Skip to content

Historisches in Schiebock #2 Persönlichkeiten Mystery Cache

Hidden : 4/11/2017
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Teil 2 – Bedeutende Persönlichkeiten von Bischofswerda



In Bischofswerda gab es wichtige Persönlichkeiten, welche sich für die Stadt einsetzten oder hier lebten. Einige davon wollen wir euch gern vorstellen.


Bevor es aber losgeht müssen noch Werte zur Gründung von Bischofswerda ermittelt werden.
Wer hat Was in Welchem Jahr zur Stadt erhoben? Wann erfolgte die erste Urkundliche Erwähnung?
  • Wer – Buchstabenanzahl des Namens ohne Zusatz ergibt A
  • Was – Name der kleinen Ansiedelung, Wert des vierten Buchstaben Multipliziert mit zwei = B
  • Wann – Die vierte Stelle der Jahreszahl wird gesucht xxxC
  • Erste urkundliche Erwähnung - Zweite und dritte Stelle der Jahreszahl addieren und ihr erhaltet D
Nun kann der Rundgang los gehen.

1. Hesse-Tafel
Friedrich Wilhelm Hesse, der aus einer Großröhrsdorfer Arztfamilie stammt, war fast drei Jahrzehnte praktischer Arzt in Bischofswerda. Vier seiner Söhne wurden Mediziner, darunter Walter Hesse [1846 - 1911], ein bedeutender Bakteriologe und Hygieniker, der sich später in Dresden große Verdienste um die moderne Hygiene erworben und zu wesentlichen Grundlagen der Bakteriologie beigetragen hat. Seine Leistungen sind u. a. mit der Ernennung zum "Geheimen Medizinalrat" gewürdigt worden. Ein weiterer Sohn, Friedrich Louis Hesse [1849 - 1906], hatte sich der Zahnmedizin verschrieben und konnte auf viele Verdienste verweisen, so u. a. die Orientierung auf Zahnerhaltung und Kariesprophylaxe. Nach ihm wurde die Friedrich-Louis-Hesse-Gesellschaft an der Universität Leipzig benannt.


2. Huste-Tafel
Der Gedenkstein wurde 2016 anlässlich des 90. Todestages von Kommerzienrat Ernst Richard Huste eingeweiht. Richard Huste, der 69 Jahre alt geworden war, führte in Bischofswerda ein Großhandelsunternehmen in 3. Generation, das weit über die Stadt hinaus bekannt war. Als langjähriger Vorsitzender des damaligen Verschönerungsvereins hatte er einen großen Anteil an der Entstehung der Parks rund um die historische Altstadt.


3. Lohse-Tafel
Carl Lohse [1895 - 1965] war ein deutscher Maler des Expressionismus. Lange Zeit wurde er von der Kunstkritik weniger beachtet. Seit einigen Jahrzehnten wird seinem Werk verstärktes Interesse und hohe Anerkennung entgegengebracht. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus nach dem Ersten Weltkrieg. Carl Lohse befasste sich vor allem mit Porträt- und Aktdarstellungen, aber auch mit Landschaftsmalerei und Darstellungen von Architektur und Arbeitsleben. Neben seinem expressionistischen Werk finden sich auch sachlich beeinflusste Arbeiten. Mit seinen eigenwilligen Landschaftsdarstellungen der Oberlausitz gilt Lohses Schaffen auch als wichtiger Beitrag zur deutschen Landschaftsmalerei nach 1930. Er lebte seit 1931 bis zu seinem Tode 1965 in Bischofswerda. Die nach dem Künstler benannte Carl-Lohse-Galerie, mit ständiger und Wechselaustellung befindet sich gegenüber im sogenannten Bischofssitz.


4. August-Denkmal
Friedrich August I. Joseph Maria Anton Johann Nepomuk Aloys Xaver „der Gerechte“ [1750 - 1827] war seit 1763 als Friedrich August III. Kurfürst und von 1806 bis zu seinem Tod erster König von Sachsen. Er wurde 1791 zum König von Polen gewählt, amtierte jedoch nur von 1807 bis 1815 als Herzog von Warschau. Kurfürst Friedrich August III war in den Befreiungskriegen ein ergebener Verbündeter Napoleons, worauf dieser den Kurfürsten als Dank zum ersten sächsischen König ernannte. Als am 12. Mai 1813 mit dem verheerenden Stadtbrand über Bischofswerda das große Leid kam, kehrte Friedrich August I. aus Regensburg nach Dresden zurück. Schnell hatte sich herumgesprochen, dass Bischofswerda in Schutt und Asche lag und sogar Napoleon Soforthilfe geleistet hatte. Als der König vom Elend der Stadt erfuhr, musste er mit Geld helfen, weil keine andere sächsische Stadt so radikalgetroffen wurde wie Bischofswerda. 1818, als Friedrich August I. längst zurückgekehrt war aus der Kriegsgefangenschaft, Napoleon geschlagen und Sachsen aufgeteilt war, stellte ihm Bischofswerda ein Denkmal auf. Nachdem es nach dem Zweiten Weltkrieg abgebaut wurde, erinnert die Büste seit 2007 wieder majestätisch glänzend an den Sachsenkönig, der schon zu Lebzeiten der Gerechte genannt wurde.


