Die Geschichte der Kirche in Wichmannsdorf beginnt bereits im 13. Jahrhundert. Sie wurde aus Feldstein als Rechtecksaal mit einem etwas breiterem Turm und der Nordsakristei erbaut. Die Erweiterung der Kirche mit dem Chorbereich im Osten geht auf das Jahr 1724 zurück. Besonders schön ist das Fenster mit dem einladenden Christus: Kommt her zu mir.
Stolz erhebt sich der etwa 40 m hohe Turm über dem Ort mit ca. 400 Bewohnern. Schon zwei Mal wurde die Kirche Opfer einer Naturkatstrophe. In der Nacht vom 12.–13. Dezember 1747 deckte ein gewaltiger Sturm das ganze Dach samt Spitze des Kirchturms ab. Am 24. April 1892 schlug ein Blitz in die Turmspitze ein. Er zerstörte sowohl den Turm mit seinen beiden Glocken, als auch das Innere der Kirche. Die Kirche brannte aus, so dass nur die Umfassungsmauern des Schiffes aus Feldstein übrig blieben. Schon knapp ein Jahr später konnte mit dem
Wiederaufbau begonnen werden, im Oktober 1893 wurde sie neu eingeweiht.
Hinzuweisen ist natürlich noch auf die Orgel. Auch sie hatte auch kein leichtes Schicksal. 1869 bekam Wichmannsdorf seine erste Orgel. Sie wurde von Friedrich Hermann Lütkemüller gebaut. Schon 23 Jahre später wurde sie Opfer des Blitzschlages. Lütkemüller baute 1893 noch mal eine Orgel, diesmal mit 2 Manualen, für eine Dorfkirche etwas ganz besonderes.
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