Zwei Generationen
Vor langer, langer Zeit, wo es noch nicht mal geocaching gab, stand im Höllental mal ein Baum, der sich irgendwann dachte "ich will mich mal nützlich machen, und nicht Tag vor Tag einfach so hier herum stehen"… So besuchte er eine Schreinerei vor Ort und sagte, er möchte gerne die letzten paar Jahre seines Lebens als Bank verbringen, um Wanderer behilflich zu sein. Der Schreiner machte sich sofort an die Arbeit und als der Bank fertig war, wurde er an den Cache-Koordinaten hingestellt…
Jahren lang freute sich der Bank immer wieder, wenn Freunde der Natur auf ihn Platz nahmen, sich ausruhten, eine kleine Brotzeit zu sich nahmen und über Gott und die Welt plauderte… Hätte der Bank sprechen können, wäre ein paar interessante Erzählungen bei raus gekommen – glaub's mir! Aber, es kam wie es kam, und irgendwann konnte der Bank, der ja als Baum schon ein langes Leben hinter sich hatte, nicht mehr und starb an seinen Lieblingsort, wo er auch seine letzte Ruhestätte fand…
Der ältester Sohn aber wollte immer schon mal in den Fußspuren seines Vaters treten und bot sich nun an, unweit von der Stelle, wo sein Vater beerdigt wurde, ebenfalls als Bank in Dienst zu treten. Bis heute steht er nun vor Ort und wartet darauf, seine Besucher begrüßen zu dürfen! Noch hält er sich ganz gut – denn so ganz alt ist er ja noch nicht…
Aber auch dieser Bank wird einmal nicht mehr sein… Ob es dann in dritter Generation weiter geht? Das ist ja nur eine Frage der Zeit…
Viel Spaß beim Suchen!
Euer digiphono
PS: Rechtschreibfehler sind kostenlos! Wer sie findet, darf sie gerne behalten oder bei mir gegen eine Korrektur eintauschen...