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Der Moselschiefer EarthCache

Hidden : 3/27/2017
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Sicherheitshinweise
In einigen Passagen ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Dieser Weg sollte nicht bei Eis erwandert werden. Die Wegstrecke beträgt ca. 9,2 km.

Dieser EarthCache befindet sich in einem Naturschutzgebiet. Bitte verhaltet euch entsprechend umsichtig und schont die Natur. Die offiziellen Wege müssen und dürfen zu keiner Zeit verlassen werden.

Einst betrieben die Trimbser „Kaulemänner“ in den Bergwerken rund um Trimbs den Schieferabbau. Grafik
Ihre Tätigkeit hinterließ deutliche Spuren in dem kleinen Ort im Naturschutzgebiet des Nettetals. So begegnet man auch beim Wandern auf dem Traumpfad Nette-Schieferpfad dem Schiefer und seinem Abbau auf Schritt und Tritt. Das Moselschiefer-Bergwerk Margareta und mehrere stillgelegte Stollen liegen am Wegrand. An steilen Schieferfelsen kann man „begreifen“, warum sich Schiefer so hervorragend spalten lässt und ein begehrter Naturrohstoff ist. Der Moselschiefer-Bergbau um Mayen ist mit über der Hälfte der bundesdeutschen Produktion traditionell der leistungsstärkste deutsche Standort.

Wie ist nun hier der Schiefer entstanden?

Schiefer ist ein Produkt geologischer Zufälle: Er entsteht nur aus reinem Tonstein ohne nennenswerte Silt- und Sandlagen. Bei der Faltung durfte er nur eine, aber ideal ausgebildete Scher- bzw. Schieferungsfläche erhalten.

Vor rund 400 Millionen Jahren erzeugten Wärme, Wasser, Druck und Bewegung auf dem Meeresboden die Bedingungen, die Schiefergestein haben entstehen lassen. Schiefer ist ein leicht umgewandeltes Ablagerungsgestein , das hierzulande vor allem in der erdgeschichtlichen Zeit des Devon (vor 350 bis 400 Mio Jahren) entstand. Dabei wurden zunächst feinstkörnige Massen von Tonschlamm unter Auflagerungsdruck zu Tonstein verfestigt. Bei der späteren Gebirgsbildung wurden diese Tonsteinschichten durch seitlichen Druck aufgefaltet.

Während der tektonischen Vorgänge zerscherten die tonigen Gesteine. Die ursprünglichen Tonminerale wurden entlang dieser Scherfläche gedehnt und kristallisierten unter druckbedingter Erwärmung zu neuen, höherwertigen, plättchenförmigen Mineralien (Glimmer). Dadurch wurde dem ursprünglichen Tongestein ein neues Strukturelement aufgeprägt: die Schieferung. Die gleichförmige Orientierung der Minerale parallel zur Schieferung, ihre Verzahnung untereinander und die Bildung dichter, mikroskopisch feiner Glimmerlagen erzeugt die für den Schiefer so charakteristische Spaltbarkeit.
Je nachdem welche Beimengungen im Tonschlamm vorhanden waren, kann der Schiefer in verschiedenen Farben vorkommen. Die Farbe der Glimmerschiefer ist hell- bis dunkelgrau, durch Verwitterung können sie jedoch auch bräunlich oder rötlich erscheinen. Überwiegt Muskovit, so scheint die Farbe silbern-grau, Biotit führt zu braunen bis schwarzen Farbtönen. Erscheint der Schiefer eher rötlich, sind häufig auch Eisensulfide enthalten.

Des weiteren können wir feststellen, dass der Schiefer zu den Weichgesteinen zählt. Die Einteilung in Weich- oder Hartgestein folgt der Logik des Werkzeugeinsatzes und ist eine sinnvolle Einteilung, wie Werksteine manuell bearbeitet, maschinell gesägt oder geschliffen werden. Grafik
Letztendliche Aussagen über die Gebrauchseigenschaften beziehungsweise späteren Einbau- und Verwendungsmöglichkeiten der Naturwerksteine kann man aus dieser Unterscheidung nicht immer ableiten, denn hierzu gehören profunde gesteinskundliche Kenntnisse. Beispielsweise kann das Weichgestein Dolomit säurebeständiger sein als das Hartgestein Basanit. Auch die Wasseraufnahme oder Festigkeit kann dadurch letztendlich nicht abgeleitet werden. Bei den Meißeln, die die Steinmetzen in der Steinbearbeitung einsetzen, sind nachfolgende Kürzel zur Unterscheidung eingestanzt: H (= Hartgestein), G (= Granit),W (= Weichgestein), M (= Marmor) und S (= Sandstein).Bei falschem Einsatz können die Werkzeuge bis zur Zerstörung geschädigt werden. Ein Meißel zum Schriftschlagen in Sandstein wird auf einem Gneis abbrechen. Ein Steinsägeblatt, das für den Marmoreinsatz geeignet ist, dürfte über kurz oder lang beim Zerteilen von Graniten zerstört werden.

 

Wo findet der Schiefer seine Verwendung?

 

Durch die unterschiedlichen Schichten werden die Verwendungsmöglichkeiten des Schiefers eingeschränkt. Schiefer kann aus diesem Grund sowohl in feinen Bädern als auch Verkleidung für Fassaden verwendet werden. Die Schieferfarbe macht die Individualität des Schiefers aus, weshalb diese in der Regel nicht eingefärbt wird. Die natürlichen Farben des Schiefergesteins sind vor allem von der Lokalität abhängig.

