Nichts, aber auch GAR NICHTS, ließe den Laien hier auf ein Schloss schließen. Und doch belegen alte Kupferstiche, dass hier ein ebensolches – bewohnt von mordlüsternen Gesellen - gestanden haben muss… Aber erzählen wir einen Teil der wilden Vergangenheit Rabenhofs - augenzwinkernd - mit den Worten unseres Mundartdichters:
„A poar kloane Teichter, an Schippl Bam und Büschn,
wo die Karpfen in der Sonn umanandakleschn.
A Schipperl Häuser, nit amol a Kapölln,
geduldige Leit, die net raub’n und stöhln.
Maonche san schoa granti, aber die meisten geduldig wia die Schof,
im kloan, g’miatlichn Ort Robnhof.
Vor vül hundert Joahrn, so erzöhlt ma no heit,
woarn durt gaonz wüste Raubrittersleit.
Im Robnhofer Schlouß hobn sie si sesshoftig gmocht,
hobn die Leit überfolln bei Tog und bei Nocht.
Und is oana g’foahn mit Rouß und mit Wogn,
hobn’s ouft auf da Stöll die Leit glei daschlogn.
Und a jeda vo de Ritter hot an Spitznouman g‘hobt.
Da Ritter im Trab und Ritter Galopp.
Ritter in da Sunn und Ritter verbloacht,
Ritter Friahauf und Ritter der schnoarcht.
Ritter mit da schmoln und da weiteren Pappn.
Ritter der Hoarte und zum Jungfraun schnappn.
Dann hobn’s gsogt zu die Leit, du bringst mi sofort
drei Maßl Korn und zwölf Toler in hoat.
Fünf Klofta Hulz zum Hoazn und Kochn
und wüllst net, ‚wirst mit`n Säbl dastochn!‘
Und g‘fressn hobn’s gern die wüstn Raubritta
Und gsoffn dazua so monchigen Lita.
Heit kennt ma nix mehr, wo die domols g’haust hob’n,
nur da Plotz von dem Schlouß mit an broatn Wossergrobn…“
… „Wild“ mutet manchem Ortsfremden mitunter auch die hiesige Sprache an. Doch übt sie – trotz des manchmal „bellenden Charakters“ – einen charmanten Reiz auf den Zuhörer aus. Doch wie steht’s um deine Steirisch-Kenntnisse? ;-)
Welche Begriffserklärung ist die richtige? Die Zahl neben der richtigen Antwort entspricht dem jeweiligen Lösungsbuchstaben.
A Gatterhousn - Feldhase (5)
- Hauskaninchen (3)
- lange Unterhose (7)
B Droa - Getreide (6)
- Drohung (1)
- männliche Biene (4)
C Erdruabn - Zuckerrübe (5)
- Karotte (9)
- Kartoffel (3)
D gneadi - eilig (5)
- neidig (4)
- freigiebig (6)
E ferten - in der Früh (4)
- voriges Jahr (8)
- abends (6)
F Feichtn - Fichte (9)
- junges Schwein (11)
- kleines Messer (10)
G hal - heilig, fromm (2)
- eisig, rutschig (3)
- großgewachsen, lang (5)
H Futzerl - kleines Kind (13)
- kleines Stück (12)
- Latzhose (11)
I kleba - wenig (2)
- viel (1)
- klebrig (0)
J gstat - komisch (36)
- still (25)
- attraktiv (16)
K Koschpel - Dessert (15)
- Nachmittagsjause (17)
- Küchenabfall (14)
L grepazn - sich laut beschweren (13)
- bitterlich weinen (14)
- aufstoßen, rülpsen (12)
Das Versteck ist ein kleiner Kompromiss, bei der ursprünglichen Idee hätte es wohl zu sehr nach "Verbot" gerochen, was wir natürlich tunlichst vermeiden wollen! :) Das Klettern auf Bäume oder das Besteigen jeglicher "Konstruktionen" ist bei diesem Cache NICHT notwendig!! Die Teichanlage, deren Betreten leider nicht gestattet ist, ist übrigens ein kleines, unscheinbares, jedoch wertvolles Naturjuwel. Das Vogel- und Amphibienparadies beheimatet unter anderem den EU-weit geschützten Teichmolch und den Moorfrosch, wo sich das Männchen in der Paarungszeit spektakulär leuchtend blau verfärbt.
N46 (A∙B+C),(D+2)(E/2)(F-7)
E015 (G)(H-4),(I²+3)(√J)(K-L)