"Hier handelt es sich um ein Naturschutzgebiet/Biotop, die offiziellen Wege müssen zu keiner Zeit verlassen werden."
Einhorn - Bienwald-05
Die größten Säugetiere im Bienwald sind Schwarz- und Rehwild; Rotwild gibt es nicht mehr. Als Beutegreifer außer dem weit verbreiteten Fuchs und dem selteneren Baummarder sind in den letzten Jahrzehnten auch wieder Wildkatzen heimisch geworden. Ihr Bestand von 45 bis 60 Tieren ist das einzige bekannte Tieflandvorkommen in Europa.
120 Vogelarten brüten im Bienwald, 143 Arten wurden beobachtet. Auf den Wiesenflächen insbesondere am Nordwestrand, im Viehstrich, ist dank der Bemühungen der Aktion Pfalzstorch die Wiederansiedelung des Weißstorchs gelungen, von dem es in der Südpfalz mittlerweile wieder eine starke Population gibt.
Im Bienwald sind alle 16 in Rheinland-Pfalz vorkommenden Amphibien-Arten beheimatet, das sind 75 % aller in Deutschland heimischen Arten. Davon ist der Springfrosch als Charakterart für den Bienwald bekannt.
Im Bienwald sind 2200 Käferarten nachgewiesen, davon 190 Laufkäfer, was einem Drittel der in Deutschland vorkommenden Arten entspricht. 670 Arten von Totholzkäfern wurden festgestellt, mehr als in jedem anderen Wald in Europa. Außerordentlich artenreich sind auch die Libellen des Bienwalds, es wurden 46 Arten gefunden.
Im Gewässersystem des Bienwalds wurden 254 Arten bzw. Artengruppen von mit bloßem Auge erkennbaren Gewässerbodenlebewesen nachgewiesen, darunter in der Bruchbach-Otterbach-Niederung große Bestände der Bachmuschel. Der bundesweit stark gefährdete Frühjahrskiemenfuß, ein Urzeitkrebs, hat im Bienwald seine südliche Verbreitungsgrenze.
[Quelle: Wikipedia]