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Der Rote Rain EarthCache

Hidden : 6/3/2017
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Der Rote Rain

Am roten Rain vor den Toren von Eschwege tritt eine kleine Gesteinsformation zu Tage, die sich am Rand des Radweges erstreckt.


Ein kleiner Einblick in die Geografie

Das Kernstück des Unteren Werratales ist das weite Eschweger Becken im Werra-Meißner-Kreis. Es ist eine Beckenlandschaft des Unteren Werraberglandes und liegt zwischen den Bergen der Gobert, des Schlierbachswaldes und des Hohen Meißner entlang der Werra und der in sie mündenden Wehre. Es befindet sich im Uhrzeigersinn betrachtet zwischen den Orten Jestädt und Schwebda im Norden, Wanfried im äußersten Nordosten und Reichensachsen im Süden und Abterode im Westen. Zentraler Ort ist die Kreisstadt Eschwege.

Ein Ausschnitt aus der Erdgeschichte

Das Eschweger Becken im Unteren Werratal ist ein durch Ausräumung der Buntsandstein- und Zechsteinschichten sowie unterirdische Auslaugungen von Zechsteinsalzen entstandener größerer Beckenbereich, der im Osten durch z. T. steil gestellte Muschelkalkplatten abgegrenzt wird. Zum Unteren Werratal gehören neben dem eigentlichen Tal mit seinen lösslehmbedeckten Terrassen und seinen beckenförmigen Weitungen bei Eschwege und Bad Sooden-Allendorf die beiderseits begleitenden Höhen aus Muschelkalk und Buntsandstein.

 

Der rote Rain

Die bei diesem Aufschluss vorherrschende Gesteinsart ist Buntsandstein.

 

Was ist Buntsandstein?

Der Begriff Buntsandstein (im Sinne von „bunter Sandstein“ im Gegensatz zum „roten Sandstein“ = Rotliegend) geht auf Abraham Gottlob Werner zurück, der ihn etwa ab 1780 in seinen Vorlesungen an der Bergakademie in Freiberg benutzte. 1834 bei der Etablierung des Systems der Trias durch Friedrich August von Alberti war der Begriff als „Bunter Sandstein“ bereits allgemein anerkannt.

Sandstein ist ein klastisches Sedimentgestein mit einem Anteil von mindestens 50 % Sandkörnern. Die Sandkörner sind zwischen 0,063 und 2 mm groß und bestehen aus verschiedenen Mineralen, meistens jedoch aus Quarz. Da Quarz ein relativ verwitterungsresistentes Mineral ist, welches außerdem in sehr vielen Gesteinen vorkommt, reichert es sich beim Verwitterungs- und Transportprozess stark an, während andere Mineralkörner zerfallen.

Als Verkittung oder Zementation bezeichnet man die natürliche Verfestigung des Sandes durch die Ausfällung bzw. Einlagerung von Mineralen um die Sandkörner herum. Je Art des Zementes (Bindemittel) unterscheidet man verschiedene Arten:

  • Quarzsandsteine verdanken ihre Verfestigung dem Quarz, der die Sandkörner miteinander verbindet.
  • Tonsandsteine enthalten als Bindemittel Tonminerale.
  • Bei Kalksandsteinen (die nicht mit den künstlich hergstellten Kalksandsteinen verwechselt werden dürfen) füllt Calcit die Räume zwischen den Sandkörnern aus.

Die verschiedenen Arten der Bindemittel treten zum Teil auch gemischt auf.

Der Buntsandstein ist die untere der drei lithostratigraphischen Gruppen der Germanischen Trias.

Die Buntsandstein-Gruppe wird in drei Untergruppen gegliedert (Unterer, Mittlerer und Oberer Buntsandstein).

Der Untere und Mittlere Buntsandstein bestehen vorwiegend aus Sand- und untergeordnet Tonsteinen und ist durch Eisenoxid unter semiariden (dürr/halbtrocken) und ariden (trocken) Klimabedingungen häufig rot gefärbt.

 

Entstehung

Zu der Zeit, als sich die Sedimente des Buntsandsteins ablagerten, herrschte in unserer Region ein Wüstenklima, das ein Leben für Tiere und Pflanzen aufgrund des Wassermangels sehr schwierig machte.

