Pfarrei
Das erste christliche Zeugnis von Schwemlingen findet sich in einer Urkunde aus der Zeit um 1150[2], in der von einer Landschenkung an das Kloster Mettlach für das Seelenheil der Tochter des Schenkers die Rede ist. Hierbei handelt es sich auch um die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.[3]
Das Dorf Schwemlingen gehörte seit der im 10./11. Jahrhundert erfolgten Gründung der Pfarrei St. Gangolf, mit der am Berghang zur Burg Montclair gelegenen Pfarrkirche, als Filialort zu dieser Pfarrei.[3]
In Schwemlingen ist für das Jahr 1739 eine Kapelle nachweisbar, die sehr wahrscheinlich bereits um das Jahr 1600 gebaut worden, und den heiligen Sebastian und Laurentius gewidmet war. Aufgrund der großen Entfernung zur Pfarrkirche und deren Lage auf der anderen Seite der Saar, war der Weg zu den Gottesdiensten für die Schwemlinger Pfarrangehörigen beschwerlich und ließ im Laufe der Zeit den Ruf nach kirchlicher Selbstständigkeit laut werden. So wurde im Jahr 1760 ein Bittschreiben an den in St. Gangolf visitierenden Weihbischof gerichtet, auf den als Antwort die Zusage einer regelmäßigen Sonn- und Feiertagsmesse in der Schwemlinger Kapelle folgte.[3]
Das Ziel der Errichtung einer eigenständigen Schwemlinger Pfarrei konnte nach vielen vergeblichen Versuchen und Irritationen aber erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts schrittweise verwirklicht werden. Zunächst wurde Schwemlingen mit der Filiale Dreisbach im Jahr 1908 zur selbständigen Kapellengemeinde Schwemlingen-Dreisbach erhoben, in der am 15. Mai 1908 mit Pfarrvikar Kröll der erste eigene Geistliche des Ortes in sein Amt eingeführt werden konnte. Vikar Kröll bezog im Jahr 1912 das neu erbaute Pfarrhaus, während die ebenfalls neu errichtete Pfarrkirche 1914 in Dienst gestellt werden konnte. Die Erhebung der Kapellengemeinde zur vollwertigen Pfarrei erfolgte am 1. September 1925. Die Schwemlinger Kapelle wurde im gleichen Jahr wegen einer Straßenerweiterung abgerissen.[3]