Die Letterbox "Entlang der Stadtmauer" soll euch den Verlauf der historischen Stadtmauer Möckern zeigen. Jhr werdet auf Wegen durch die Stadt laufen, an dem die Stadtmauer einst stand und auch an noch erhaltenden Teilen der Stadtmauer entlang laufen.
Zunächst einiges Wissenswerte über die historische Stadtmauer, welches ich in der Möckeraner Chronik gefunden habe
Die Stadtmauer
Die Stadtmauer, die Möckern in alter Zeit umgab, soll nach der Chronik Abel, die Lehrer Knust auswerten durfte, von den Wenden angelegt sein, ebenso wie die Stadt, der sie ihren typischen Stempel, die Gruppierung des Ortes um den dreieckigen Marktplatz, aufgedrückt haben. Bei Abel heißt es: Die Wenden wollten eine Festung anlegen, darinnen sie sich gegen die Anfälle ihrer Feinde verteidigen konnten. Und welche Anhöhe (ja, Möckern liegt tatsächlich auf einer kleinen Anhöhe) schickt sich besser als diese, die mit Morast umgeben war und unter Wasser gesetzt werden konnte? Die Wenden waren gewohnt, zu den Örtern, die sie anlegten, nur einen kleinen Raum zu nehmen. Man kann daher aus Mangel an schriftlichen Urkunden aus diesen Zeitläufen den höchst wahrscheinlichen Schluß machen, dass die Wenden die eigentliche Stadt - ohne die Vorstädte - angelegt, solche mit einer starken Mauer, Thürmen und Gräben umgeben und nach damaliger Art stark befestigt haben. Und besonders da, wo das Schloß steht, durch den hohen sehr festen Turm und dabei befindlichen tiefen Graben eine Art Zitadelle angelegt haben. Heute sind nur noch Reste der einstigen Stadtmauer erhalten geblieben, so am Stadtrichterhaus, im Garten der Alten Pfarre, im Schloßpark und nördlich der Häuser des Marktplatzes bis zum Durchgang. Im Pfarrgarten hat die Mauer noch eine beträchtliche Höhe, im Schloßpark sind noch Teilstücke zu finden, die Mauer am Durchgang ist nur noch gut einen Meter hoch. Am Fußpunkt ist die Mauer etwa einen Meter stark, der viereckige Turm am Schloß hat 12 Fuß starke Mauern, also etwa 4 Meter. Die Mauer wurde aus großen Findlingen der Eiszeit erbaut, ebenso der Rundturmstumpf an der Ehle. Der Turm am Schloß ist aus behauenen Granitsteinen errichtet. Gräfin Aga schreibt über den Schloßturm: Aus der Regierungszeit Karls des Großen stammt auch der alte Schloßturm Möckern. Die Geröllbrocken der Eiszeit ließ der große Kaiser in Aachen behauen und auftürmen zu einer Feste des Christentums im Kampf gegen die Heiden! Über den Schloßturm gibt es also Widerspruch zwischen den Aufzeichnungen von Gräfin Aga und Abel. Die Stadtmauer begann am Grätzer Tor, zog sich hinter den Stadtrichterhaus und dem Garten der Alten Pfarre durch den Schloßpark bis zum Schloß hin, verlief dann in westlicher Richtung hinter den Häusern am Markt bis zum Durchgang und bog da um zum Magdeburger Tor. Jenseits des Magdeburger Tores setzte sich die Mauer über das jetzige Apothekengrundstück fort und verlief hinter den Häusern der Grätzerstraße bis an die Ehle bei der Wassermühle. Vor der Stadtmauer befand sich der Stadtgraben, über den besonders berichtet wird. Ich habe die ursprüngliche Länge der Stadtmauer jetzt mal mit Schritten ausgemessen und kam auf 1.300 Schritte, rund 1 km. Als die Stadttore fielen, wurde auch die Mauer an vielen Stellen abgetragen. Die Feldsteine wurden in Fundamenten von Gebäuden verbaut. Beim Abreißen alter Gebäude findet man heute die großen Feldsteine, die teilweise nur in Lehm eingelagert wurden. Der Kalk zwischen den Fugen der Feldsteine ist noch fest wie Zement, nur im Park hinter dem Pfarrgarten ist jetzt mittem aus der Mauer ein Stück herausgebrochen.
