Praest (gesprochen “Proost“)
Die genaue Entstehung Praest’s, bzw. des Praester Feldes ist nicht bekannt. Zumal Praest vor 1501 dem
Kirchspiel
Sulen zugeordnet war. Erste Erwähnung findet Praest im Edikt von 1122 des Erzbischof von Köln.
Der Erzbischof Friedrich von Köln befreite am 24. März 1122 die Wachszinsigen von Sulen, Bienen und Warbeyen von der
Teilnahme an den Vogteiversammlungen*1 der Grafen von Kleve und setzte deren sonstige Rechte fest.
Aus diesem Dekret ist zu ersehen, daß die Bewohner einiger Dörfer im
rechtsrheinischen Teil des klevischen Landes (Mehr, Bienen, Sulen und Praest etc.) von freier Abkunft und berechtigt waren,
gewisse Strafsachen durch den Probst von Xanten schlichten zu lassen.
In den Kellnereiabrechnungen des Stiftes Xanten und in die Schatzungslisten (Steuererhebungen) werden Kirchdörfer
mit “ i n “, Bauernschaften mit “ t o “ angeführt*2. Erst nach dem Untergang von Sulen werden Dorf und Kirchspiel
“ Praest “ genannt. Vorher wird nur das “ Praester Feld “ erwähnt. Auch der Erzbischof Friedrich von Köln spricht in
seinem Befreiungsedikt von 1122 nur von einem “Ort“ Sulen*1
Demnach ist zu diesem Zeitpunkt Praest, bzw. Praester Feld nur eine Bauernschaft des Dorfes Sulen (Sulen und Praest).
Aus einer Notiz des früheren Pastors Herman Spaen von Praest aus dem Jahre 1679 im Lagerbuch der Kirche geht hervor,
das spätestens 1501, mit dem Untergang des Kirchspiels Suilen und der Weihe der neuen Kirche in Praest, Preast zum
Kirchpiel und Dorf wurde:
„Nachdem unsere Kirche wegen des Rheins von Rosau nach Aldensulen verlegt worden ist – die schriftlichen Dokumente sind
in den Wirren des französischen Krieges1672, als ich Pastor war, abhanden gekommen; ich habe sie oft gelesen – wurde die
Kirche unter Pastor Heinrich Roost zum zweitenmal wegen des Rheins nach Praest verlegt und 1501 nach der
Oktav der Himmelfahrt Mariens*3
geweiht.“*4
Jedoch darf man sich Praest zu diesem Zeitpunkt noch nicht wie ein Dorf im heutigen Sinne vorstellen. Die Bauern bauten
ihre Höfe auf natürliche oder künstliche Erhebungen (Warften), die von ihren Ländereien umgeben waren, die ausserhalb des
“Dorfes“ lagen. Üblicherweise lag in der Nähe der Kirche ein Herrenhof und in unmittelbarer Nähe der Kirche die kleinen
Wohnstätten der Knechte und Handwerker des Herrenhofes.
Da die Kirche als Neubau ins hochwasserfreie Feld gebaut wurde, fehlten diese Komponenten. Es kann davon aus gegangen
werden, das mit dem Bau der Kirche das Pastorat und das Küsterhaus entstanden ist. Später kamen
Vikarie, Schulhaus und ein Armenhaus hinzu.
Zum Kirchspiel Praest gehörten zu diesem Zeitpunkt die Bauernschaften Berg und Bloeswardt, sowie Groenschlag (heute
Borkes-Wissing) und der Rittersitz Offenberg.
Erst nach und nach kamen die kleinen Wohnstätten hinzu und bildeten so das Dorfbild.
