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Geschiebelehm vs. Geschiebemergel EarthCache

Hidden : 3/1/2017
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Ihr findet hier KEINE Infotafel, ihr braucht aber auch nicht im Internet recherchieren - alles zur Beantwortung der Fragen zu diesem EC Notwendige findet ihr vor Ort und / oder im Listing !

Zur Beantwortung der Fragen benötigt ihr idealerweise:
eine kleine stabile Handschaufel und ein oder zwei kleine Behältnisse / Beutel
Essigsäure / besser 10-%ige Salzsäure





Allgemeine Informationen

Glazigene Sedimente

Das von Gletschern abgelagerte Material wird als Till (bzw. Geschiebemergel/Geschiebelehm) bezeichnet.
Dabei werden grob Ablationstill und Setztill unterschieden (nähere Beschreibung siehe weiter unten)

Till  besitzt folgende Eigenschaften:
schlechte Sortierung (alle Korngrößen bis zu großen Blöcken treten auf)
keine Schichtung (ein Gletscher ist im Vergleich zu anderen Transportmedien wie Wasser oder Wind träge und langsam und sedimentiert seine Fracht beim Abschmelzen)

Till ist mit Geschiebe durchsetzt - Grobsediment, das durch den glazialerosiven Prozess der Detersion (Gletscherschliff) geschliffen und gekritzt ist.
Geschiebe werden bei der Geschiebeanalyse dazu verwendet Liefergebiete, also die Nährgebiete von Inlandeismassen, und die Bewegungsrichtung von Gletschern zu rekonstruieren.
Solche Geschiebe werden dann Leitgeschiebe genannt, da die Gesteine typisch für bestimmte Herkunftsregionen sind.
Zudem treten in glazial geprägten Landschaften Erratica und Findlinge auf, die auf die hohe Transportkraft und Ausdehnung der Eismassen hindeuten.

Erratica:
Steine bis mehrere Meter große Blöcke (Findlinge), die von Gletschern im oder auf dem Eis transportiert wurden und an Stellen, die weit entfernt von ihren Ursprungsgebieten abgelagert wurden. Zu den Erratica werden auch die Feuersteine gezählt, die in Mitteleuropa den Maximalstand der pleistozänen Vereisungen (Elster-Komplex) kennzeichnen (Feuersteinlinie).

Setztill:
Schlecht sortiertes und ungeschichtetes Material, das an der Gletschersohle transportiert wurde und die Grundmoräne bildet.

Ablationstill:

Supraglazial transportiertes Material, das sich nach Abschmelzen des Gletschers ablagerte.

Der EC



Vor Ort findet ihr einen Aufschluss aus Geschiebe-???

Ihr habt hier übrigens einen tollen Blick auf Stralsund und könnt zudem  auch prima baden.

Geschiebemergel:

Geschiebemergel ist das glazigene Material der Jungmoränenlandschaften (weichselzeitlich)- schlecht sortiert, ungeschichtet und aufgrund des geringen Alters noch kalkhaltig.
Der Geschiebemergel oder Till ist das Sediment, welches direkt vom Gletscher an seiner Basis abgelagert wird.
Er ist das typische Sediment der Grundmoräne.

Entstehung
 Da Gletschereis als fester Körper bei der Aufnahme und beim Transport von Moränenmaterial nicht sortiert, wird beim Abschmelzen des Gletschers das Material an seiner Basis auch unsortiert wieder abgelagert.
Deshalb enthält Geschiebemergel alle Korngrößenklassen von Ton über Schluff, Sand, Kies und Steinen (Geschiebe) bis hin zu den Findlingen.
Er wirkt im Aufschluss im Allgemeinen massig, unsortiert und ungeschichtet.
Jedoch können als Sonderfall auch geschichtete Geschiebemergel abgesetzt werden.
Der Anteil der einzelnen Korngrößenfraktionen kann stark schwanken.
Sowohl tonig-schluffige als auch sandige oder steinige Geschiebemergel kommen vor. Ebenso variabel ist die Farbe des Geschiebemergels im Aufschluss.
Es überwiegen zwar Grautöne, aber auch gelbliche, rötliche oder bläuliche Farben treten auf.
Der Karbonatgehalt des Geschiebemergels stammt in Norddeutschland aus umgelagerter und zerriebener Schreibkreide, in Süddeutschland aus den Nördlichen Kalkalpen.

