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Wann immer man plant einen Cache vom Laubfrosch zu absolvieren, sollte man zusehen, dass man auch einen Favi im Gepäck hat, den wird man definitiv brauchen.
Denn das Motto der Ownerin scheint zu lauten "Klasse, statt Masse !" und dementsprechend hat sie zwar nicht viele Dosen im Feld, die sind dafür aber immer wieder einsame Spitze !
So fiel die Wahl gestern auf "Sinneswandeln" und die Erwartungen wurden dabei keineswegs enttäuscht.
Auch wenn das Sinneswandeln stellenweise schonmal zu einem "wie von Sinnen durch das Unterholz wandeln" geriet, doch davon später mehr.
In den 60er Jahre kannte man sich mit dem Thema übrigens noch bestens aus, wenn man dann mal wieder was eingeworfen hatte und man all die bunten Farben sehen und riechen konnte, dann hatte man Sinneswandeln pur.
An manch einer Stelle der Runde hätte man sich wohl auch gerne mal einen 7. Sinn herbeigewünscht.
Beginnen wir die Geschichte aber mal von vorne:
Wir schreiben Mittwoch, den 30.07.2014 und der ältere Teil des Nachwuchses befindet sich gerade im Modus "Sommerferien", was gestern mal wieder mit für meinen Geschmack deutlich zu viel Fernsehkonsum einherging.
Also hat Vadder den Sprösslingen kurzerhand ein wenig Bewegung in der freien Natur auferlegt, was auch dementsprechend lautstark mit regem Unmut kommentiert wurde.
Nachdem ich es aber geschafft hatte den beiden glaubhaft zu versichern, dass es sich bei dem heutigen Cache um was "ganz tolles, besonders für Kinder" handelte, wurde es doch deutlich ruhiger auf der Rückbank.
Vielleicht trugen aber auch der spendierte Bestechungs-Donut, wie auch die mitgebrachte Flasche mit eisgekühltem Kohlensäurewasser aus dem Wasserspender ein wenig dazu bei.
Am Parkplatz angekommen ging es dann auch tatsächlich allgemein hochmotiviert los.
Station 1 war schnell gefunden und schon ging es an die Lösung der Aufgabe, wo jeder mal probieren durfte. Wer dies noch nicht versucht hat, dem empfehle ich mal, sich den Löffel von einem fünfjährigen mit wesentlich mehr Enthusiasmus, als Feingefühl um die Ohren hämmern zu lassen. Ein unvergessliches Erlebnis.
Trotz einiger Abweichungen und Mehrfachnennungen tauchte durch die Bank weg bei allen Beteiligten eine der Lösungen immer auf, so dass diese schließlich als die richtige auserkoren wurde und schon ging es weiter.
Station 2 war daraufhin ebenfalls ruck zuck gefunden und es durfte fleißig gefu äh ge-ertastet werden.
Nachdem auch hier jeder mal versucht hatte standen die vermeintlichen Zahlen irgendwann fest und waren hoffentlich auch die richtigen.
Als wir dann an der erhofften Station 3 auch fündig wurden, war die Erleichterung groß, doch leider nur für den ersten Moment, denn es galt hier die Lösung zu erschnüffeln.
Meine Frau behauptet ja immer steif und fest ich hätte eine furchtbar schlechte Nase. Mist, sie scheint recht zu haben ! Denn irgendwie roch das für mich fast alles gleich.
Da war nach etlichen Fehlversuchen guter Rat teuer, denn dem Nachwuchs traute ich solche hochkomplexen Geruchsbestimmungen auch nicht unbedingt zu und irgendwann folgte der verzweifelte Griff zum Telefonjoker.
Während ich so in mein Telefonat – welches sich leider ziemlich zog, denn der TJ war ebenfalls irgendwo im tiefen Wald unterwegs und musste sich das Listing erst mal wieder aufs Gerät holen - vertieft war, hörte ich es aber auf einmal hinter mir kramen und ploppen, gefolgt von Rufen wie "Hey, das riecht ja wie Kaffee" und "Oh, Pfefferminz" und auf einmal dachte ich so bei mir "Wow, die Halbhohen kann man ja doch echt schicken !"
Sicherheitshalber ließ ich mir vom TJ aber noch die Koordinaten der nächsten Station übermitteln, man weiß schließlich nie.
Kaum hatte ich aufgelegt war ich auch froh dies getan zu haben, denn den ersten erschnüffelten Volltreffern folgten solch verblüffende Erkenntnisse, wie "Das hier riecht wie Duschgel" und "Papa riech mal, das hier ist bestimmt Cappucchino".
Also lieber schnell weiter zur Station 4, welche ebenfalls gut zu finden war.
Dummerweise hat die Aufgabe bei mir so gar nicht funktioniert und daher habe ich mal logisch vermutet und - während der Nachwuchs fleißig damit beschäftigt war, sich um das für die Aufgabe benötigte Utensil zu streiten - zur Sicherheit die anderen Möglichkeiten ebenfalls im GPS eingespeichert, um die im Notfall ablaufen zu können. Was aber letztendlich gar nicht nötig war, denn meine Vermutung erwies sich auch prompt als die richtige.
