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Steinbruch Hühnerrech EarthCache

Hidden : 11/1/2016
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Die erdzeitgeschichliche Entstehung des Pfälzerhügellandes


Vor 354 Mio - 251 Mio Jahren ( Permo-Karbon) sind die beiden Teilkontinente Laurasia und Gondwanaland durch Bewegungen im Erdinneren (Konvektionsströme) aufeinandergeprallt (Konvergenzplatten). Dabei entstand der Superkontinent Pangäa. Entlang der Kollisionsnaht wurden die Ränder der beiden Teilkontinente zu langgestreckten Gebirgsketten aufgefaltet (variskische Orogenese), Die Variskischen Gebirge oder auch Varisziden entstanden.
Das „Saar-Nahe-Becken“, eine der größten, zwischengelagerten Senken der Varisziden, verfüllte sich im Oberkarbon (Silesium 325 - 296 Mio.) und Unterrotliegend (Autunium 296 - 274 Mio.) durch mittels Flüsse transportiertem Verwitterungsschutt (Konglomerate, Sand- und Siltsteine,Tonsteine) und Sedimenten (Schwarzpelite, Stinkdolomite, Kalke, Kohle). Dieses Geröll wird auch Molasse genannt , Der damals weit ausgedehnten Rümmelberg-Humbachsees mit einer permo-karbonen Gesamtmächtigkeit von ca. 8500 m wurde auch mit dieser Innenmolasse verfüllt.
Im beginnenden Oberrotliegend (Saxo- nium 274 - 258 Mio.) setzte intensiver Magmatismus, Subvulkanismus und Vulkanismus ein und hob das „Saar- Nahe-Becken“ entlang einer magmatischen Aufwölbungsachse empor. Die ursprüngliche Beckenlandschaft verwandelte sich in das „Saar-Nahe-Bergland“, lokal in das „Westricher Berg- und Hügelland“ mit dem sich zentral erstreckenden „Pfälzer Sattelgewölbe“. Es entstanden zahlreiche Kuppen, Rücken und Riegel aus Magma-, Lava- und Sedimentgesteinen, welche zusätzlich durch alpine Bruchschollentektonik heute ein mosaikartiges Landschaftsbild liefern. Im Volksmund kam, auf Grund des resultierenden Formenreichtums auf kurze Distanz,die treffende Bezeichnung „buckeliges Land“ auf. Diese permo-triassische Aufwölbung und tektonische Verschiebung während der saalischen und pfälzischen Phase der variskischen Gebirgsbildung sowie der zusätzliche Oberrheingrabenbruch als Folge der alpinen Gebirgsbildung seit dem Tertiär (65 – 2,6 Mio.) verursachten eine Schrägstellung der südlich angrenzenden Gesteinsschichten des Permo-Karbons und der Trias (251 – 208 Mio.) um ca. 3° in Richtung Pariser Becken. Die Abdachung war, neben den unterschiedlichen Härtegraden der Gesteine sowie deren Verwitterungsanfälligkeit, verantwortlich für die Entstehung und Modellierung der einmaligen, geologisch-morphologisch vernetzten „Westricher Schichtstufenlandschaft“ durch rückschreitende Erosion der Flüsse, Schichtfluten und Winde seit dem Tertiär.Endogene und exogene Wirkungskräfte formten eine außergewöhnliche, eng verzahnte Struktur- und Skulpturlandschaft im Westen der Pfalz.


