Bitte beachten: Wir befinden uns in einem Landschaftsschutzgebiet. Die Wege brauchen nicht verlassen zu werden.
Die Kopfweiden müssen nicht durchsucht werden, sie sind Lebensraum für bedrohte Tierarten.
Der cache befindet sich am Boden.
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Als Kopfweide bezeichnet man eine Weide, deren Stamm als Jungbaum auf einer Höhe von etwa 1 bis 3 Metern eingekürzt wurde und deren Zweige in der Folge regelmäßig beschnitten werden.
An der Schnittfläche treibt der so behandelte Baum in großer Zahl neue Triebe aus. Im Laufe der Zeit verdickt sich der oberste Abschnitt des Stammes; durch den wiederholten Schnitt entsteht der Kopf der Weide. Ist eine Weide einmal zur Kopfweide geschnitten worden, muss sie regelmäßig gepflegt werden. Alle drei bis zehn Jahre ist ein Schnitt notwendig,[der Zeitraum ergibt sich aus der gewünschten Nutzung, Ruten zum Flechten werden in kurzen Abständen geschnitten, für die Nutzung als Pfosten oder Stiele wird länger gewartet.
Da Äste von Weiden früher häufig als Pfähle für das Errichten von Weidezäunen benutzt wurden, entstanden aus diesen Pfählen durch die enorme Regenerationsfähigkeit der Weiden neue Pflanzen. Aus diesem Grund stehen Kopfweiden häufig in einer Reihe. Eine moderne Form der Weidennutzung ist der Lebendverbau, hierbei werden lebende Zweige zur Erstellung von „Bauwerken“ verwendet..
Die gewonnenen Ruten wurden in früheren Zeiten für die Korbflechterei (Korb-Weide) oder in Verbindung mit Lehm als Baumaterial für Häuserwände benutzt. Ältere bzw. durchgewachsene Äste wurden für die Herstellung von Besen- und Werkzeugstielen verwendet.
Heute wird die Pflege meist von Naturschutzorganisationen durchgeführt, die sich für den Erhalt der Kopfweiden als Lebensraum zahlreicher Tierarten einsetzen, vor allem die in ihrem Bestand bedrohten Eulen und Fledermäusen. Den Bienen bieten die weiden im Frühjahr die erste Nahrung. Darum werden in der Regel in einem Jahr nicht alle Weiden eines Bestandes geschneitelt, sondern abwechselnd immer nur einzelne.