5. Süßemilch-Tafel
Heinricht Gottlob Süßmilch (damals noch Süssemilch) [1777 - 1846] war zur Zeit der Napoleonischen Kriege um 1813 Stadtschreiber in Bischofswerda. Er erlebte Truppenbewegungen, Einquartierungen und Pflünderungen in seiner Stadt am eigenen Leibe. Die Bürger flohen in die umliegenden Wälder, die obersten Vertreter und der Bürgermeister verließen die Stadt, Süßmilch blieb.
Er musste den Stadtbrand am 12. Mai 1813 mit ansehen, wie neben der Fronfeste nur drei kleine Häuschen in deren Nähe verschont blieben. Die Not der Bürger, die ihre Heimat, ihr Hab und Gut verloren hatten und sein Verantwortungsbewusstsein für die Stadt brachten Süßmilch dazu, trotz der äußerst unsicheren Wegeverhältnisse nach Dresden zu gehen und im Marcolini-Palais bis zu Napoleon vorzudringen. Er schilderte eindringlich die Zustände und bat um schnelle Hilfe. Darauthin erhielt er von Napoleon 100.000 Franc für den Wiederaufbau.
Mit aller Energie war Heinrich Gottlob Süßmilch für das Wiederentstehen der Stadt und das Wohl der Büger tätig, welche ihn deshalb 1815 zu ihrem Bürgermeister wählten. Unter seiner Leitung wurde die Stadt wieder aufgebaut, der Marktplatz gestaltet, das neue Rathaus, Kirchen und Schulen gebaut, ein modernes Straßennetz statt der ehemaligen Gassen errichtet und vor allen den Bürgern wieder eine Bleibe geschaffen.


6. Pache-Tafel
Geburtshaus des Kantors und Komponisten Johannes Fürchtegott Jonathan Pache [1857 - 1897] wurde 1857 als jüngster von drei Söhnen des Bischofswerdaer Freischul-Lehrers Emil Pache geboren. Sein Vater galt als ausgesprochen tätig und wollte auch seinen Jüngsten, wie dessen Brüder, auf eine theologische Berufslaufbahn vorbereiten und schickte ihn 1870 auf das Gymnasium Zittau. Hier zeigte sich schon bald P.s musikalische Begabung. 1877 begann Pache ein Musikstudium in Dresden und entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem Meister des deutschen Chorliedes. Das Gesamtwerk reicht bis op. 185. In vielen seiner Werke widerspiegelt sich sein volkstümliches und lebensbejahendes Wesen.
Er geriet zunehmend in Vergessenheit, als sich der Geschmack des Publikums wandelte. Gesundheitlich schon schwer gezeichnet, dirigierte er in Bischofswerda in seinem letzten Lebensjahr einen seiner Chöre anlässlich des Bundesgesangsfestes und musste erleben, dass man sich in seiner Geburtsstadt nicht mehr zu ihm bekannte. Ein letzter Kuraufenthalt in Neukirch/OL brachte keine Besserung. P. ist bald danach am Heiligabend 1897 an Lungentuberkulose in Limbach verstorben. Auch nach seinem Tode gehörten seine Chöre noch lange zum Repertoire vieler Gesangvereine.


7. Abd-ru-shin-Tafel
Oskar Ernst Bernhardt [1875 - 1941], auch Abd-ru-shin genannt, war der Verfasser der Gralsbotschaft: Im Lichte der Wahrheit, auf die sich die Gralsbewegung gründet. Er war ein selbsternannter Messias.
Bernhardt machte eine kaufmännische Ausbildung. 1906 kam er zu dem Entschluss, nur noch als Schriftsteller zu arbeiten. Nach dem 1. Weltkrieg verfasste er unter dem Pseudonym Abd-ru-shin Vorträge, die er in den „Gralsblättern“ veröffentlichte. Er nannte sich von da an Abdruschin oder Abd-ru-shin. Diesen Namen führte er auf eine frühere Inkarnation in Persien zurück, mit der Bedeutung „Diener des Lichtes“. Daraufhin sammelte sich eine Gemeinschaft um ihn, mit der er 1928 auf den Vomperberg (Tirol) zog. Dort befindet sich heute noch die Gralssiedlung. Das Hauptwerk Bernhardts ist das dreibändige Werk Im Lichte der Wahrheit – Gralsbotschaft und besteht aus 168 Vorträgen. Kernpunkte seiner monotheistischen Lehre sind unter anderem drei selbsttätig wirkende Schöpfungsgesetze, das Gesetz der Wechselwirkung, das Gesetz der Anziehung der Gleichart und Gesetz der Schwere, die zusammenwirkend das Schicksal des Menschen gemäß der durch diesen getroffenen Entscheidungen bestimmen und auslösen sollen. Aufgrund der völligen Eigenverantwortlichkeit sei eine stellvertretende Sündenübernahme – beispielsweise durch den Kreuzestod Christi – nicht möglich.