Desweiteren vermerkt Pastors Herman Spaen von Praest 1679 in seinen Aufzeichnungen, das im Jahre 1604 Pastor Johann Kutim,
der 44 Jahre die Pfarre in Praest verwaltet, von den Frauen des Dorfes vertrieben wurde, als er von der Kanzel aus die
Gemeinde aufforderte , ebenfalls zum Protestantismus überzugehen.*5
Tatsache ich, dass seit diesem Vorfall in der Praester Kirche auf der sog. Evangelienseite eine Kerze zur Erinnerung
daran angezündet wird, dass ehedem in der Gemeinde Praest das “Licht des Glaubens“ erhalten blieb ...*6
Die 1573 begonnenen Niederländischen Unabhängigkeitskriege,
der Dreißigjährige Krieg, die
Raubkriege Ludwig XIV, der
Pfälzer Erbfolgekrieg, sowie der
Anfang des 18. Jahrhundert Spanische Erbfolgekrieg
beeinflusste die Entwicklung des Dorfes, sodass das Kirchspiel Praest nur langsam wuchs.
1821 zählte Praest 530 Einwohner, 68 Wohnhäuser:
| |
Praest |
411 Einw. |
| |
Offenberg |
73 Einw. |
| |
Reckenburg |
39 Einw. |
| |
Groenschlag |
7 Einw. |
Nach der Schliessung der evangelischen Mädchenbildungsanstallt auf der Reckenburg im Jahre 1830 werden in einer
Erhebung von 1832 für die Reckenburg 32 Einwohner weniger aufgeführt.
Praest hat zu diesem Zeitpunkt 596 Einwohner:
| |
Praest |
516 Einw. |
| |
Berg |
68 Einw. |
| |
Gut Offenberg |
5 Einw. |
| |
Reckenburg |
7 Einw. |
1871 wird nur noch Berg (Offenberg) gesondert aufgeführt. Die Einwohnerzahl von Praest belauft sich nun auf 636.
Am 1. Juli 1969 wurden im Zuge des ersten kommunalen Neugliederungsprogramms die bis dahin selbstständige Gemeinde
Praest mit der Stadt Emmerich zusammengeschlossen.
Am 30. Juni 2012 sind für den Ortsteil Praest 1635 Einwohner vermerkt.
Quellen: PRAEST – Beiträge zur Ortsgeschichte, Hubert Kiemes, 1992, Herausgegeben vom Emmericher Geschichtsverein e.V.
https://de.wikipedia.org/wiki/Emmerich_am_Rhein
*1 Ilgen, a.a.O., Qu. I, S. 170 f.
*2 Cl. Pelzer: 800 Jahre Dornick, Emmerich 1988, S. 33
*3 Mariä Himmelfahrt ist der 15. August; Oktav der 8. Tag danach; somit der 23. August 1501
*4 Böhring. Alte Gräber, Ein Beitrag zur Geschichte der Stadt Rees und Umgebung;
Analen des Hist. Vereins f.d. Niederrh., Heft 11/12, S. 156 f.
*5 Rijksarchief Utrecht, Praest, Bl. 1 ff
*6 L. Henrichs, a.a.O., Seite 129 ff.
Der Parkplatz (N 51° 49.375 E 006° 20.525):
Der Ort, um das grosse Cachemobil abzustellen. Startet eure Exkursion hier. Am besten geht ihr diesen Multi zu Fuss oder
mit dem Rad an. Zwar ist es grundsätzlich möglich die Runde mit dem Auto zu machen, aber ich rate euch dringend davon ab.
Spätestens an einer Stelle kommt ihr mit dem Auto nicht weiter, bzw. durch.
Vom Start bis Ziel habt iht eine Strecke von ca. 5 km vor euch. Mit Rückweg zum Parkplatz können dann je nach Routing
ca. 5,5 - 6 km zustande kommen. Nun aber los ...
Station 01 - Der Schützenplatz (N 51° 49.386 E 006° 20.515):
Der Praester Schützenplatz. Hier finden alle Feierlichkeiten des St. Johannes Schützenbruderschaft Praest e.V. statt.
In Nordwestlicher Richtung wir der Vogel zum Abschuss frei gegeben. Welche Jahreszahl ist dort zu sehen ?
