Diese schöne und kleine Kapelle auf dem Friedhof Ohlsdorf liegt zwischen den Lärchenallee und der Mittelalle im Ostteil des Ohlsdorfer Friedhof. Die 1923 eingeweihte Kapelle sollte ursprünglich nur eine Notkapelle, also ein Provisorium sein. Der Bau dieses Kleinodes wurde 1920 öffentlich ausgeschrieben und es wurden mehr als 80 Entwürfe eingereicht den Zuschlag haben dann die Architekten Zauleck und Hormann erhalten.
Die Kapelle ist nach deren Plänen als ausgefachter Holzständerbau mit Ziermauerwerk errichtet worden. Der hier angewandte Heimat(-schutz)-stil orientiert sich an den Fachwerkbauten in den Vier- und Marschlanden die dieser Kapelle als Vorbild dienten. Dieses kann man im Vergleich zur Dreieinigkeitskirche in Hamburg Allermöhe sehr gut erkennen.
Von der Kapelle 12 aus braucht man nur der Lärchenallee zu folgen, um zu den Commonwealth War Graves und zum Seemannsfriedhof zu gelangen. Wenn man jedoch von hier aus direkt der Straße nach Norden zur Mittelallee folgt, geht man auf die Grabstätte der Sturmflutopfer von 1962 zu.
Die Kapelle 12 wurde 1985/1986 aufwendig restauriert (800.000,-DM) Im Rahmen dieser Restaurierung wurde die Originale Holzdecke freigelegt werden. Der Versammlungsraum der Kapelle 12 hat 48 Sitzplätze. Für Holzdecke wurde im Rahmen der Restaurierung die Originale Farbgebung der Zierdecke nach Otto Fischer-Trachau wiederhergestellt: goldene Sterne auf einem blauen Untergrund.
(Quellennachweise: Informationstafel vor Ort, www.friedhof-hamburg.de, www.fof-ohlsdorf.de)