In der Nacht vom 29. zum 30. Juli 1444 wurde Brugg überfallen. Um französischen Truppen den Weg zum belagerten Zürich zu erleichtern, verschaffte sich eine Schar von Kriegern durch eine List Zugang zur Stadt, plünderte, setzte Häuser in Brand und entführte einige Ortsbürger zwecks Lösegelderpressung. Es gab auch einige Tote.
Am Ereignis gemessen waren die Verluste eher gering, aber die Feinde Zürichs verstanden es, die Angelegenheit aufzubauschen und nannten es fortan die "Brugger Mordnacht".
Nach dem Überfall begannen sich die Brugger über die Sicherheit ihrer wichtigsten Werte zu sorgen. Sie suchten nach einem sicheren Versteck. Da kam ihnen ein Handelsreisender gerade recht. Er erzählte ihnen von einer Stadt Tanis im fernen Agypten, in der ein Heiligtum an einem geheimen Ort aufbewahrt werde. Zur richtigen Zeit scheine die Sonne durch das gläserne Kopfstück des "Stabes des Re" und der Lichtstrahl zeigte ihnen den Ort, wo das Heiligtum zu finden sei.

Den Bruggern gefiel dies. Sie überlegten sich, ob sie so etwas auch machen könnten und hatten die folgende Idee: Sie nahmen das höchste Gebäude der Stadt, die Kirche, und bestimmten den Ort des Versteckes mit Hilfe des Turmschattens. Am Weihnachtstag 1444 um 14:44 beobachteten sie den Turmschatten. 37.2 Meter tiefer als die (damalige) Turmspitze traf seine Spitze auf den Boden und zeigte auf ein Gebäude.

Nun kommt noch das Geheimnis dazu, das man wissen muss: Zähle bei diesem Gebäude die Anzahl Spitzen ganz zuoberst ( =X ) und marschiere von hier aus 1444 Fuss (ein damaliger Brugger Stadtfuss war 31.5 cm) in Richtung X/12 der Windrose. Es heisst, am Weihnachtstag 2024 um 14:44 Uhr sei es mit dem richtigen Schatten wieder mal soweit...
Aber das sind sowieso nur Gassenmärchen. Oder etwa doch nicht? Noch etwas: Wegen der Wanderung des magnetischen Nordpols seit dem Mittelalter muss man beim Fussweg heute noch 2.8 Grad dazurechnen. Der Kirchturm steht übrigens bei den Ankerkoordinaten und das Gebäude ist hier.
Vor Ort sind zwei 120cm Bandschlaufen oder etwas Seil ganz hilfreich, wenn du alleine bist. Den Behälter nach oben aushängen.
Neben dem Cache ist eine Magerwiese. Diese ist Naturschutzzone und darf nicht betreten werden!
21.05.2020: Beschreibung nach Wartung präzisiert. Der Checker bezieht sich neu auf die Zwischenstation, nicht mehr auf die Enddose.