Die Energiegewinnung als zentraler Faktor der menschlichen Entwicklung bestand in Großbardau bereits 1243 urkundlich belegt mit dem Betrieb von 2 Wassermühlen. Dazu hat man, in dieser Zeit natürlich noch völlig ohne Maschinen, die Parthe angestaut und 2000 m Mühlgraben künstlich angelegt. Die Niedermühle arbeitete bis 1627, die Obermühle mit dem momentan restaurierten und wieder funktionsfähigen Wasserrad bis 1930.
Vor zwei Jahrhunderten kam in Großbardau die Nutzung der Windkraft hinzu. Von der älteren Windmühle im oberen Teil der Nimbschener Straße ist nur noch das Wohnhaus erhalten, sie brannte 1870 ab. Die 1876 erbaute Holländerwindmühle soll nun der Startpunkt unseres windigen Spazierganges sein.
Sie wurde seit 1912 mit Diesel und seit 1930 mit elektrischem Strom betrieben. Seit 1963 steht gleich daneben der mächtige Bau der Zentralrohrsiloanlage, in der bis zur Wendezeit jährlich 180 t Getreide getrocknet, geschroten und zu Kraftfutter verarbeitet werden konnte. Heute steht davon nur noch die unterste Etage als Schuppen, und das Dach der alten Holländerwindmühle ist wieder das höchstgelegene Gebäudeteil von Großbardau.

Mühle Großbardau Anno 1966
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Dörferfressende Tagebaue, abschmelzende Gletscher in aller Welt, aber auch hunderttausende Jahre lang strahlender Atomrestmüll haben nun wiederholt das Interesse an der Windkraft geweckt. Aber um unseren immensen Energiebedarf zu decken, ist auch dies nicht ohne die Belastung von Anwohnern machbar.
Wohin das alles noch führen soll, und wohin genau es nun die Finaldose geweht hat,
diese Antwort weiß ganz allein der Wind ...
Laß dich erstmal 200m weit vom Supernas zu einer Kreuzung wehen. Dort warte, bis der Wind sich dreht, und der Otis bläst Dich 800 m weit bis zu einer Wegegabelung. Mit dem Circius im Rücken gelangst Du dann die letzten 170 m zum Rest des einst von Blitz und Donner zerborstenen Baumes.
Erst dort muß der Weg um einen Meter verlassen werden, aber erwarte auch vom Weg nicht zuviel Luxus, 2x bzw. 4x Gummi machen den Bodenkontakt etwas angenehmer ;-)
Allerdings hat ein LKW den hohlen Baum umgefahren. Deshalb liegt die Dose jetzt auf der gegenüberliegenden ( nördlichen) Wegseite in 1,8 m Höhe in einer Baumhöhlung ! Der Zugang zum Final ist übrigens nicht abgesperrt, nur während der wochentäglichen Arbeitszeiten auf der Baustelle manchmal bissel muggelig.
Man kanns natürlich aus der Ferne lösen. Da man am offen angegebenen Startpunkt parken kann und, falls Du grad nur den tiefergelegten Porsche dabei hast, auch sollte, hab ich mich für die Einstufung als Multi entschieden. Beachtet bitte die richtige Handhabung der Windrichtungen: Segelt der Geocacher gen Süden, wird er nicht vom Südwind dahin geblasen, sondern vom Nordwind !
Wie Leuchttürme werden Euch die 2 neuen Großbardauer Windräder in Final-Nähe leiten.
Die maximale Gesamthöhe von ca. 200 m setzt sich zusammen aus der feststehenden Nabe bei 145m und den rotierenden, 55 m langen Flügeln. Jedes der Windräder produziert übrigens 3,4Megawatt, ab dem Generator 400 V Spannung, welche im Sockel auf 20000V umgespannt wird. Die Einspeisung der Mittelspannung in das Netz erfolgt über das Umspannwerk Grimma.
Die Türme bestehen bis zu einer gewissen Höhe aus tunnelröhrenähnlichen Betonfertigteilen, diese sind innen senkrecht mit Stahltrossen verspannt, wie im Brückenbau.
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