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Die Eiszeit lässt grüßen EarthCache

Hidden : 12/15/2016
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Dieser EarthCache befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Bitte verhaltet euch entsprechend umsichtig und schont die Natur. Die offiziellen Wege müssen und dürfen zu keiner Zeit verlassen werden.



Du stehst hier vor einem echten Relikt der Eiszeit. Kutzgraben ist der Name dieses kleinen wasserlosen Tälchens zur Rur. Es ist über 10.000 Jahre alt. Täler entstehen, wenn sich ein Bach oder Wasserlauf über längere Zeit in den Boden einschneidet. In diesem Bereich hat sich ein ca. 750m langes Tal teilweise mehr als 5 m tief eingeschnitten. Es findet sich jedoch keine Spur eines Baches oder einer versiegten Quelle.

Eiszeitlicher Ursprung

In den Eiszeiten – die letzte endete vor etwa 12.000 Jahren – stießen riesige Eismassen aus Skandinavien und den Alpen in das Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland vor.

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Hierbei handelte es sich um die sogenannte Würmeiszeit oder auch Würm-Kaltzeit. Sie endete mit dem Beginn des Holozäns. Das Holozän ist der jüngste Zeitabschnitt der Erdgeschichte; es dauert bis heute an. Dieses Erdzeitalter begann vor etwa 11.700 Jahren mit der Erwärmung der Erde am Ende des Pleistozäns. Auf die Kaltzeit folgte wieder eine Erwärmung, die bis heute andauert und in der sich die Gletscher zurückbilden. Dennoch gab es auch im Holozän Temperaturschwankungen und auch Eisvorstöße, letztmals in der neuzeitlichen sogenannten „Kleinen Eiszeit“ (von Anfang des 15. Jahrhunderts bis in das 19. Jahrhundert hinein). Das Holozän wird als „Interglazial“ des Eiszeitalters angesehen, da die Pole und die hohen Gebirgslagen noch immer vergletschert sind. Dort, wo das Land eisbedeckt war, blieben deutliche Spuren zurück. Es gab aber auch Regionen in Deutschland, die von der riesigen Eisdecke verschont blieben. Die Eifel war ein solches sogenannte Periglazialgebiet. Hier war der Boden mehrere Meter tief gefroren, man nennt dies Permafrost, wie im heutigen Sibirien. Unter normalen Temperaturbedingungen würden Niederschläge sofort im wasserdurchlässigen Gesteinsuntergrund versickern. Beim Permafrostboden konnte durch den gefrorenen Boden kein Wasser versickern und floss oberflächig ab. In den Frühjahrs- und Sommermonaten, in denen der obere Boden leicht antaute, rissen die Niederschlagswässer viel Schutt und Gestein mit sich.

 

Steter Tropfen höhlt den Stein

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich der Wasserlauf tiefer und tiefer einschnitt und ein kastenförmiges Talbett entstand. Nicht auszuschließen ist natürlich, dass sich der ausgetrocknete Graben durch zeitweilige Nutzung als Weg so deutlich erhalten hat.

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Grundsätzlich entsteht diese Form des Tales wenn ein Fluss das Gelände nicht nur in der Tiefe sondern auch noch in der Breite erodiert. Der Fluss füllt damit den Talgrund nicht mehr vollständig aus. Je nach dem Vorkommen oder Fehlen von einer flächenhaft wirkenden Abtragung der Landfläche, unterscheidet man Sohlentäler mit Hängen als Begrenzung oder Kastentäler, die von Wänden begrenzt werden.

Von einem Kerbtal sprechen wir bei einem ungefähren Gleichgewicht zwischen Tiefenerosion und Hangabtragung. Im Querschnitt sind Kerbtäler V-förmig. Der Talgrund wird vollständig oder nahezu vollständig vom darin fließenden Fluss ausgefüllt.

Eine Klamm entsteht bei sehr kräftiger Tiefenerosion eines Flusses. Seitenerosion und Denudation spielen dabei keine oder nur eine untergeordnete Rolle. Klammtäler haben deshalb Wände als Talbegrenzung, der Fluss füllt den Talgrund vollständig aus. Muldentäler bilden sich in Gebieten mit starker flächenhaft wirkender Abtragung der Landfläche. Sowohl die Tiefen- als auch die Seitenerosion treten dagegen zurück. Die kräftige Hangabtragung führt zu flachen Talhängen. Der Übergang zum eigentlichen Talgrund ist undeutlich. Muldentäler entstehen bevorzugt in den Periglazialgebieten und in den wechselfeuchten Tropen.

 

Um diesen Cache zu loggen, begib dich zu dieser Location und beantworte nachfolgende Fragen. Anschließend postet zu eurem Log bitte noch ein Foto von euch an der Location. Wenn ihr selbst nicht auf dem Foto erscheinen wollt, reicht natürlich auch ein persönlicher Gegenstand auf dem Foto als Beweis eurer Anwesenheit. (Laut Earthcache Guidelines ist die Forderung eines Fotobeweises seit Juni 2019 wieder erlaubt.)


 

1.) Schaue dir den Talabschnitt hier einmal genau an. Anhand des Listings solltest du erkennen um welche Talform es sich hier handelt.

2.) Betrachte die Seitenhänge des Tales? Begünstigt dieser Boden die weitere Erosion, oder hält er sie eher auf?

3.) Was glaubst du: Wie wird das Tal wohl in weiteren 10.000 Jahren aussehen? Begründe deine Antwort.

4.) Wie tief hat sich der ehemalige Fluss in das Gelände eingeschnitten? Hier reicht eine Schätzung von eurem Standpunkt aus bis zur Talsohle.

 

Danach könnt Ihr sofort loggen. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung sein sollte, melde ich mich.

Quellenverzeichnis:

-Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

-Wikipedia

-geo.fu-berlin.de

-motorradphilosophen.de

 

Additional Hints (No hints available.)