Die Antwort ist = A = _ _ _ _
Richtung Bahnübergang und dann rechts ...
Station 02 - Ein altes Haus (N 51° 49.404 E 006° 20.279):
Im Norden seht ihr eines der ältern, noch erhaltenen Häuser von Praest. Wie damals oft üblich wurde das Baujahr des Hauses
an der Häuserfront sichtbar angebracht. Wann wurde es Erbaut ?
Die Antwort ist = B = _ _ _ _
... weiter geht es entlang der Bahnstrecke ...
Station 03 - Die Reckenburg (N 51° 49.465 E 006° 20.000):
Die Reckenburg. Erbaut von Conrad von der Recke mitte des 15. Jahrhunderts. Er war zu dieser Zeit Gerichtsherr in Praest.
Die ursprünglich als Wasserburg gebaute Residenz diente der Familie als Wohnsitz. Danach wechselte der Besitzer der Burg
einige Male. Unter anderem beherbergte sie eine evangelische Ausbildungsanstallt für Haushaltsschülerinnen. Heute ist sie
wieder in Privatbesitz. Unter anderem ist es nun die Heimat des 'Reit und Fahrverein Praest e.V.'.
Welche Hausnummer hat die Reckenburg ?
Die Antwort ist = C = _ _ _
Wann wurde die Reckenburg fertiggestellt ?
Die Antwort ist = D = _ _ _ _
... zurück und links ...
Station 04 - Die Römer in Praest ? (N 51° 49.637 E 006° 20.111):
Sieht diese Eigentumsanlage nicht irgendwie wie eine römische Villa aus !?. Welches Tier schmückt die Gerage ?
Errechnet den Buchstabenwert des gesuchten Tieres.
Die Antwort ist = E = _ _
... wieder kehrt und verpasst den Abzweig nicht ...
Station 05 - Hofanlage Blouswardt (N 51° 49.649 E 006° 20.598):
Hofanlage Blouswardt. Dieser typische niederrheinische Bauernhof wurde 1995 unter Denkmalschutz gestellt. Johann Awater
errichtet den Gutshof als Wohnsitz der Familie. Wann wurde es erbaut ?
Die Antwort ist = F = _ _ _ _
... nun liegt das weiteste Teilstück vor euch ...
Station 06 - 't Huys den Offenberg (N 51° 49.356 E 006° 21.088):
Haus Offenberg. Die Flucht- und Schutzburg wurde im 17. Jahrhundert vom Gerichtsherrn von Offenburg als Familienbesitz
ausgebaut. Im 19. Jahrhundert erwarb die Familie Lueb-Markett das Anwesen. 1833 wurde dann das benachbarte Bauernhaus gebaut.
Wann wurde es als Flucht- und Schutzburg erbaut ?
Die Antwort ist = G = _ _ _
... zurück und links ...
Station 07 - Villa Butzfeld (N 51° 49.466 E 006° 20.795):
Villa Butzfeld. Einst der Sitz eines Ortsvorstehers. Welche Hausnummer hat die Villa ?
Die Antwort ist = H = _ _ _
... schau auf der gegenüberliegenden Strassenseite nach ...
Station 08 - Kirchspiel Suilen (N 51° 49.460 E 006° 20.790):
Die Sulenstrasse. Sulen, der Ursprung Praest's. Wann ging das Dorf Sulen unter ?
Die Antwort ist = I = _ _ _ _
... weiter die Strasse entlang ...
Station 09 - Bergbaugesellschaft S-1904 (N 51° 49.367 E 006° 20.691):
Berbau in Praest ? Hierrüber ist nichts bekannt. Nur diese Lore ist Zeugniss davon. Oder doch nur ein Schmuckstück im
Garten ? Welche Nummer ziert die Lore ? (der Zahl ist ein F vorangestellt)
Die Antwort ist = J = _ _ _
... nur wenige Meter ...
