Die Mödlinger Basaltbombe

(c) Karl Gruber
Dieser kleine kurze Earthcache soll dich zur Mödlinger Basaltbombe locken. Natürlich handelt es sich hier um keine echte Bombe, sondern um Würfling des Paulibergs, welcher von diesem Standort mehr als 50km entfernt im Burgenland liegt. Viel Spaß bei dieser weiteren „Geologiestunde“ – made by sirkönig ;-)
Geologie des Paulibergs
Der Pauliberg ist Österreichs jüngster erloschene Vulkan, und daher von geologischer Besonderheit. Der im Mittelburgenland gelegene Vulkan bietet eine Vielzahl an Mineralien und natürlich an Basalt. Die vulkanischen Aktivitäten begannen vor ca. 20 Millionen Jahren und war mit der alpidischen Gebirgszugbildung verbunden. Vor diesen Jahrmillionen drifteten die Afrikanische und Europäische Platte aufeinander, wodurch das untergeschobene Gestein schmolz und als zähflüssiges Magma an die Oberfläche stieg. Darauf entstand Basalt, welches zu den basischen Ergussgesteinen gehört. Hauptsächlich besteht Basalt aus Eisen- und Magnesiumsilikaten, sowie aus Olivin und calciumreichen Feldspat. Der Pauliberg gilt deshalb als besonders „Bodenschatzkästchen“, da man hier Funde von über 60 Mineralien gemacht hat.

(c) Tirol Atlas
Arten von Basalt
Hier findest du die Unterschiede der zwei Hauptbasaltarten und ihre gröbsten Eigenschaften.
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Tholeyit – Basalt
-> Bezeichnet dichten dunklen Vulkanit mit Hauptgemengeanteil an calciumreichen Feldspat und an Pyroxen
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Alkalibasalt
-> Melanokrates Ergußgestein mit feinkörnigem, porphyrischem, porös-blasigem Gefüge.
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Wie entsteht eine Basaltbombe?
Eine Basaltbombe (früher auch Auswürfling genannt) ist ein aus einem Vulkan geschleuderter Pyroklast, welche einen Mindestdurchmesser von min. 6,4 Zentimeter besitzen. In der älteren Literatur gilt jeder Pyroklast, welcher auf einer ballistischen Bahn herausgeschleudert worden ist, als Bombe.
Als „ballistisch“ bezeichnet man jene Kurve, die durch den Luftwiderstand von der idealen Wurfparabel abweicht.
Pyroklastische Gesteine, welche zu mehr als 75% aus vulkanischen Bomben bestehen, werden als vulkanische Agglomerate bezeichnet.
Eigenschaften von Basaltbomben
Wie oben bereits beschrieben haben vulkanische Bomben per Definition einen Mindestdurchmesser von 64mm, können aber auch mehrere Meter Durchmesser erreichen. Ihre Form ist meist Ei- oder Spindelförmig. Je nach Druck beim Herauskatapultieren ergibt sich die charakteristische Form dieser Bomben.
Deine Aufgaben
1. Beschreibe die Oberfläche der Basaltbombe. (Farbe, Härte, Struktur, Dichte)
2. Wie viele Krustenschichten kannst du an der Basaltbombe min. erkennen.
3. Beschreibe die im Gestein enthaltenen Mineralien. Worum könnte es sich handeln?
4. Miss mit einem Maßband den Durchmesser und die Höhe der Basaltbombe.
O. Optional kannst du ein Foto von dir und der Basaltbombe an deinen Log hängen.
Du brauchst, wie auch laut Guidelines vorgesehen, meine Logerlaubnis nicht abzuwarten um den Earthcache als Fund loggen zu dürfen.
Bei der Infotafel sind gute Augen nötig, da die manche Buchstaben langsam ausbleichen.
Niemand braucht sich für diesen Punkt in Gefahr zu begeben. Bei Unfällen oder Schäden haften weder Owner noch Geoawares.
Happy (Earth-) Caching wünscht euch sirkönig