Weihnachten
Es ist geschafft - endlich ist der grosse Tag da.

Die Geburt Jesu Christi, Darstellung aus dem Hortus Deliciarum der Herrad von Landsberg (12. Jahrhundert) - Quelle: Wikipedia
Weihnachten... Inzwischen passt für die Meisten der abgewandelte Liedtext "Süsser die Kassen nie klingen." am besten auf diese Tage. Aber das war nicht immer so.
Eigentlich wird am 25. Dezember die Geburt Christi gefeiert, was sich in der österreichischen Bezeichnung "Christtag" deutlich zeigt. Die Festtage haben dabei ihren Höhepunkt und versinken dann allgemein schnell wieder im Alltag. Eigentlich dauern sie jedoch je nach Kirche bis zum 6. Jänner bzw. Lichtmess Anfang Februar, wenn die Krippen wieder geschlossen werden.
Der älteste bekannte Beleg für den Begriff "weih nachten" stammt aus der Predigtsammlung Speculum ecclesiae um 1170: "diu gnâde diu anegengete sih an dirre naht: von diu heizet si diu wîhe naht." Wahrscheinlich ist der Begriff aber noch älter.
Aber es war nicht immer dieses Datum. In den frühen Jahrhunderten nach dem als Christi Geburt definierten Zeitraum driftete das Geburtsdatum munter durch den Kalender, mal im Winter, mal im Frühjahr bis Ende Mai - wie es eben zur Interpretation der geschichtlichen Quellen passte. In römischer Zeit, etwa im Jahr 340, wurde dann der 25. Dezember fest gelegt.
Weihnachtsstern... Auch so ein Thema. Die Pflanze mit den strahlenförmigen roten Blüten ist ja eindeutig, da sie ihre Blütezeit im Dezember hat. Der Weihnachtsbaum hingegen wird gezielt zu den letzten Kalenderwochen des Jahres hin zum Blühen gezwungen, wobei seine Blüten inzwischen meist energiesparende LED-Pünktchen sind. Die Feuerwehren freut das. Aber lassen wir die Botanik in Ruhe.
Der in fast jeder (bildhaften) Darstellung der Geburtsszene omnipräsente Komet ist nicht wissenschaftlich gesichert. Auf jeden Fall nicht für die Zeit um den Zeitpunkt, der als "Christi Geburt" bezeichnet wird. Uns ist kein Komet überliefert, der in diesem engeren Zeitraum an der Erde vorbei flog. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass es einen extrem langperiodischen oder einen nur einmaligen Kometen gab.
Eine andere astronomische Deutung ist eine enge Konjunktion der Planeten Jupiter und Saturn. Tatsächlich gab es Anfang Dezember des Jahres 7 v. Chr. wieder eine enge Begegnung, bei der die beiden hellen Planeten im Sternbild der Fische nur ein Grad (das ist der doppelte Monddurchmesser) von einander entfernt waren. Das Ganze spielte sich am Abendhimmel ab und wurde zu Dämmerungsbeginn gegen 17:30 (in unserer Zeitskala UTC+2) im Süden sichtbar. Das Schauspiel konnte dann bis gegen 23:00 Uhr beobachtet werden, wenn die Planeten im Westen untergingen.
Kometen waren lange Zeit als "Schicksalssterne" verrufen. Ein Beispiel ist der Wandteppich von Bayeux, auf dem der Komet Halley (seine erste bildhafte Darstellung!) mit der Eroberung Englands im Jahre 1066 in Verbindung gebracht wird. Erst als Giotto di Bondone um 1305 in Padua sein Fresko der "Anbetung der Heiligen Drei Könige" schuf, auf dem der damals sichtbare Halleysche Komet dargestellt wird, fand der "Krippenkomet" seinen festen Einzug in das breite Bewusstsein.
Weihnachtsgeschäft Für Viele ist das inzwischen eher ein mehr oder weniger stark ausgeprägtes Reizthema.
Ganz kurz: Angefangen hat es mit der Säkularisierung und Profanisierung des Nikolaus und der damit verbundenen Verlegung der Gabenzeit auf das Weihnachtsfest. Nach dem zweiten Weltkrieg ging es mit der neu anlaufenden Wirtschaftsmaschine steil bergauf und der gezielte Einsatz des "Weihnachtmannes" in seinem rot-weissen Anzug und dem (für Europa und die meisten Teile der Welt so absolut typischen) Rentierschlitten als Marketinginstrument führte dazu, dass die Wochen vor dem Weihnachtsfest mittlerweile die wirtschaftlich wichtigste Zeit für den Handel geworden ist. Die ursprüngliche Bedeutung der Tage kam dabei voll unter die Kufen.
Zum Cache:
- Bitte macht ihn nicht während der Jagdzeit ein bis zwei Stunden um Sonnenauf-/-untergang und passt auf eventuelle jagdliche Fahrzeuge auf! Bei meiner Runde in der Gegend auf der Suche nach Versteckmöglichkeiten habe ich zwei Ansitze (inzwischen in OSM eingetragen) und vier Futterstellen gefunden. Eine davon befindet sich rund einhundert Meter nordnordwestlich des Caches am Rande einer kreisfürmigen Lichtung. Auf dem Weg um das Waldstück habe ich Spuren von PKW-Reifen gefunden, also wird der Weg auch befahren.
- Die Stelle ist zwar gegenüber Siedlungen, Strassen und Ansitzen abgeschirmt, aber bitte trotzdem unauffällig vorgehen. Denkt auch an Hundelüfter!
- Wenn doch einmal Schnee liegen sollte: Bitte legt falsche Trampelspuren auch in der Umgebung, damit die Stelle selbst nicht durch eine Cacherautobahn verraten wird. Ansonsten wird das hier schnell eine schnöde Filmdose oder so...
- Bitte behandelt den Cache sorgfältig. Eigentlich sollte das ja selbstverständlich sein.
So, und jetzt Allen schöne friedliche Feiertage und ein gutes neues Jahr!