Station 10 - Marienheim (N 51° 49.354 E 006° 20.680):
Hier stand einst das Marienheim. Ein weiterer Sitz eines Ortsvorstehers. Bis 2024 hätte man denken können, es ist die 'Villa Kunterbunt' !
Doch schon so weit herunter gekommen, das wohl nur noch der Abriss möglich war.
An der Ecke zur Rosenstrasse sind grüne Schilder zu sehen. Wieviele davon seht ihr ?
Die Antwort ist = K = _
[Die Station ist verdeckt. Rechne alternativ: K = C / 40]
... Vorsicht beim Überqueren der Gleise ...
Station 11 - Alter Friedhofsbrunnen (N 51° 49.301 E 006° 20.478):
Hier stand einst der Friedhofsbrunnen. Auf den Mauerresten wurde ein neuer Brunnen durch den
Heimat- und Verschönerungsverein Praest errichtet. In welchem Jahr war das ?
Die Antwort ist = L = _ _ _ _
... nicht weit ...
Station 12 - Gefallenendenkmal (N 51° 49.300 E 006° 20.470):
Die Gefallenen der Weltkriege I und II. Im Jahr 2000 wurde das Mahnmahl umgestaltet. Wann wurde es gestiftet ?
Die Antwort ist = M = _ _ _ _
Und wann wurde es erweitert ?
Die Antwort ist = N = _ _ _ _
... ganz nah dran ...
Station 13 - Die Pfarrkirche (N 51° 49.292 E 006° 20.481):
Die Pfarrkirche zu Praest. Erbaut im Jahre 1501, wurde sie im 19. Jahrhundert vergrössert und gotisiert. Im II. Weltkrieg
zerstörten alliierte Bombenangriffe das Gotteshaus Ende 1945 bis auf die Grundmauern. Schon 1949 war sie wieder aufgebaut
und durch zwei Seitenschiffe erweitert. Ihr Schutzpatron Johannes Baptist. Wann wurde die Kirche gotisiert ?
Die Antwort ist = O = _ _ _ _
... umdrehen und zwei drei Schritte ...
Station 14 - Wegekreuz (N 51° 49.295 E 006° 20.472):
Dieses Wegekreuz wurde durch den Besitzer der Reckenburg im 19. Jahrhundert errichtet. Graf Rudolf von Hoogstraaten.
Wann wurde es durch ihn gestiftet ?
Die Antwort ist = P = _ _ _ _
... noch eine Station, dann geht es zum Schatz von Praest ...
Station 15 - Friedhof (N 51° 49.258 E 006° 20.723):
Der Friedhof von Praest. Im schmiedeeisernen Friedhofstor ist eine Jahreszahl zu erkennen. Welche ist es ?
Die Antwort ist = Q = _ _ _ _
... jetzt geht es ans Rechnen ...
Station 16 - Überdachte Bank (N 51° 49.241 E 006° 20.742):
Hier findet ihr eine überdachte Bank. Nur zu, setzt euch hin und rechnet in Ruhe.
Die Antwort ist = X
Cache Lokalisierer
Der Praester Schatz (N ??° ??.??? E ???° ??.???):
Nur wenn ihr alle Informationen zusammen habt, kommt ihr zum Praester Schatz. Dazu rechnet:
X = A + B + C + D + E + F + G + H + I + J + K + L + M + N + O + P + Q
Wenn ihr X habt, dann setzt es in folgender Ortsbestimmung ein:
für N = 5127490 + X und für E = 00642452 - X
Final - Der Praester Schatz (N ??° ??.??? E ???° ??.???):
Zum Öffnen des Caches benötigt ihr ein Tool, welches sich in unmittelbarer Umgebung der Dose befindet.
Bitte geht damit sorgsam um. Es ist ein Unikat. Sollte es verlohren gehen oder kaputt, bedeutet das auch das Aus der Dose.
... nun aber ran an den Speck ...
für Bannerfreunde:

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