Der 7. Februar 1962, der als „schwarzer Tag für den Bergbau und das Saarland“ in die Geschichte einging, begann trist und trübe, mit Nieselregen.
Gegen 7.45 Uhr, am Alsbachschacht, einem der vier Seilfahrtschächte der Grube Luisenthal: ein dumpfer Knall, der in Saarbrücken-Burbach und Altenkessel zu hören ist. Unter der Wucht einer Detonation unter Tage fliegt der Schachtdeckel des Alsbachschachtes hoch und bleibt im Gerüst hängen. Eine schwarze Rauchwolke tritt aus dem Alsbachschacht aus und steht wie ein finsteres Mahnmal über dem Förderturm. Die schlimmsten Vermutungen bestätigen sich: Im Alsbachfeld von Grube Luisenthal ist es auf Sohle vier zu einer Schlagwetterexplosion gekommen.
Bis zum Mittag waren 73 Bergleute lebend geborgen, mit zum Teil schwersten Verletzungen. 61 Kumpel kehrten unverletzt ans Tageslicht zurück. Schon kurz nach Mittag hieß es: keine Überlebenden mehr. Nun wurde die Dimension der Katastrophe erkennbar: Nicht elf Bergleute, wie es zunächst hieß, sondern 287 Männer hatten in 600 Metern Tiefe ihr Leben lassen müssen.
Die Ursache der Explosion ist bis heute ungeklärt. Spekuliert wurde unter Anderem, ob ein Bergmann verbotenerweise unter Tage geraucht hatte, denn bei den Aufräumarbeiten wurden Zigaretten gefunden. Auch eine defekte Grubenlampe wurde als mögliche Ursache benannt. Heute wird davon ausgegangen, dass es in Folge einer primären Schlagwetterexplosion zu einer Kohlenstaubexplosion kam.
Hier befinden ihr Euch nun zwischen der Gedenkstätte mit einer Statue der Hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute. Die 299 Ziegelsteine symbolisieren die 299 Opfer des Unglücks, und der Auffahrt zur ehemaligen Grube Luisenthal. Und denkt daran, jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich, und verhaltet Euch einer Gedenkstätte würdig.