8. Muntschick-Tafel
Muntschick-Tafel Hellmuth Friedrich Muntschick [1910 - 1943] verbrachte seine Kindheit in Bischofswerda und legte dort 1930 das Abitur ab. Schon zu dieser Zeit zeigte sich sein Interesse für Kunst, Musik, Literatur und Sprachen. 1930 bis 1934 studierte er an den Kunstakademien von Dresden, Wien und Leipzig. 1934 legte er das Staatsexamen als Kunsterzieher für das höhere Lehramt ab. Ein Volontariat in Dresden, Bischofswerda, Bautzen und Löbau schloss sich an. Als „unangepasster“ Regimekritiker fand Muntschick anschließend jedoch keine Festanstellung. In seiner Freizeit betätigte er sich künstlerisch. Nach seiner einzigen größeren Ausstellung 1936 in der Galerie Richter in Dresden wurde er von den Nationalsozialisten als entarteter Künstler verfemt und mit einem Ausstellungsverbot belegt. Besondere Aufmerksamkeit hatten seine „Sieben Blätter zur Passion“ (später: „Dresdner Passion“) gefunden. M.s einzigen Auftrag als freier Künstler stellte die Gestaltung der Emporenfelder der Kirche in Jonsdorf dar, die als „Jonsdorfer Passion“ bekannt geworden sind. Anfang 1940 wurde M. zum Kriegsdienst eingezogen und als Funker in Frankreich und Russland eingesetzt. In dieser künstlerisch sehr intensiven Schaffensperiode knüpfte er dank guter Sprachkenntnisse zahlreiche Kontakte zur Zivilbevölkerung. Vor allem zeichnete und malte er Landschaften und Menschen. Besonders die Holzschnitte erreichten in dieser Zeit eine hohe Qualität, es entstanden aber auch intensivfarbige Landschaftsbilder. Er starb bereits mit 33 Jahren, als eine Granate seinen Panzerzug traf.


9. Schindler-Tafel
Osmar Schindler [1867-1927] hat in Bischofswerda den Hauptteil seiner Jugendzeit verlebt, er ist hier in die Schule gegangen, in der Hauptkirche [heute Christuskirche] konfirmiert worden, nachdem er zuvor Jahre hindurch Kurrendaner gewesen ist. Mit 16 Jahren ging er auf die Akademie in Dresden mit der Absicht, Bildhauer zu werden. Aber der Maler rang den Bildhauer nieder, die Farbe siegte über die Form. Im Jahre 1897 erhielt er den ersten Preis für das Plakat der 1. Internationalen Kunstausstellung in Dresden, und sein Name wurde in Kunst- und Laienkreisen bekannt. Sein Ruf vergrößerte sich gar bald, denn aus vielen Konkurrenzen ging er als Sieger hervor. Davon legen ein beredtes Zeugnis die zahlreichen Wand- und Deckengemälde ab. Sein letztes Bild „Blindenheilung“ war bestimmt für die Sakristei der Bischofswerdaer Christuskirche und gerade an diesen Werke hat er mit voller Hingabe gearbeitet, wiewohl er durch jahrelange Krankheit schon geschwächt war. Als dieses Bild der Vollendung entgegen ging, musste er den Pinsel aus der Hand legen.


10. Bischof Benno
Bischof Benno [um 1010 - 1106] wird in Quellen erstmals als Stiftsherr in Goslar erwähnt. 1028 wurde er Mönch, 1040 weihte man ihn zum Priester. Dass er 1042 Abt in St. Michael in Hildesheim gewesen sein soll, beruht auf einer späteren Legende. 1066 wurde er Bischof von Meißen und soll im meißnerischen Land 40 Jahre lang durch Missionen und Gründung von Kirchen und Klöstern entscheidend zur Christianisierung der slawischen Bevölkerung beigetragen haben.
Die 1923 bis 1925 im Arc-Deko-Stil erbaute katholische Kirche trägt seinen Namen: Sankt Benno.



Hinweise:

  • In den jeweiligen Wegpunkten findet ihr die Frage, was vor Ort ermittelt werden soll
  • Der Zeitaufwand vom 1. Wegpunkt bis zum Finale zu Fuß beträgt 45 bis 60 Minuten
  • Bonuszahlen notieren, diese befinden sich auf dem Logbuch
  • Diese Runde kann ganzjährig absolviert werden
  • Diese Tour ist bedingt rollstuhltauglich, die Wege bestehen zum Teil aus Pflaster und holprigen Gehwegen und das Finale selbst ist schwierig erreichbar
  • Wenn man davor steht: linker Fuß - Muggelalarm!
  • Bitte keine spoilernden Logs oder Bilder, es sollen alle ihren Spaß haben





Caches dieser Serie:






Geschichtlicher Inhalt und Idee – Der Stadtschreiber
Ausarbeitung und Erstellung des Listings – Tine und Raffi

Additional Hints (Decrypt)

FG05 - Rva Oyvpx hz qvr Rpxr uvysg jrvgre / SA - Yvfgvat ornpugra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)