Enstehung des Gesteins


Der intensive Magmatismus und Vulkanismus zu Beginn des Oberrotliegend (274 Mio.) führte zu vulkanischen Ergüssen (Vulkanismus), magmatischen Intrusionen in benachbarte Sedimentgesteine (Subvulkanismus) und zum Erstarren von domartigem Tiefenmagma (Plutonismus). Als Folge dieser endogenen Prozesse entstanden ältere (Diabas,Melaphyr,Porphyrit, Quarzporphyrit, Quarzporphyr/Plagiophyr) und jüngere Erguss- und Intrusivgesteine (Basalt,Andesit Trachyandesit/Latit ,Dacit,Rhyolith/ Liparit, Gang- (Lambrophyre und Aplite) sowie Tiefengesteine (Gabbro, Diorit, Granodiorit, Granit) mit unterschiedlichem Kieselsäuregehalt und eingeschlossenen Mineralen. An Kontaktstellen des Magmas zu Nachbargesteinen wurden Metamorphite gebildet. Das im Steinbruch „am Hühnerrech“ anstehende ältere Intrusivgestein Porphyrit ist gegenüber den grobkristallinen Tiefengesteinen feinkörnig.Der feinkristalline Aufbau des Gesteins resultiert aus der relativ raschen Abkühlung des Magmas auf oder nahe unter der Erdoberfläche.


Entstehung der Wollsackkugeln durch Verwitterung


Unter Bodenbedeckung beginnt entlang der Kluftleitlinien die Wollsack-, Kugel- oder Matratzenverwitterung. Die Hartsteinblöcke werden durch eindringendes Wasser erodiert und kantengerundet, so dass einmalige Formenschätze wie Wollsacksäulen, Wollsacktürme, Wollsackrondells und Wollsackkugeln entstehen. An den Steinbrocken sind zwei besondere Verwitterungsformen erkennbar: Kernsprünge und Formen der Schalenbildung und Abschuppung (Exfoliation/Desquamation). Kernsprünge erfolgen unter einem heftigen Knall und sind die Folge wechselnder Kälte- und Hitzeeinwirkungen (Druck und Druckentlastung) auf das Gestein, Spannungskräfte, welche sie „explodieren lassen“. Bei der Abschalung und Abschuppung werden Minerale durch Lösungsverwitterung und Hitzeeinwirkung (Insolationsverwitterung) an die Gesteinsoberfläche transportiert, wo sie dann schalenförmig oder grusig abblättern. Diese beide verwitterungsarten finden heute noch hier statt.

Heutige Nutzung des Steinbruches


Der stillgelegte Steinbruch „am Hühnerrech“ stellt mittlerweile ein wertvolles Geo-Ökotop mit einer Vielfalt an Kleinbiotopen für Sukzessionsgesellschaften entlang der Felsterrassen dar. Präalpine (eingewanderte) Florenelemente (Ersatzalpen) wie das Rosmarinweidenröschen, Pflanzen und Tiere ephemerer Feuchtflächen, u.a. die Blauflügel- Ödlandschrecke sind hier beheimatet. Der Steinbruch ist zudem Habitat für Ruderalgesellschaften und Pionierfluren aus Moosen und Flechten auf unterschiedlich exponierten Blockhalden oder auf Flächen mit geringer oder fehlender Erdauflage sowie Trittgesellschaften auf verdichteten Böden. Sie werden erstaunt sein über die zahlreichen und außergewöhnlichen Naturschätze, die es hier zu entdecken gibt; ein wahres Geo-Öko-Paradies von einmaliger Schönheit und hohem Seltenheitswert.
Im Steinbruch „am Hühnerrech“ der Gemeinde Herschweiler-Pettersheim wurden von den einstigen „Westrìicher Wackepickern“ seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1972 Hartsteine in mühsamer Handarbeit gewonnen und zu Pflastersteinen verarbeitet, wovon heute noch eine stillgelegte Steinbrechanlage als Industriebrache zeugt.

Quelle: https://www.herschweiler-pettersheim.de/tourismus/sehenswertes/ehemaliger-steinbruch/

Nun zum Cache


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Überall im Steinbruch liegen Kugeln herum

1. Wie werden die Wollsackkugeln noch genannt?

2. Wie wird das ältere Intrusivgestein Porphyrit lokal genannt?


3. In welchem afrikanischem Staat stehen die Wollsacktürme?


4. Aus was besteht das Felsenmeer ?


5.Wie gross ist der Durchmesser der grössten Kugel die ihr findet? Wie klein ist der Durchmesser der kleinsten Kugel die ihr findet?


Additional Hints (No hints available.)