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Haller Landheg #4 – Stumpfholz Traditional Cache

Hidden : 2/2/2017
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Achtung: Jagdgebiet, daher bitte nicht bei Nacht suchen!

Haller Landheg #4 – Stumpfholz
(bitte Stift mitbringen)

Die Reichsstadt Hall (heute Schwäbisch Hall) durfte das ihr zugehörige Land mit einer Landwehr oder Hege umschließen und schützen. Von etwa 1350 n.Chr. an wurde diese Verteidigungsanlage angelegt und immer wieder ausgebaut und erweitert. Mit einer Länge von etwa 230 Kilometern umschloss sie in mehreren Abschnitten und Unterabschnitten (sogenannten Flügelhegen) in ihrem Maximalausbau ein Gebiet von etwa 330 Quadratkilometern Größe.

Im wesentlichen bestand die Haller Landheg aus ein bis drei hintereinander liegenden Wällen und zugehörigen tiefen Gräben in unterschiedlicher Mächtigkeit. Heutige Reste zeugen nach vielen Jahrhunderten der Verwitterung noch immer von einer Grabenbreite von bis zu 10 Metern und 1 bis 2 Metern Höhe. Zu ihrer Blütezeit muss die Anlage demnach deutlich mächtiger gewesen sein.

Das Gebiet der Reichsstadt Hall wurde entlang der Landheg durch Grabenreiter überwacht. An bedeutenden Heerstraßen gab es insgesamt 4 Landtürme und ein Wachthaus, die Tag und Nacht besetzt waren und den Zugang zum Gebiet der Stadt Hall überwachten. Kleinere Nebenstraßen waren mit Falltoren und Schlagbäumen gesichert.

Unterhalten wurde die Landheg durch die Verpflichtung der Bürger zu Frondiensten, für den Erhalt der Landheg. Jeder Bewohner des Gebietes der Reichsstadt Hall hatte einen Hegetag pro Jahr abzuleisten und Besitzer von Ländereien mussten jährlich ein sogenanntes Grabengeld für die Unterhaltung der Landheg zahlen. Der heute bekannte Verlauf der Haller Landheg umspannte das Gebiet von Schwäbisch Hall Steinbach über Westheim, das Dendelbachtal, Wielandsweiler und Mainhardt nach Witzmannsweiler, weiter über Gnadental, Kupfer, Brachbach, Braunsbach, Hörlebach b. Ilshofen nach Großallmerspann, Großaltdorf, Anhausen und Sulzdorf zurück nach Steinbach. Die 230 Kilometer Länge erreichte die Haller Landheg durch zahlreiche Unterteilungen bzw. Unterabschnitte, so gab es beispielsweise eine Innere und eine Äußere Landheg und die schon erwähnten Flügelhegen. Die Gebiete um Vellberg und Honhardt waren nicht von der Landheg umgeben, obwohl diese zum Gebiet der Reichsstadt Hall zählten. Die 4 Landtürme befanden sich bei Sansenbach und an der Rotensteige bei Michelfeld (Innere Hege) sowie bei Brachbach und Hörlebach (Äußere Hege). Der einzige noch erhaltene Landturm ist jener bei Hörlebach. Das sogenannte "Stainin Wachthaus" befand sich im Hülbenbachtal zwischen Bibersfeld und Wielandsweiler. Die Haller Landheg bestand etwa 400 Jahre, ab Mitte des 18. Jahrhunderts wurden immer wieder Teile der Landheg verkauft. Als 1802 die Reichsstadt Hall durch Württemberg annektiert wurde, hatte die Haller Landheg bereits keine Bedeutung mehr und wurde zunehmend veräußert.

Alle wesentlichen noch erkennbaren Bereiche und Grabenverläufe der Haller Landheg sind heute als Natur- und Kulturdenkmal geschützt!

(Quelle: Hans Mattern u. Reinhard Wolf, Die Haller Landheg, Thorbecke Verlag Sigmaringen1990. )

Jetzt zum Cache:

Eine gute Parkmöglichkeit besteht bei N49 10.830 E9 56.430. Entlang des Waldrandes führt ein Weg in westlicher Richtung bis zu einem Bildstock bei N49 10.830 E9 56.060. Von hier führt ein Waldweg ca. 160m in den Wald. Bei N49 10.885 E9 55.982 sind dann rechts und links des Weges die Gräben und Wälle der ehemaligen Haller Landheg gut zu erkennen.

Das Final dieses Caches findest Du, wenn Du dem Wall auf der rechten Seite bis zu einer Wurzel folgst.

Bild Bild Bild Bild

Viel Spass beim Suchen und Entdecken.
Cache-Achse Hall-Michelfeld

Additional Hints (No hints available.)