
Gredetsch, der Talname, lässt sich sinngemäss mit „geradeaus“ übersetzen, und schnurgerade
läuft der Graben auch vom Nesthorn hinaus und hinab zur Rhone. Ins Gredetsch führt bis heute
keine Strasse, dafür wird hier Wasser gefasst, und an seinen steilen Flanken hinaus auf die
Felder um Mund und Birgisch geleitet. Besonders kühn trassiert ist die Wyssa an der Westseite
des Gredetschtals, die bereits 1462 erstmals in einer Urkunde erwähnt wird. Sie wurde
buchstäblich dem Fels abgerungen: Nicht weniger als 200 Kännel mit einer Gesamtlänge von
500 m waren noch Anfang des 20. Jh. montiert. Nach einem Bergsturz im Winter 1928 wurde
die Wyssa saniert und dabei teilweise in Tunnels verlegt. 1995 erfolgte dann der Durchstich
eines modernen Wasserstollens (1120 m lang), der sechs Suonen aus dem Gredetschtal ersetzt.
Er ist so komfortabel angelegt, dass man im Frühsommer die Kühe durch das Loch auf die Weiden
im Talinnern treiben kann.
Die oberste Wasserfassung steht spektakulär in diesem wilden Tal. Darum habe ich dort für dich einen Cache versteckt!
Der Cache liegt im Eidg. Wildtierschutzgebiet Alpjuhorn, in welchem die Schutzzeit das ganze Jahr dauert, also immer ist. Wintersportarten sind ausserhalb der markierten Piste verboten. Der Cache liegt am Wanderweg, du kannst ihn vom Weg aus ergreifen. Und bei den Geocachingtools ist ja weder ein Gewehr noch ein Pfeilbogen oder ähnliches vorgesehen…
Also geniesse die Gegend und trage Sorge zur Umwelt!