So standen wir schließlich an Station 5, wo sich die gesuchte Aufgabendose auch nicht lange verstecken konnte.
Hier stand ich aber zunächst mal ein wenig auf dem Schlauch und zermarterte mir das Hirn, was denn hier wohl zu tun sei. Irgendwann fiel zum Glück der Groschen - denn unser Zeitfenster drohte langsam aber sicher knapp zu werden - und wir konnten mit der Lösung der Aufgabe beginnen.
Fairerweise wurden die Objekte dabei gerecht unter dem Nachwuchs aufgeteilt und abwechselnd durfte probiert werden. Natürlich hatte Vadder bei dieser glorreichen Idee nicht mehr daran gedacht, dass Fairness in dieser Altersstufe abrupt dann endet, wenn es um die Frage geht, wer denn nun anfangen darf. Argh !!!
Irgendwann standen aber auch hier endlich plausible Zahlen vor mir, so dass wir uns zügig weiter in Richtung der nächsten Station begeben konnten, das heißt, ganz so zügig wie erhofft dann leider doch nicht, denn natürlich hatte der Nachwuchs beim öffnen der Dose in Rekordzeit den Inhalt ausgeleert, so dass ich mir die Anordnung der Teile nicht mehr hatte merken können, was mich anfangs zwar noch wenig tangierte, sich jedoch nun übelst rächte, denn es war eine unglaubliche Herausforderung das alles wieder so da rein zu puzzlen, dass man die Dose auch wieder ordentlich verschließen konnte und so brauchte es etliche nervenaufreibende Versuche, bis es dann ENDLICH 4x klack machte. Puuuh, geschafft !!!
Nun denn, irgendwann standen wir dann endlich an Station 6, wo wir suchten und suchten und suchten und suchten und nicht das geringste fanden.
Nach eingehender Analyse stellte sich heraus, dass das GPS – oder vielleicht auch der Anwender VOR dem GPS - bei der Eingabe Murks gebaut und die Zahlen mit einem bestehenden Waypoint vermischt hatte.
Schnell den Fehler ausgemerzt und an anderer Stelle weiter gesucht, wo mir dann aber wie wild springende Koordinaten das Leben schwer machten, während unser Zeitfenster immer enger wurde.
Irgendwann konnte ich ein wenig abseits aber nah genug an die Koordinaten herankommen, um in einiger Entfernung das im Hint beschriebene Objekt zu erspähen, neben dem sich auch glücklicherweise die letzte Aufgabendose befand.
Doch die hatte es dafür nochmal in sich und so kam es wie es kommen musste und das Drama des Tages nahm seinen Lauf.
Ja, rätseln unter extremem Zeitdruck taugt einfach nix aber dennoch gerate ich irgendwie ständig in solche Situationen.
Entsprechend wurde in Rekordzeit die Aufgabe gelöst und - kurz vor der Eingabe ins GPS - nochmal der Aufgabentext studiert, wo ich noch etwas meinte entdeckt zu haben. Hui, Glück gehabt. Das gehört ja andersrum ! Also schnell noch die beiden ermittelten 3er Grüppchen vertauscht und ab mit den Koordinaten ins GPS.
Yo, macht Sinn. Also nix wie hin !
Dort angekommen machte das aber leider überhaupt keinen Sinn, denn da war alles verwuchert ohne vernünftige Zugangsmöglichkeit. Das konnte nicht stimmen.
Vom TJ verzweifelt noch eine alternative, aber wie sich leider noch herausstellen sollte, alte Finalkoordinate übermitteln lassen, wo sich nach intensiver Suche dann auch nichts finden ließ.
Zwischenzeitlich immer wieder versucht die Ownerin zu erreichen (Anm.: Sorry für den Telefonterror !!!), die ich dann aber auch erst an die Strippe bekam, als wir schon so gut wie am Auto standen und dringend wieder zurück mussten.
Aufgrund meiner Beschreibungen bestätigte sie mir aber immerhin, dass meine Koordinaten scheinbar - zumindest vom groben beschreiben her - korrekt seien, doch eine Kleinigkeit war noch merkwürdig.
Und diese Kleinigkeit klärte sich dann am Abend auch prompt auf:
So waren nämlich meine ermittelten 3er Grüppchen von Station 6 vollkommen korrekt und hätte ich sie nicht in letzter Sekunde nochmal Nord mit Ost vertauscht gehabt, dann wäre ich damit auch am richtigen Final gelandet. Argh !!! DAS tut weh !!!
Aber dafür gibt's jetzt immerhin ne Menge zu berichten.
Schließlich wurde der Fehler korrigiert und heute wurde dann auch das Final schnell und gut gefunden.
Logzeit: 15:25 Uhr
Es war mal wieder eine traumhafte Runde in einem wirklich schönen Wald mit zahlreichen liebevoll gestalteten Stationen. Fair, aber durchaus herausfordernd und definitiv nix für mal eben Zwischendurch.
Vielen Dank für diesen tollen Multi !
In diesem Sinne:
TFTC #1.518 !
IN: Favouritenpunkt und Coin OUT: Coin
Viele liebe Grüsse an die Ownerin, Flat75 & Kids
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