Nun zum Cache:
Es empfiehlt sich die Stationen dieser Letterbox entsprechend der vorgegebenen Nummerierung zu besuchen, denn in der Nähe der letzten Station ist auch die Letterbox versteckt. Gleichzeitig steigert sich von zu Station zu Station auch das Erlebnis hier in Möckern Geschichte zum Anfassen vorzufinden. Ich wünsche euch viel Spaß dabei.
Aufgaben für unterwegs
Auf eurem Spaziergang solltet ihr die Augen offen halten und euch die noch existierenden Teile der Stadtmauer genau anschauen. Zählt zum einen bitte wie viele Schilder mit der Nummer 12 und wie viele zusammenhängende Mauerreste ihr auf dem Weg bis zur letzten Station gesehen habt.
Hinweis: An einer Stelle teilt ein Gebäude die Stadtmauer eigentlich in zwei Teile. Da dies aber nicht vielen auffällt, wird dort diese Teilung ignoriert und dies nur als ein Teil gewertet.
A = Anzahl der Schilder mit der Nummer 12, die auf die historische Stadtmauer verweisen
B = Anzahl der großen zusammenhängenden Teile der historischen Stadtmauer
Station 1: Am Magdeburger Tor (N 52° 08.453 E 011° 57.098 )
Hier startet der Spaziergang entlang der Stadtmauer. Ihr befindet euch in der Nähe des Magdeburger Tores, dass aus zwei Toren - einem inneren und einem äußeren Tor - bestand. Vermutlich steht ihr hier genau zwischen äußeren und inneren Tor.
Station 2: Virtuelle Stadtmauer 1 (N 52° 08.450 E 011° 57.132)
Biegt nun nach links auf den Parkplatz des in den 90er Jahren entstandenen Supermarktes ab. Bis zum Bau dieses Marktes gab es hier, den in der Chronik erwähnten "Durchgang" von der Grätzer Straße zur Albert-Werlitz-Straße. Hier stand bis zu dieser Zeit ein Stadtmauernrest, der in den 90er Jahren schon in einem sehr schlechten Zustand war, weil überall schon die Feldsteine heraus gebrochen waren und es eher ein Wall als eine Mauer war. Mit dem Bau des Supermarktes und des Parkplatzes wurden diese Teile der Stadtmauer leider entfernt. Damit aber nicht vergessen wird, wo die Stadtmauer verlief, wurde die Position mit roten Pflastersteinen gekennzeichnet. Folgt dem Verlauf dieses ersten virtuellen Stadtmauernrestes bis zum nächsten Wegpunkt, an dem der zweite virtuelle Rest beginnt. Dort erwartet euch dann die zweite Aufgabe!
Station 3: Virtuelle Stadtmauer 2 (N 52° 08.467 E 011° 57.154)
Auch hier ist mit roten Pflastersteinen die ehemalige Position des in den 90er Jahren abgerissen Stadtmauernrestes verdeutlicht. Zählt nun die Steine der schmalen und die der langen Seite (gezählt werden soll nicht die Anzahl der einzelnen Doppel-Steine, sondern die halbe Größe eines Doppelsteins soll einen Stein symbolisieren - damit keine halben Steine herauskommen)
C = Anzahl der Steine der kurzen Seite
D = Anzahl der Steine der langen Seite
Hier noch ein Bild, dass verdeutlichen soll, wie groß "ein Stein" ist. 