Das Farbspektrum reicht dabei von dunkel blau grau bis zu Schiefergesteinen mit leichtem Grünstich bis rot und purpur. Hochwertige Schiefergesteine werden gerade in modernen Häusern zur Gestaltung von Badezimmer und Küche als stilgebendes Element verwendet. Aufgrund der hohen Haltbarkeit werden auch heute noch Schieferplatten zur Verkleidung von Häusern verwendet. Auch im Gartenbau ist Schiefer als stilgebendes Element nicht zu verachten. Besonders in Kombination mit moderner Lichttechnik wird dem Schiefergestein eine ganz besondere Wirkung verschafft.

 

Nun aber genug der Theorie. Lasst uns auf einer Wanderung auf dem Nette-Schieferpfad dieses Gestein erkunden.


Um diesen Earthcache zu loggen, begib dich zu den einzelnen Stationen und beantworte nachfolgende Fragen. Anschließend postet zu eurem Log bitte noch ein Foto von euch an einer der Locations. Wenn ihr selbst nicht auf dem Foto erscheinen wollt, reicht natürlich auch ein persönlicher Gegenstand auf dem Foto als Beweis eurer Anwesenheit. (Laut Earthcache Guidelines ist die Forderung eines Fotobeweises seit Juni 2019 wieder erlaubt.)


 

WP 1: N 50° 19.412 E 007° 18.214

Abraumhalde des ehemaligen Schiefergrube „Fuchsloch“. Hier könnt ihr euch in Ruhe einmal die Schieferbruchstücke anschauen.

Frage 1: Bestimme die relative Härte nach der im Listing aufgeführten Mohstabelle.

Frage 2: Beschreibe die Farbe des Schiefer. Welche Beimengungen waren hier während der Entstehung vorhanden (Lies das Listing aufmerksam durch) ?

WP 2:N 50° 19.448 E 007° 18.242

Hier befindet sich der durch einen Felssturz bedingte, nur noch sehr kleine Stollenmund der früheren Schiefergrube „Fuchsloch“. Es gab zu jener Zeit mehrere Gänge, die bis zu 200m in den Berg führten.

Referenzpunkt: Kleiner Blick in Vergangenheit neben dem Nette-Schieferpfad.

WP3: N 50° 19.491 E 007° 17.532

Trimbser Ley: Von hier aus sieht man geradeaus die Schiefergrube „Margareta“. Die vorne zu sehende Abraumhalde weist darauf hin, dass sich auch hier früher (20m links war der Stollenmund ) eine Schiefergrube befand. Unterhalb der Felsennase befanden sich 2 weitere Schiefergruben, deren Stollen aber schon seit Jahren zugeschüttet sind. Der Felsvorsprung hat eine Höhe von 25m. Von seiner Spitze geht es senkrecht in die Tiefe.

Referenzpunkt: Diesen Punkt solltet ihr auf jeden Fall ansteuern. Er gibt euch neben einem sehr schönen Ausblick auch einen Überblick über die Bergbautätigkeit.

WP4: N 50° 19.563 E 007° 17.195

Hier stehen wir vor einer Abbaukammer einer früheren Schiefergrube. Es ist die einzige offene Abbaukammer von sage und schreibe 37, meist kleineren, privaten Schiefergruben in und um Trimbs.

Frage 3: Begebt euch zum Eingang der Abbaukammer und schaut euch einmal die Decke an. Wie wurde hier der Schiefer aus dem Gesteinsgefüge gebrochen? Einen Hinweis dazu findet ihr direkt an der linken Seite neben dem Eingang.

WP5: N 50° 19.573 E 007° 17.166

Ganz in der Nähe der Abbaukammer kommen wir an einem weiteren Aufschluss des Schiefergestein vorbei. Im Gegensatz zum WP1 finden wir hier eine andere Farbe des Schiefers.

Frage 4: Welche Farbe hat der Schiefer hier zum Teil auch noch? Was ist hier passiert?

WP6: N 50° 19.592 E 007° 16.903

Hier stehen wir vor einem vergitterten Stollen. Der Schiefer über dem Stollen zeigt eindrücklich die verschiedenen Lagen des Gesteins, wie es zur Zeit des Devon sich mit und mit ablagerten. Allerdings in einer merkwürdigen Anordnung. Durch Erosionsprozesse wurden die weicheren Schichten zum Teil herausgewaschen. Das Betreten ist verboten, aber ein Blick hinein führt uns die schwierigen Abbaubedingungen deutlich vor Augen. Diese Region heißt „Barbara“ , benannt nach der Schutzheiligen der Bergleute.

Frage 5: Schau dir hier den Aufschluss genau an. In welchem Winkel ist der Schiefer hier geschichtet. Warum ist das so?

Frage 6: Schätze die Höhe des anstehenden Schiefer über dem Gitter.

 

WP7: N 50° 19.278 E 007° 17.743

Der vergitterte Eingang zeigt uns den Anfang eines Wasserstollens. Der Wasserstollen wurde 1925 von Trimbser „Kaulemännern“ bis zur Schachtanlage in den Berg getrieben und diente der Entwässerung des Bergwerkstollen. Im Jahre 2011 wurde der seit Jahrzehnten verschüttete Stolleneingang in wochenlanger Handarbeit von Trimbser „Kaulemänner“ der Neuzeit wieder freigelegt.

Frage 7: Welchen Bergwerkstollen hat der Wasserstollen entwässert?

 

 

Quellen:

-Mosel-Schieferstrasse.de

- https://www.baunetzwissen.de

-Mineralienatlas

-Wikipedia

-Grafik:baunetzwissen.de

-Bilder: eigen

Additional Hints (No hints available.)