Verstummt...
Ein Komponist schrieb einst ein Lied für seine Geliebte. Sie liebte Vögel über alles und so wollte er ihr damit eine große Freude machen.
Es war Spätsommer und ein herrlicher Tag. Eine leichte Brise streichelte die Spitzen der Gräser und die Sonne spiegelte sich in dem kleinen Bach nahe seines Hauses. Er saß draussen im Garten im Grünen und verfasste einen Brief für seine Geliebte. Er wollte sie zu sich in sein feines Haus auf dem Land einladen und endlich um Ihre Hand anhalten. Einen kleinen Vogel hatte er ihr von seinem Ersparten gekauft. Dieser sang fröhlich in seinem Käfig im Freien und freute sich darauf ihre Bekanntschaft zu machen. Zusammen mit dem Lied sollte alles perfekt sein.
Sie erwiderte schließlich sein Schreiben. Am genannten Tage wartete er auf sie. Der Tag war von schlechter Wetterlage gezeichnet. Es wurde später und später am Tag, bis es schließlich Nacht wurde... doch er wartete vergebens auf Ihre Ankunft. Er machte sich entsetzlich Sorgen.
Tage darauf erhielt er früh am Morgen einen Brief. Angespannt nahm er ihn entgegen. Nachdem er ihn gelesen hatte, begab er sich in sein Haus und schloss sich dort ein. Kälte umgab das Haus. Die Jahre vergingen und man fand ein leerstehendes Haus.
Darin stand ein blutbeflecktes Klavier. Fünf Klaviertasten darauf waren verstummt, ohne Klang…

Auf dem Klavier lag ein Bilderrahmen auf dem ein Notenblatt zu sehen war. Auf der Rückseite des Bilderrahmens stand Sonderbares geschrieben:

"Zuerst flog der gierige Pelikan, erpicht auf die Belohnung, weiße Flügel flatternd.
Dann kam eine stille Taube, und flog weiter als der Pelikan, soweit wie sie konnte.
Ein Rabe fliegt herbei, höher fliegend als die Taube, einfach um zu zeigen, dass er es kann.
Ein Schwan gleitet heran, um eine friedliche Stelle zu finden, gleich bei einem anderen Vogel.
Zum Schluss kommt eine Krähe hinzu, die schnell zum Stehen kommt, erst gähnt und dann einnickt."
Die Koordinaten könnt ihr auf geochecker.com überprüfen: GeoChecker.com