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Die zwei Hügel am Horizont EarthCache

Hidden : 11/25/2016
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:



Vor Ort findet ihr an den Koordinaten eine Informationstafel mit drei verschiedenen geologischen Themen, die doch alle irgendwie zusammenhängen…


Die Vorgeschichte


Die geologische Landschaft um Korntal ist unter subtropischen Klimabedingungen entstanden. Ein flaches Meer bedeckte vor 220 Millionen Jahren diese Gegend und auf diese Zeit gehen die geologischen Ablagerungen zurück.
Immer wieder zog sich in jener Zeit das Meer zurück und kehrte immer wieder zurück. Dieser Wechsel lies die unterschiedlichen Gesteinsschichten entstehen.

Löß

Löss entsteht, wenn Schluff und feinster Sand bei fehlender Vegetationsdecke ausgeweht werden und sich in Bereichen mit dichterer Vegetation wieder ablagern. Nach der Ablagerung werden die Einzelminerale in der Regel durch den leicht mobilisierbaren Kalk- oder Tonanteil miteinander verkittet. Überwiegend ist die Lössbildung auf die Eiszeit(en) beschränkt.
In Mitteleuropa wurde Löss in den Kaltzeiten gebildet, als infolge der ganzjährig niedrigen Temperaturen kaum Vegetation existierte.
Mineralogisch besteht Löss zum größten Teil (50 bis 80 Prozent) aus Quarzkörnern mit 8 bis 20 Prozent kalkigen Bruchstücken. Beimengungen von Eisenhydroxiden färben Löss gelblich bis gelblich-rot. Löss ist gewöhnlich ungeschichtet, unverfestigt und sehr porös.

Gipskeuper

Die Entstehung von Gipsstein und Steinsalz ist eng mit dem Meerwasser verbunden. Wenn Teile flacher Meeresbereiche vom übrigen Meer abgetrennt werden, verdunstet bei heißem Klima das Meerwasser und eine dünne Gipsschicht lagert sich am Meeresboden ab. Dieser Vorgang wiederholt sich viele Male und nennt sich Eindunstung. Je nachdem, wie viel Wasser verdunstet und wie viel Frischwasser zugeführt wird, lagert sich zunächst Gips und danach Steinsalz ab. Mit erneut einfließendem Meerwasser wiederholt sich der Vorgang und es wird eine neue Gips- oder Salzschicht abgelagert.
Aufgrund der Löslichkeit der Sulfat- und Salzgesteine sind Gipskeuper-Landschaften häufig durch Verwitterungen wie Dolinen und Erdfälle charakterisiert.

Muschelkalk

Zur Zeit der Entstehung des Muschelkalks war unsere Region überwiegend von einem flachen Meer bedeckt. Der Kalk wurde vor allem durch tierische oder pflanzliche Lebewesen aus dem Meerwasser gebildet. Kalkschalen und kalkige Skelettreste bauten die Kalksteinbänke des Muschelkalks auf. Flache Meeresarme und flache Küsten trockneten im subtropischen Klima immer wieder aus, sodass Salz und Gips abgelagert werden konnten. Wenn neben Kalk gleichzeitig viel Ton abgelagert wird, wird das Gestein als Mergel bezeichnet.
Kalk (Mineral Calcit: CaCO3) kann mit Säure nachgewiesen werden. Bringt man Salzsäure auf reinen Kalk, bildet sich ein weißer Schaum. Bei Kalkmergel und Mergelsteinen entsteht grauer bis bräunlicher Schaum.

Stubensandstein

Nach dem Rückzug des Muschelkalkmeeres wurde unsere Region zum Festland. Doch im Laufe der Zeit überflutete das Meer immer wieder Teile des Landes. Es bildeten sich Flüsse und Sumpflandschaften. Schließlich drang wieder das Meer in unser Gebiet vor. Die Sande des Stubensandsteins wurden aus dem Festland eingeschwemmt.
Stubensandsteine können je nach Region und Bindemittel sehr unterschiedlich ausgebildet sein und haben deshalb unterschiedliche Eigenschaften. Die Farbgebung reicht von fast weiß über gelblich, grau und über rotbraun bis grünlich. Die Härte der Gesteine unterscheidet sich deutlich, je nachdem, welches „Bindemittel“ die Sandkörner zusammenhält. In dieser Region gibt es vorrangig kalkiges und kieseliges Bindemittel. Ein kalkiges und besonders ein kieseliges Bindemittel kann zu extrem harten Sandsteinen führen.

Kieselsandstein

Kieselsandsteine sind Sandsteine, bei denen die Quarzkörner durch ein kieseliges Bindemittel zusammengehalten werden. Dies kann so weit gehen, dass den alten abgerundeten oder kantigen Quarzkörnern förmlich neue Kristallflächen angewachsen sind (sogenannter kristallisierter Sandstein).
In anderen Fällen besteht der kieselige Zement nicht aus kristallinem Quarz, sondern aus amorpher, wasserhaltiger Opalkieselsäure. Aufgrund seiner Härte wurde er teilweise in Stollen zur Gewinnung von Wetzsteinen bergmännisch abgebaut.


