll oder ob ein kompletter Neubau stattfinden muss. Im Falle einer Reparatur, die ca. 30 Millionen Euro kosten würde, könnte die Brücke ab 2020 (also nach 5 Jahren) wieder befahrbar sein. Auf Wunsch der Meyer Werft prüft die Bahn aber auch den Bau einer neuen Bücke die den Schiffsverkehr auf der Ems erleichtern würde und den Aufwand für die Schiffsüberführungen der Werft reduzieren könnte. Die Kosten für einen Neubau könnten bei ca. 70 Millionen Euro liegen und neun Jahre Bauzeit in Anspruch nehmen.

 

Die Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahn errichtete 1874-1876 bei Hilkenborg eine Eisenbahnbrücke über die Ems. Insgesamt wurden 345 m überspannt. Neben drei großen Stromöffnungen von je 48 m, acht Flutbrücken von je 14,25 m, zwei Flutbrücken von 10,50 m entstand nahe dem Weeneraner Ufer auch eine Drehbrücke, die zwei Schiffahrtsöffnungen von je 20 m freigab. Das Projekt wurde 1884 in der "Zeitschrift für Baukunde" ausführlich vorgestellt.

Ansichtskarte, etwa 40 Jahren nach dem Bau
 

26. Juli 1913 - ein spektakulärer Unfall: Die Lok 175 VENUS blieb knapp von einem Sturz in Ems verschont, als ein Zug aus Richtung Leer trotz offengedrehter Brücke den Haltepunkt Hilkenborg in Richtung Weener verließ. Das Lokpersonal erkannte die Gefahr gerade noch rechtzeitig und konnte eine Katastrophe verhindern. Die "VENUS" blieb an der Brücke hängen und die Tenderkupplung verhinderte einen Absturz.

1924 beginnt der Bau einer neuen Emsbrücke, die am 27. Mai 1926 eingeweiht wird. Statt der Bögen zeigt der Neubau eine durchgehende Gitterkonstruktion.
 

Am 16. April 1945 wird die Friesenbrücke gesprengt, um die vorrückenden kanadischen Truppen aufzuhalten.

Der Wiederaufbau beginnt bereits wenig später
 
Noch im Jahre 1951 wird die neue Friesenbrücke dem Betrieb übergeben
Dezember 2015 - Und wieder hat es die Friesenbrücke übelst erwischt!
   

Quellen: Drehscheibe-Online, Wikipedia

 

Viel Spaß wünschen Euch

HannesHoek

Nationalhyxmne

Wanderspechte


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