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Essen 35 - Kray

A cache by Lecker Essen Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 04/30/2017
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:

Diese Cacheserie soll Euch die Besonderheiten der Stadt Essen und ihrer vielen, interessanten Stadtteile etwas näher bringen. Weitere Informationen findet Ihr auch hier : Lecker Essen




# 35


       Kray       

Der zwischen 1900 und 1915 entstandene Ortskern hat sich aufgrund geringer Kriegsschäden nahezu unverändert erhalten. Der große Marktplatz liegt in Kray-Nord an der Hubertstraße.

Nachdem Kray während der Industrialisierung Zuzugsgebiet war, wanderten während der Depression der 1920er Jahre Krayer in die USA oder nach Brasilien, meist in die Gegend um Porto Alegre, aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden Flüchtlinge aus dem Osten ersten Unterschlupf in Baracken auf dem großen, jetzt mit Häusern bebauten Feld Ecke Krayer Straße/Riddershofstraße (früher Wilhelmstraße) sowie noch für einige Jahre in der Krayer Jugendhalle an der Marienstraße/A40. Jenseits der Bahnunterführung, mit der die Riddershofstraße abschließt, befindet sich an der Wattenscheider Straße das Vereinsheim der sozialistischen Jugend Die Falken. Daran grenzen die Sportplätze der Brembergschule an. Sie ist heute Teil der Erich-Kästner-Gesamtschule.

Die Gustav-Heinemann-Kaserne in Kray, die an die Bundesautobahn A40 grenzt, wurde 2003 an die Medion AG veräußert. Gegenüber liegt der Technologie-Park Essen. In der Eckenbergstraße befindet sich der Hauptsitz der Firma Aldi Nord.

Auf dem Mechtenberg befindet sich die Bismarcksäule, die von dem Dresdner Architekten Heinrich Tscharmann entworfen wurde.

Mit dem Show- und Blasorchester FMK Essen-Kray 1982 hat der Stadtteil ein Orchester, das über die Essener Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

Laut Landmatrikel von Essen gehörten 1668 zur Bauerschaft Kray die Familien Elbert Lühnmann, Schulte zu Schonscheidt, Dietherich Haußmann, Cordt Schlypers, Trine Wittib Buterberg, Johann opn Berg, Georg Bertelik, Johann Dykmann, Dietherich Mechtenbergh, Dietherich Nettelenbusch, Henrich tho Kray, Johann Eikelenkamp, Claeß in der Wordt, Wirich Hattingk, Johann Ridder, Dietherich Beckmann und Dierich im Tempel. Eine mit Hatting bezeichnete Flur lag in der Nähe des Krayer Marktes.

Vor der Industrialisierung befanden sich auf dem Krayer Gebiet noch der Zehnthof, an den noch die Straße Am Zehnthof erinnert, der Beckmannshof vorher Riddershof gegenüber der heutigen Post, der in den 1970er Jahren dem damaligen Sparkassengebäude weichen musste. An ihn erinnert die Riddershofstraße. Die Höfe Schulte-Ising und Köllmann lagen in Kray-Leithe. Das Isinger Feld ist heute mit Wohnbebauung bedeckt. Hier befindet sich auch der Wasserturm. In Kray-Nord um den Mechtenberg mit der Bismarcksäule lagen die Höfe Brüning und Dieckmann. Richtung Westphalisch-Leithe lag der Hof Schulte-Grimberg mit dem Luftschacht der Zeche Bonifacius. Der Mesenhohls Hof wurde noch bis zum Zweiten Weltkrieg von der Familie Mesenhohl bewirtschaftet. Er ging dann an die Tochter Kathrein Werntgen geb. Mesenhohl. Der Fliegerpionier Bruno Werntgen übte auf dem damaligen Flugplatz zwischen Kray und Rotthausen. Der Flughafen war am 25. Mai 1912 auf Pachtland des alten Gutes Nienhausen eröffnet worden und wurde bis in den Zweiten Weltkrieg genutzt.(Der letzte Jungfliegerlehrgang, es wurde Segelflug geübt, fand im Jahre 1940 statt)

Eine eigene Kirche hatten Kray und Leithe vor der Industrialisierung nicht. Sie gehörten zum Kirchspiel Steele, welches zu dieser Zeit eine eigenständige Stadt war.

Die Familien englischer Besatzungssoldaten zogen in neu erbaute Häuser an den Burgundenweg. Auf dem freien Feld an der Krayer Straße/Riddershofstraße, früher ein Ziegeleigelände, wurden Baracken zur schnellen Unterbringung von Flüchtlingen gebaut. Danach diente der Platz wieder als Kirmesplatz, bis dort eine Siedlung mit Wohnhäusern vornehmlich für Bergleute angelegt wurde, durch die mehrere kleine Straßen neu entstanden. Die Produktion von Kriegsmaterial durch das Buderuswerk wurde eingestellt und man wandte sich wieder der Herstellung ziviler Gußerzeugnissen zu. Überall bildeten sich sogar in Wohnungen kleine Firmen und Betriebsstätten. So entstand im Eckhaus Krayer Straße/Soester Straße 2 eine Lohnstickerei. Das "Film-Eck" in der Kiwittstraße war nicht nur Kino, sondern auch Treffpunkt des Nachtlebens. In der Straße Am Bocklerbaum in Kray-Süd entstand eine Eisdiele.

In Kray befand sich auch die Gemeinschaftsforschung des Steinkohlenbergbaus für Grubensicherheit, Bergtechnik und Kohleveredlung, genannt Bergwerksforschungsstelle.

Als zweite katholische Kirche wurde in den sechziger Jahren am Kiwittplatz in Kray-Süd die Kirche St. Christophorus gebaut, so dass es zwei katholische Krayer Gemeinden gab.

Insgesamt erlebte der überwiegend vom Bergbau geprägte Essener Stadtteil Kray mit Leithe nach dem Zweiten Weltkrieg einen enormen wirtschaftlichen Aufstieg mit reger Bautätigkeit von Bergmannssiedlungen und -wohnungen, großer Kaufkraft und einem blühenden Einzelhandel im Krayer Ortskern.

 


A = In welchem Jahr fand die erste Ratssitzung
der Stadt Essen nach dem 2. Weltkrieg statt?

B = In welchen Jahr wurde Kray
erstmals urkundlich erwähnt?



N 51° 28.(A/22)    E 007° 04.(B/38) 



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