Station 4: Am Lüheschen/Burger Tor (N 52° 08.444 E 011° 57.220)
Hier befindet ihr euch vor dem ersten noch erhaltenden Teil der Stadtmauer. Das Lühesche oder Burger Tor in Richtung Norden muss hier in der Nähe gestanden haben. Wo genau läßt sich schwer sagen. Ob man anhand der benachbarten Stallanlagen des gräflichen Guts auf die Position des Stadttores schließen kann, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist jedoch, dass dort wo jetzt die Dasselaner Straße zum Bahnhof entlang führt, erst ein Teil des Stalls abgerissen werden musste der quer über die jetzige Straße bis zur Albert-Werlitz-Straße verlief. Es könnte natürlich gut sein, dass das Tor westlich an diesen Stallanlagen vorbei führte. An diesem Mauerteil sieht man jedenfalls gut, dass die dahinterliegenden Häuser bis an die Mauer gebaut wurden. Dies war bestimmt schon damals so. Heute befindet sich hier ein kleiner Parkplatz für den ihr nun die Anzahl der Stellplätze zählen müsst.
E = Anzahl der Parkplätze vor der Mauer
Station 5: Weg um das Schloss (N 52° 08.421 E 011° 57.308)
Die Stadtmauer führte auf der nordöstlichen Seite um das Schloss herum. Da das Schloss mittlerweile Schulgelände ist und nicht mehr eingezäunt ist, kann man dem Verlauf der Stadtmauer also auch hier entlang weiter virtuell folgen, bis dann hinterm Teehaus der nächste zusammenhängende Stück der Stadtmauer beginnt.
Station 6: Stadtmauer zwischen Teehaus und Mausoleum (N 52° 08.370 E 011° 57.313)
Zwischen Teehaus und Mausoleum findet ihr die nächste Teile der historischen Stadtmauer. Hier man sich auch mal ein Bild von der Stärke der Mauer verschaffen . Die Höhe war sicherlich zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Mauer noch etwas höher als sie derzeit noch ist. In den 90er Jahren wurde die Mauer letztmals verputzt und so vor dem weiteren Verfall bewahrt.
Station 7: Stadtmauer zwischen Mausoleum und Grätzer Turm(N 52° 08.325 E 011° 57.306)
Auf dem nun folgenden längsten zusammenhängenden Abschnitt der historischen Stadtmauer, der euch auf einem manchmal zugewachsenen Pfad durch den Schlosspark führt, werden euch unterwegs die außen liegenden stützenden Pfosten der Stadtmauer auffallen. Zählt wie viele euch unterwegs vom Mausoleum bis zum Grätzer Turm begegnen.
F = Anzahl der stützenden Pfosten
Station 8: Am Grätzer/Zerbster Tor (N 52° 08.281 E 011° 57.130)
Hier am Grätzer Tor, an dem noch ein massiver Rundturm steht, endet eure Tour entlang der Stadtmauer. Wenn ihr alle Information (vergesst nicht bis hierhin die für A und B relevanten Dinge zu zählen) zusammengetragen habt, könnt ihr nun mit den Formeln die Koordinaten ermitteln, die euch zur Letterbox führen. Der Teil der Stadtmauer vom Grätzer bis zum Magdeburger Tor existiert nicht mehr und ist auch nicht begehbar. Wenn ihr jedoch die Grätzer Straße zurück zum Startpunkt am Magdeburger Tor lauft, könnt ihr anhand des Straßenverlaufs jedoch noch erahnen wie die Stadtmauer damals verlaufen sein muss. Ich hoffe, dass ihr Spa´ß bei diesem Rundgang durch das historische Möckern hattet und die Letterbox schnell findet.
Die Letterbox findet ihr bei: N 52° 0W.XXX E 011° YY.ZZZ
ermittelt dazu folgende Werte:
W = E+B-C
XXX = D*F+A*B*C
YY= D-B-C-A
ZZZ = D+(B+C)*E+1
Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf geochecker.com überprüfen. GeoChecker.com.
Loggen
Der Stempel im Cache ist für euer persönliches Logbuch oder Ausdruck gedacht und NICHT für das Logbuch im Cachebehälter. Er soll im Cache verbleiben und wieder eingetütet werden, damit noch viele Cacher nach euch Freude daran haben. Da es sich um einen Woodico-Stempel handelt und dafür kein Stempelkissen benötigt wird, müsst ihr ggf. ein Stempelkissen für euren Stempel mitbringen.
Zum Schluss noch ein Bitte: Falls ihr noch andere Caches an historischen Stadtmauern kennt, schreibt dies doch bitte in euer Online-Log.