Durch nachträgliche Verwitterung kann das Karbonat aus dem Geschiebemergel ausgewaschen (gelöst) werden.
Es entsteht dann kalkfreier Geschiebelehm.
In den während des Eiszeitalters vergletscherten Gebieten Nord- und Süddeutschlands sind Geschiebemergel neben den Schmelzwassersanden und -kiesen die am weitesten verbreiteten Ablagerungen.
Dabei stehen sie sowohl unmittelbar an der Erdoberfläche an oder sind von jüngeren Ablagerungen überdeckt.
Ihre Mächtigkeit schwankt sehr stark und liegt zwischen 0 und mehr als 100 Metern.
Aus dem Geschiebemergel/Geschiebelehm entstehen im Allgemeinen Braunerden, Lessivés oder verwandte Böden.
Sie sind meist fruchtbar und für die Landwirtschaft wertvoll.
Deshalb werden die meisten Grundmoränenflächen in Mitteleuropa heute als Acker genutzt.
In der Fachliteratur hat sich in den letzten Jahren für Geschiebemergel der aus dem Gälischen kommende Begriff Till eingebürgert.
Ablagerungen älterer Eiszeitalter, die zu Festgestein verfestigt wurden, bezeichnet man hingegen als Tillite.


Geschiebelehm:
Als Geschiebelehm wird das Material der Altmoränenlandschaften (saale- und elsterzeitlich) bezeichnet, aus dem aufgrund der Zeit in der Verwitterung und Niederschläge wirken konnten, Kalk fast gänzlich ausgewaschen wurde.
Geschiebelehm, auch als Blocklehm bezeichnet, ist der Teil des Grundmoränenmaterials, welches durch oberflächliche Verwitterung aus dem Geschiebemergel hervorgegangen ist. Er besteht überwiegend aus Sand- und Schluff. Der Gehalt an Ton unterliegt starken Schwankungen. Das glaziale, meist ungeschichtete Sediment kann weiterhin mit Gesteinsbruchstücken, Blöcken und anderen Geschiebekomponenten durchsetzt sein.

Entstehung
Der beim Geschiebemergel ursprünglich vorhandene Kalkanteil wird durch Verwitterung (vor allem Lösung) allmählich bis auf 0 reduziert. Der Grad der Entkalkung nimmt dabei von oben nach unten ab, es kann in tieferen Bereichen sogar zur Wiederauscheidung von Kalk mit Konkretionsbildung kommen. Die Farbe des Geschiebemergels wechselt mit der Umwandlung in Geschiebelehm von dem vorhergehenden Grau bis Blau zu Ockergelb bis Braun.



Soweit, sogut....

Aber um was genau handelt es sich denn jetzt hier am FINAL ?
Geschiebelehm oder Geschiebemergel ?


Das herauszufinden ist eure Aufgabe um anschließend diesen EC loggen zu dürfen !

Beantwortet folgende Fragen über das MessageCenter oder sende die Antworten an unser Profil oder direkt an teamchritho@go4more.de :



Schaut euch den Hang genauer an:
Welche Farbe hat das Material ?
Findet ihr auch Erratica ?

Der entscheidende Unterschied zwischen Geschiebemergel und Geschiebelehm liegt, wie oben beschrieben, im Kalkgehalt.
Jetzt kommt also euer mitgebrachtes Werkzeug zum Einsatz:
Nehmt euch eine oder zwei kleine Proben Material vom Hang.
Den entscheidenden Versuch könnt ihr dann später zuhause ganz in Ruhe durchführen:

Versucht den Nachweis zu erbringen ob Kalk vorhanden ist oder nicht:
Dazu muß man wissen das Kalk mit Salzsäure /Essig-Essenz eine chemische Reaktion zeigt:
Es bilden sich Bläschen. Das ist Kohlensäure, wie im Sprudel, welche bei der Reaktion mit der Säure des Essigs aus dem Kalk austritt.
Das kommt daher, da Kalk eine Verbindung aus einem Kohlensäurerest und Calcium ist : Ca(Calcium) + H2CO3(Kohlensäure) --> CaCO3(Kalk) + H2
Durch Hinzufügen des Essigs zerfällt der Kalk wieder in Calzium (Ca) und Kohlensäure (H2CO3).

Nun könnt ihr mit Sicherheit beurteilen ob es sich um Geschiebelehm oder Geschiebemergel handelt... Begründet bitte eure Entscheidung



Ihr dürft loggen sobald  die Antworten abgeschickt wurden ohne auf eine Antwort zu warten - aber ihr bekommt auf jeden Fall eine Rückmeldung - dafür freuen wir uns im Gegenzug auch über ein freiwilliges Logfoto von euch - aber bitte ohne Details zur Beschaffenheit des Hangs ;-)
Logs ohne Beantwortung der Fragen werden gelöscht.


Quellen:

geo.fu-berlin.de
chemie.de



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