____________________________________________
Die Umgehungsstraße Weßling wurde am 28. November 2016 feierlich für den Verkehr freigegeben. Die Umweltauflagen waren hoch, da das Gebiet sensibel ist und auch das Wörthseeer Trinkwasserschutzgebiet teilweise durchschnitten wird. Deshalb war der Bau höchst umstritten.
Der Grund für den Neubau war in erster Linie die Verkehrsberuhigung. Weit über 15.000 Fahrzeug durchfuhren die Ortsdurchfahrt von Weßling.
Um den Autofahrern die Umgehungsstraße attraktiver zu machen wurde die Hauptstraße durch Weßling zurückgestuft und im Ort mit Hindernissen versehen. Ziel ist es das Passieren der Fahrzeuge zu erschweren. Zudem wurde die Grünsinker Straße zurückgebaut. Sie ist von Weßling aus bis zur Kapelle Grünsink befahrbar (Sackgasse). Ab der Schranke kann die Straße nur noch als Fuß- und Radweg bis zur Autobahn bzw. der Umfahrung genutzt werden.
42 Amphibiendurchlässe sollen die Verluste bei Echsen, Kröten und Fröschen in Grenzen halten. Elf Millionen Euro kostete das Bauwerk. Am Ende der 3,3km langen Trasse, kurz vor der Autobahneinfahrt Wörthsee, befindet sich ein kleiner Bolzplatz, auf dem etwa 100 umgesiedelte Tiere leben.