Zeugenberg


Ein Zeugenberg oder auch Ausliegerberg ist eine Unterform des Inselbergs, bei der durch Erosion ein Einzelberg von dem erosionsresistenten Gesteinsverband, dem er ursprünglich angehörte, isoliert wird.
Er entsteht typischerweise in Schichtstufenlandschaften. Diese zeichnen sich durch eine Wechsellagerung von Schichtpaketen aus verwitterungsresistenten Gesteinen und Schichtpaketen aus deutlich weniger verwitterungsresistenten Gesteinen aus. Ein Zeugenberg weist in aller Regel eine flache aber steilwandige Kappe auf, die die unterlagernden Gesteine vor rascher Erosion schützt.


Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Entstehung von Zeugenbergen


Zeugenberge entstehen zum einen in Schichtstufenlandschaften mit flach einfallenden Schichten durch die Erosion, die durch das Wasser von Flüssen ausgelöst wird. Diese isolieren den topographisch höchsten und exponierten Teil einer Schichtstufe durch Eintiefung in den vom topographisch niedrigeren und noch teilweise von jüngeren Schichten überdeckten Teil der Schichtstufe.
Eine andere Möglichkeit der Zeugenbergentstehung ist die Lage auf einer Grabenscholle. Eine gegen Erosion resistentere geologische Schicht auf einer tektonisch abgesenkten Scholle wird weit weniger von Erosion angegriffen als in den nicht-abgesenkten Bereichen. Das ist so weil dort flächenhaft wirkende Erosionsformen höher liegendes Terrain stets stärker angreifen als tiefer liegendes. Außerdem liegt im nicht-abgesenkten Bereich die unterlagernde erosionsempfindlichere Schicht ebenfalls topographisch höher und kann von den sich einschneidenden Flüssen schneller erreicht werden. Haben sich die Flüsse im nicht-abgesenkten Bereich erst bis in diesen unterlagernden Horizont eingetieft, verbreitern sich die Flusstäler dort u. a. durch von Quellen verursachte Erosion relativ schnell. Dies bewirkt, dass das eigentlich relativ erosionsresistente Gestein dort nun ebenfalls zügig ausgeräumt wird.
Schließlich ist die geologisch resistentere Schicht im nicht-abgesenkten Bereich komplett abgetragen. Die darunter liegende weniger resistenten Schichten sind auf der tektonisch abgesenkten Scholle noch gut durch das darüber liegende Gestein geschützt. Dagegen wird das Gelände des nicht-abgesenkten Bereiches deutlich schneller tiefergelegt als das des abgesenkten Bereiches und der dort erhaltene Stufenbildner wird als Zeugenberg aus der Landschaft herausmodelliert.



Aus dem Tal entsteht ein Berg


Einer der beiden Berge in der unmittelbaren Umgebung war ursprünglich ein Tal.

Als sich das Urmeer in dieser Gegend vor Jahrmillionen langsam zurückzog, bildete das Tal als tiefer liegende Stell zunächst einen natürlichen Schutz vor Erosion durch Wind und fließendes Wasser. Dadurch wurden die jüngeren und gegen die Erosion resistenteren Gesteinsschichten außerhalb der Mulde über Jahrmillionen langsam abgetragen, während es innerhalb der Mulde kaum angegriffen werden konnte. Nach der Abtragung des harten Gesteins außerhalb der Mulde lief dort die Erosion im weicheren Gestein noch schneller ab, so dass aus der ehemaligen Mulde langsam eine Umkehr zur Anhöhe erfolgte.

Mit der vollständigen Verlandung griffen Wind und Wetter nun auch die Gesteinsschichten innerhalb der ehemaligen Mulde stark an. Dieses sehr harte Gestein konnte der Erosion jedoch einen viel größeren Widerstand entgegensetzen als die weichen Gesteinsschichten der weiten Umgebung. Dadurch wurde das Umland immer niedriger und aus der ehemaligen Mulde spülte das Wasser einen markanten Zeugenberg heraus.






Fragen


1. Welcher Fachbegriff wird bei der Entstehung des Hügels im Nordosten auf der Infotafel erwähnt?

2. Erkläre mit deinen eigenen Worten, was sich bei der Entstehung deiner Meinung nach hier konkret abgespielt hat.

3. Welche Gesteinsschichten (bitte konkrete Bezeichnungen) sind bei der Entstehung des Hügels im Nordosten beteiligt?

4. Teile mit Hilfe deines Navis die Umgebung ein, welche Gesteinsschicht du an der Oberfläche erwartest und begründe deine Vermutung. Bringe so die vorherrschenden Gesteinsschichten mit der Landschaftsform in Verbindung.
Untersuche einen Stein vor Ort und ordne ihn den Gesteinsformen zu. Erkläre bitte kurz, warum dieses Gestein an diesem Platz an der Oberfläche zu finden ist. (Wenn du dir etwas Essig mit nimmst, sollte dir das vor Ort helfen.)




Optional würde ich mich sehr über ein Bild von euch, von oder der Gegend freuen!

Aber bitte keine Bilder von der Infotafel!



Quellen


  • Informationstafel vor Ort
  • http://www.wikipedia.de
  • http://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften
  • http://www.wissen.de/lexikon
  • http://www.geodz.com
  • http://www.geokoffer.de


Sendet bitte eine e-mail mit den Antworten an mich. Ihr könnt gleich loggen und braucht nicht auf meine Freigabe zu warten. Sollte etwas mit den Antworten nicht stimmen, melde ich mich bei euch.

Additional Hints (Decrypt)

Orv Sentr 4 qüesg vue nhpu trear fcrxhyvrera. Nore ovggr orteüaqrg rher Nagjbeg

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)