ACHTUNG!
Im Bereich dieses Caches (entweder am oder in der Nähe des Finals, Bereich der Wegführung/Zuwegung oder beides) gibt es seit August 2021 einen Bogenparcours des benachbarten Outdoorcenters Harz.
Sowohl der Parcours selbst, als auch die Stellen, an denen geschossen werden kann, sind entsprechend beschildert. Bitte seid vorsichtig und bewegt euch ausschließlich auf den Wegen. Hunde behaltet bitte an der Leine.
Grabengänger Kuhfuß ist ein gestandener Oberharzer. Kautzig, drahtig, mit Schnauzbart. Leider ist er erkrankt und Du musst heute für ihn einspringen. Seine tägliche Inspektion des Dammgrabens steht an.
Die Geschichte
Grabengänger, auch Grabenläufer oder Grabenwärter, waren seinerzeit (u.a. hier im Bereich des Oberharzer Wasserregals) für die Pflege und Erhaltung der Wassergräben verantwortlich. Sie hatten diese Tag und Nacht zu überwachen, Schäden ihren Vorgesetzten, den Grabensteigern, zu melden, bzw. kleinere Beschädigungen selbst zu beheben.
Weiterhin mussten sie in der kälteren Jahreszeit dafür sorgen, dass die Wassergräben abgedeckt wurden und blieben, damit das Wasser nicht gefror und somit der Bergbau in der Grube, die durch jenen Graben versorgt wurde, zwangsweise zum erliegen kam.
Beschädigungen wurde u.a. durch den sog. Drecksumpf, einer Art Absetzbecken, vorgebeugt. In diesen Becken konnte sich das Wasser beruhigen und Steine, Sand und Schlamm ausfallen und einfach beräumt werden. An sog. Rechen, einem Metallgitter, blieben schwimmende Fremdkörper (Äste, Zweige, Gras) hängen und konnten entfernt werden.
Grabengänger Kuhfuß ist eine fiktive Person. Leider habe ich nicht sehr viel Material für die Recherche auftreiben können. Einen der letzten Grabengänger im Oberharz gibt es im Rehberger Grabenhaus bei St. Andreasberg, knappe 13 km Luftlinie südwestlich von hier.
Kurz vor dem Fertigstellen meines Listings habe ich eine relativ neue, private Webseite zum Thema gefunden. Auf www.grabenwaerter.de gibt es einen wunderbaren ausführlichen Text über Kuhfuß’ Kollegen und noch viel mehr Informationen über die Grabenhäuser und das Oberharzer Wasserregal.
Der Cache
Direkt am westlichen Dammende des Fortuner Teichs beginnt die Grabeninspektion. Von hier aus kannst Du Kuhfuß’ Hütte *zwinker* auf der Dammkrone sehen. Der Dammgraben war ursprünglich bis zu 25 km lang, heute nur noch etwa 19. Er hatte seinen Anfang in der Nähe von Torfhaus und führte so Wasser aus niederschlagsreich(er)en Gegenden auf die Clausthaler Hochebene. Seinen Namen erhielt er durch den Sperberhaier Damm, wo er über eine kleine Talsenke geführt wird. Dies ist aber eine andere Geschichte. Der heute sog. alte Dammgraben, ein trocken gefallener Arm, beginnt rund 200 m südwestlich des Startpunktes. Dort beginnt der heutige Verlauf des Dammgrabens als unterirdischer Wasserlauf. Durch diesen wurde der ehem. Grabenverlauf abgekürzt und somit obsolet. Auf diesen ‘neuen’ Dammgraben werden wir unterwegs noch stoßen.
Anfangs- und Endpunkt der Grabenkontrolle sind bekannt - Anfang bei den Cachekoordinaten, Ende siehe Referenzpunkt. Folge dem WasserWanderWeg 2. Die Länge des Inspektionsganges ist etwa 3 km (normal waren für einen Grabengänger bis zu 40 km täglich … zu Fuß). Abkürzungen sind nicht zu empfehlen, da Du unterwegs genau aufpassen musst. Schließlich muss der Graben ja auf Schäden untersucht werden. Es wäre schlimm, wenn das Wasser auf einem Stück Weg, was Du vielleicht ausgelassen hast, aus- oder überlaufen würde. Kuhfuß verlässt sich auf Dich!
Im Verlauf des Weges stehen u.a. Wegweiser für den WasserWanderWeg 2 (blauer Hintergrund, Wasserrad, Zahl 2). Weiterhin liegen im Laufe des Weges Brücken. Zu guter Letzt stehen Infotafeln (meist mit sog. “Dennert-Tannen” gekennzeichnet) am Weg.
Aufgaben für unterwegs
- An wievielen WasserWanderWeg-Wegweisern (inkl. dem am Anfang und dem am Ende) bist Du vorbei gekommen? Aus Gründen: 16
- Über wieviele Brücken (!!! Holzkonstruktionen !!!) bist Du gegangen?
- Notiere Dir aus dem Text jeder genannten Infotafel die Zahlen und addiere jeweils die Ziffern.
Für Notizen kannst Du die Hilfegrafik am Ende des Listings ausdrucken oder abschreiben.
ACHTUNG: Unterwegs musst Du eine Straße überqueren. Vorsicht dabei!
Wie Dir vielleicht schon beim Kartenstudium aufgefallen ist, triffst Du ab und an auf die ehem. Bahntrasse der Innerstetalbahn (breiter Forstweg). Diese wird IMMER gekreuzt. Erst wenn Du am Endpunkt angekommen bist, kann sie wieder als Weg genutzt werden.
Final
Bist Du am Ende der Inspektionstour angekommen, dann zücke am Besten einen Taschenrechner.
Das Döslein (1l-LockLock) findest Du bei
N51° 48.[(C+E+F+G+H+I+K)*2+A-1]
und
E010° 22.[(A+B+D)*B] .
Viel Spaß und Happy Hunting wünscht
ΣΑΠ
zusätzliche Hinweise
Der Weg ist KEIN Rundweg. Zusätzlich zum Weg der Inspektionstour sind nochmals etwa 2-3 km (Parkplatz-Start + Final-Parkplatz) zu laufen.
Der Weg ist, wie alle Grabenwege, mit wenig Gefälle (oder Steigung) angelegt. Dennoch eignet er sich aufgrund von wurzeldurchwachsenem Untergrund weder für Kinderwagen, noch für Fahrräder.
Hilfetabelle

Die “Oberharzer Geschichte(n)” sind eine Cachereihe, die von SigmaAlphaPi ins Leben gerufen, inzwischen aber auch von anderen Cachern aufgegriffen wurde. Es sind Caches mit lokalem Bezug zu Geschichtlichem und zu Wissenswertem à la ‘Dinge, die man nicht unbedingt wissen muss, damit aber blendend angeben kann’. In den überwiegenden Fällen sind (oder waren) es Mystery-Caches, bei denen sich mit der Geschichte hinter dem Cache beschäftigt werden muss. Einige dieser Mysterys leben als neuer Tradi weiter - mehr Oberharzer Geschichte(n)