Kurz vor Rom, das noch zur Gemeinde Birresborn gehört, steht auf der linken Seite, etwa 100 m abseits der Salmer Straße den Karoliner-Weg betretend in der ersten Links-Kurve am rechten Hang das Mordkreuz.
Inschrift
HIER STARB in treuer Pflichterfüllung, VON WILDDIEBEN ERMORDET; der Forstlehrling Willi Knapp am 19.11.1919. GEWIDMET VON DEN FORSTBEAMTEN DES REG.BEZ. TRIER & DES SAARGEBIETES.
Grund der Errichtung
Dieser Gedenkstein erinnert an eine Mordtat, die sich kurz nach dem Ersten Weltkrieg hier ereignete.
Der Forstlehrling hatte zwei „Brüder“ aus Rom beim Wildern ertappt. Beim Abführen ergab sich die Möglichkeit dem Forstlehrling eine Waffe zu entreißen, womit auf ihn geschossen wurde. An der Schussverletzung ist er Stunden später gestorben. Bei der Verhandlung wurde der 21jährige Schütze Nikolaus B. erst zur Todesstrafe, später jedoch zu einer lebenslänglichen Strafe begnadigt. Nach seiner Entlassung (aus dem Zuchthaus und später dem KZ) nach dem Krieg, wohnte er mehrere Jahre in Birresborn, im Hause Wowesch, später zog er nach Walsdorf um. Es wurde herausgefunden, dass die beiden keine Brüder, sondern Stiefneffe und Stiefonkel waren. Sein 18jähiger Stiefneffe Michael B. erhielt eine Zuchthausstrafe von 7 Jahren, danach heiratete er eine Frau aus Büscheich und zog ebenfalls nach Birresborn, wo seine Familie wohnte.
In der damaligen Zeit, wo viel Hunger gelitten wurde und die Wälder voll Wild waren, war das Wildern stark verbreitet. Dies soll die Tat, deren wahren Hergang nur 3 Personen kannten, nicht verharmlosen.
(Text: http://www.birresborn.de/wegekreuze.asp?ID_LANDMARK=26)