Dass es von Zeit zu Zeit trotzdem starke Niederschläge und sogar Überflutungen gab, lässt sich aus den Gesteinsschichten des Buntsandsteins herauslesen.

Flüsse existierten nur kurze Zeit bis sie in der weiten Ebene der Wüste wieder versickerten.

Da im heißen Wüstenklima nur wenige Tier- und Pflanzenarten existieren konnten und diese nach ihrem Tod meist schnell an der Erdoberfläche verwesten, finden sich in den Sand- und Tonsteinen des Buntsandsteins nur selten Fossilien.

Sein Alter beträgt ca. 255 – 243 Mio. Jahre.

 

Besonderheiten:

Die typische rote Farbe des Buntsandsteins entsteht durch fein verteiltes Eisenerz, „Hämatit“, das die Quarzkörner des Sandsteins umhüllt. Durch den Wechsel von Feuchtigkeit und Trockenheit begann dieses Eisen zu „rosten“ und gab so dem Buntsandstein seine typisch rostrote Farbe.

Durch Bleichungsvorgänge entstanden auch gelbliche, zum Teil fast weiße Sandsteine. Die für Sedimentgesteine typische Schichtung ist im Buntsandstein meist sehr gut zu erkennen.

Wannenförmig gebogene Schichtunterseiten entstanden bei schnell fließendem Wasser. Gerade Schichtunterseiten entstanden bei langsam fließendem oder stehendem Wasser.

Die Gesteine des Buntsandsteins bestehen keineswegs, wie der Name vermuten lässt, ausschließlich aus Sandsteinen. Es können auch Tonsteine, Schluffsteine und selbst kiesreiche Bestandteile enthalten sein.

 

Z u r    B e a c h t u n g:

 

Dieser Earth Cache zeigt eine erdgeschichtliche Sehenswürdigkeit der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde und der Entstehung des Lebens vermitteln. Sie dienen aber auch als Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten.

 

Bitte verhaltet euch entsprechend umsichtig und schont die Natur. Es ist nicht erforderlich und nicht erlaubt solche Naturräume zu beschädigen (Steine schlagen, Pflanzen zu entnehmen etc.).

 

Die geologische Formation ist frei zugänglich, doch Vorsicht! Bitte seid auch auf eure eigene Sicherheit bedacht und verhaltet euch entsprechend.

 

Parkt euer Cachemobil in der Ortslage bei der ausgewiesenen Parkmöglichkeit und geht von dort zu Fuß weiter.

 

 

Kommen wir nun zum Aufschluss des roten Rains zurück. Der Betrachter erkennt die Strukturen des Buntsandsteines vor Ort mit bloßem Auge. Dort tritt die Gestein-formation bis auf wenige Zentimeter an den Radweg heran.

 

Um diesen Earthcache zu loggen beantwortet bitte folgende Fragen:

Aufgabe 1:

Begebt euch zu der Formation und betrachtet den Aufschluss genauer. Erkläre, wie sich die Gesteinsoberfläche darstellt (Oberflächenstruktur, Farbe, Form, Korngröße)?

Aufgabe 2:

Berühre das Gestein, wie fühlt es sich an? Beschreibe die Oberflächenbeschaffenheit mit eigenen Worten (ist es fest, locker, glatt, rau oder sandet es?).

Aufgabe 3:

Bei der Betrachtung der Formation entdeckst du Farbunterschiede im Gestein. Was meinst du? Wodurch entsteht die unterschiedliche Färbung des Gesteins?

Aufgabe 4:

Kannst du Einflüsse von Wind und Wetter erkennen? Lass Deine Phantasie spielen und überlege, was Witterungseinflüsse am Aufschluss veränderten. 

 

Bitte schickt eure Antworten über mein Profil. Ihr müsst nicht auf eine Logfreigabe warten. Falls etwas nicht in Ordnung sein sollte, melde ich mich.

Geloggte Besuche, von denen ich keine Mail bekommen habe, werden gelöscht.

 

Stellt bitte ein Foto als Nachweis des Besuches mit ein, dies ist eine Logbedingung.

 

Viel Spaß beim Erkunden wünscht euch

 

Herbalwitch1965

 

 

 

 

Quellen: Wikipedia; Umweltatlas Hessen; Mineralienatlas

Fotos: eigene Aufnahmen

Additional Hints (Decrypt)

Fnaqfgrva, qnf Trfgrva qrf Wnuerf 2008

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)