Hintergrund
1961 begann die SDAG Wismut mit Erkundungsarbeiten im Bereich der sächsischen Elbtal-Kreideformation. Ab 1967 wurde hier der konventionelle Uranerzabbau betrieben. Die in verschiedenen Sandsteinen der Kreideformation lokalisierte Uranerzlagerstätte wurde auf einer Fläche von ca. 6 km² erschlossen und im Bereich der Ortschaften Königstein – Bielatal – Langenhennersdorf abgebaut. Der in unmittelbarer Nähe der Hauptschächte liegende Ort Leupoldishain wurde nahezu vollständig unterbaut. Entscheidend für den gesamten Bergbau und die folgende Sanierung der Grube sind die lokalen und regionalen hydrogeologischen Verhältnisse.
Urangewinnung durch Laugung
Der Gesamtvorrat der Lagerstätte Königstein betrug insgesamt rund 30.000 Tonnen Uran. Dabei weist das Bergwerk eine Besonderheit auf, die vor allem hinsichtlich der Verwahrung und der anschließenden Flutung von Bedeutung ist. Wegen der relativ niedrigen Urangehalte im Sandstein wurde schon in den frühen 1970er Jahren mit Untersuchungen zu effektiveren, chemischen Verfahren zur Gewinnung des Rohstoffes begonnen. 1984 stellte man den untertägigen Abbau des Urans auf das chemische Gewinnungsverfahren um. Dabei kam im Rahmen verschiedener Laugungstechnologien mit Schwefelsäure versetztes Wasser zur Anwendung. Dieses wurde über Bohrlöcher in vorbereitete Sandsteinblöcke eingepresst oder in gesprengte Kammern aufgegeben. Nach dem Laugungsprozess fasste man die Lösung und pumpte diese nach über Tage. Schließlich wurde das Uran in einer Aufbereitungsanlage selektiert. Durch diese Technologie kamen bis 1990 über 55 Millionen Tonnen Gestein mit schwefelsäurehaltiger Lösung in Kontakt. Ein Teil der Lösung ist als Porenwasser im Sandstein verblieben und führte zur weiteren Mobilisierung von Uran und Schwermetallen. Bei einer ungesteuerten Flutung des Bergwerkes wären diese Elemente unkontrolliert in die Grundwasserleiter bzw. Vorfluter gelangt.
Quelle: WISMUT GmbH
Wer untersucht, ob das bei den ständigen Überflutungen der Elbe in den letzten Jahren nicht schon passiert ist?
Dieser Cache soll zeigen, dass die radioaktive Gefahr nicht aus Tschernobyl kommt, sondern schon in der Nachbarschaft wohnt. Hier sitzen heute noch die Leute, die diese Verantwortung tragen. Hoffen wir, dass sie das richtige tun. Viele Menschen sind aus Leopoldishain weggezogen. Die Menschen hier haben Angst vor Krebs und Verseuchung.
YELLOW-CAKE-HERSTELLUNG
Wohin mit kontaminierten Abwässern?
YELLOW-CAKE-DOKU
Wohin mit kontaminierten Böden, Altmetall und Grubenabwässern?
Es muss nicht am Ausstellungsstück herumgeschraubt werden! Bitte unterlasst dies, sonst könnte es Ärger mit der hauseigenen Sequrity geben!