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Geh dich brausen! Traditional Cache

This cache has been archived.

JoyJanaka: Ich bin übersiedelt und habe meinen Arbeitsplatz gewechselt, weshalb es für mich sehr aufwendig ist, diesen Cache regelmäßig zu warten. Ich werde ihn daher archivieren und bedanke mich bei allen Cachern, die diese Dose besucht haben.

I‘ve moved and changed my job, making continuing cache maintenance rather difficult. I’ve therefore decided to archive this cache. Thanks to all the fellow geocachers for visiting this cache.

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Hidden : 5/18/2017
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Wiens letztes Tröpferlbad

Ein Cache zu Ehren von Wiens letztem ausschließlichen Brausebad, dem Volksbad 16 in Ottakring.


Zur Geschichte der Volksbäder

Ende des 19. Jahrhunderts war der Lebensstandard in Wien noch verhältnismäßig niedrig. Im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung strömten aus den Kronländern billige Arbeitskräfte in die damalige Reichshauptstadt und bescherten ihr einen nahezu explosionsartigen Bevölkerungszuwachs. Also Folge davon hausten viele Menschen in notdürftigen Arbeiterquartieren und hatten unter katastrophalen Hygieneverhältnissen zu leiden.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und den Unterschichten die Möglichkeit zu regelmäßiger Körperpflege zu bieten, wurde im Dezember 1887 das erste Volksbad in Wien errichtet. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 folgten noch 17 weitere, welche von rund 3,5 Millionen Menschen jährlich genutzt wurden. Aus dieser Zeit rührt auch die Bezeichnung der Wiener für ihre öffentlichen Badeanstalten: Wenn bei starkem Andrang die Wasserreservoirs im Dachgeschoß überbeansprucht waren, tröpfelte es nur noch spärlich aus den Brausen.

Dennoch waren die Tröpferlbäder über Jahrzehnte hinweg die einzige Möglichkeit zur gründlichen Körperreinigung und wurden im Jahr 1950 noch von 5,1 Millionen Menschen frequentiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg aber wurden immer mehr Wohnungen in Wien mit Duschen oder Badewannen ausgestattet, und mit dem zunehmenden Wohnungskomfort sanken die Besucherzahlen in den öffentlichen Brausebädern bis zum Jahr 2011 auf nur noch knapp 33.000 ab. Die meisten Volksbäder wurden deshalb mittlerweile geschlossen oder durch den Umbau auf ein Saunabad aufgewertet, so dass es heute in Wien nur noch ein einziges ausschließliches Tröpferlbad gibt: das Volksbad 16 in Ottakring.

Während das Komikerduo Pirron & Knapp 1956 mit ihrem Lied Im Tröpferlbad dem Volksbad noch ein musikalisches Denkmal schuf, verblasst das Tröpferlbad als Wiener Institution heute zunehmend aus dem kollektiven Gedächtnis der Stadt. Grund genug, dem letzten Brausebad Wiens ein dem der modernen Zeit angemessenes Andenken zu setzen und an dieser Stelle einen Cache zu legen.

Also: Geh dich brausen!


Erwachsene bezahlen hier für eine Stunde Duschen 2,40 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei, so wie auch für Sozialhilfeempfänger und Mobilpassinhaber. Finanziert wird das Volksbad 16 in Ottakring mittlerweile hauptsächlich durch Subvention der Stadt Wien.

Öffnungszeiten

  • Montag: geschlossen
  • Dienstag: geschlossen
  • Mittwoch: 12 bis 19 Uhr
  • Donnerstag: 12 bis 19 Uhr
  • Freitag: 9 bis 19 Uhr
  • Samstag: 8 bis 18 Uhr
  • Sonn- und Feiertag: geschlossen

A short description in English

This cache is hidden in close proximity to Vienna's last public shower bath which is located at number 11.

In the wake of a progressing industrialisation accompanied by a rapid population growth due to the immigration of cheap labourers in the second half of the 19th century, the majority of the Viennese people suffered from a dismal housing situation. To counteract the associated and often disastrous hygienic conditions, 18 public shower baths were built between 1887 and 1914 and used by 3.5 million people a year. Often the water supply system could not cope with the rush of visitors, causing the constant flow of water to be reduced to a trickle, hence the Viennese soon coined the term "Tröpferlbad" ("trickle shower") for their public shower baths.

After the Second World War, an increasing number of flats became equipped with private bathrooms, causing a sharp decline in the number of visitors, from 5.1 million in 1950 to only 33.000 in 2011. As a consequence, all but one of the public shower baths were closed or converted to a sauna, leaving the facility in the 16th district as the very last public shower bath still in service in Vienna.

Additional Hints (Decrypt)

Npughat! Ubur Zhttryqvpugr vz oranpuonegra Cnex! Zntargvfpu, ovggr jvrqre evpugvt urehz irefgrpxra. Nggragvba! Uvtu zhttyr qrafvgl va arneol cnex! Zntargvp, cyrnfr er-uvqr evtug fvqr hc.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)